{"product_id":"dianella-tasmanica","title":"Dianella tasmanica","description":"\u003cp class=\"PDq2pG_selectionAnchorContainer\"\u003e\u003cem\u003eDianella tasmanica\u003c\/em\u003e, die Tasmanische Flachslilie, stammt aus dem südöstlichen Australien. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht vom südöstlichen New South Wales über Victoria bis nach Tasmanien. Dort wächst sie vor allem in feuchten Hartlaub- und Regenwäldern, zwischen Felsen und auf bewaldeten Hängen.\u003cspan class=\"PDq2pG_selectionAnchor\"\u003e\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eTrotz ihres deutschen Namens ist sie weder Flachs noch eine echte Lilie. Sie gehört zur Familie der Affodillgewächse. Der Gattungsname \u003cem\u003eDianella\u003c\/em\u003e lässt sich sinngemäß als „kleine Diana“ übersetzen und erinnert an die römische Göttin der Jagd und der Wälder. \u003cem\u003etasmanica\u003c\/em\u003e verweist auf Tasmanien.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eWuchs und Blätter\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDie immergrüne Staude bildet kräftige, langsam breiter werdende Horste. Ihre festen, riemenförmigen Blätter können etwa 60–95 cm lang werden. Während der Blüte erreichen ausgewachsene Pflanzen einschließlich der Blütenstände ungefähr 100–120 cm Höhe.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie dunkelgrünen Blätter besitzen eine vertiefte Mittelrippe und fein gezähnte, etwas raue Ränder. An der Blattbasis zeigt sich häufig eine schmale rötliche Färbung. Im ersten Moment erinnert die Pflanze an ein zierliches Phormium – spätestens bei den Blüten zeigt sie jedoch, dass sie ihre ganz eigene Vorstellung von australischem Blattschmuck hat.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eMit der Zeit breitet sie sich über kurze Rhizome aus. Unter geschützten Bedingungen können daraus stattliche, dicht belaubte Bestände entstehen.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eBlüte\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eVom späten Frühjahr bis in den Sommer schieben sich locker verzweigte Blütenstände über das Laub. Die einzelnen, etwa zwei Zentimeter großen Blüten sind sternförmig und lavendelblau bis violett gefärbt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eIn ihrer Mitte sitzen auffallend gelbe Staubgefäße. Durch diese ungewöhnliche Farbkombination wirken die zarten Blüten wesentlich auffälliger, als ihre geringe Größe zunächst vermuten lässt.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eFrüchte\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eNach der Blüte können große, glänzende Beeren entstehen. Sie färben sich intensiv violettblau bis metallisch blau und erreichen etwa ein bis zweieinhalb Zentimeter Länge. Zwischen den schmalen grünen Blättern sehen sie beinahe aus, als hätte jemand kleine blaue Glaskugeln verteilt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Früchte sind ausschließlich als Zierschmuck zu betrachten und dürfen nicht gegessen werden. Für Haushalte mit kleinen Kindern oder Tieren sollte dies bei der Standortwahl berücksichtigt werden.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eBesonderheiten und Kulturgeschichte\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDas erste wissenschaftlich bekannte Exemplar wurde 1837 von Ronald Gunn auf Tasmanien gesammelt. Joseph Dalton Hooker beschrieb die Art 1858 in seiner Flora Tasmaniens.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eFür einige indigene Gemeinschaften Australiens besaßen die auffällig blauen Früchte eine praktische Bedeutung: Ihr Farbstoff wurde verwendet, um Blätter von \u003cem\u003eLomandra\u003c\/em\u003e einzufärben, aus denen anschließend Körbe gefertigt wurden. Der Fruchtschmuck war also schon lange interessant, bevor europäische Gärtner darin einen Grund sahen, die Pflanze in einen Topf zu setzen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eIn der Baumschule wird \u003cem\u003eDianella tasmanica\u003c\/em\u003e ausgepflanzt im Kalthaus kultiviert. Diese Kulturform kommt ihren Bedürfnissen sehr entgegen: Der Wurzelraum bleibt gleichmäßig temperiert, während das Dach vor starkem Frost, kaltem Wind und übermäßiger Winternässe schützt.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eStandort und Pflege\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eIdeal ist ein heller, halbschattiger Standort. Auch lichter Schatten wird gut vertragen. Volle Sonne ist möglich, wenn der Boden während der Wachstumszeit nicht vollständig austrocknet.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eGeeignet ist eine humose, lockere und gut durchlässige Erde mit saurer bis neutraler Bodenreaktion. Während des Frühjahrs und Sommers sollte gleichmäßig gegossen werden. Kurzzeitig nasse Böden werden eher vertragen als bei vielen mediterranen Kübelpflanzen; dauerhaft kalte und vernässte Erde ist im Winter dennoch ungünstig.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eEine regelmäßige Düngung ist nicht notwendig. Im Frühjahr genügt etwas Kompost oder ein mäßig dosierter Langzeitdünger. Alte oder beschädigte Blätter werden möglichst tief am Ansatz entfernt. Ein vollständiger Rückschnitt ist normalerweise nicht erforderlich.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eZu große Horste lassen sich im Frühjahr teilen. Dies ist zugleich die einfachste und zuverlässigste Vermehrungsmethode.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eKlimatische Aspekte\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eWHZ: etwa 9–11\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eIn europäischen Gartenquellen wird \u003cem\u003eDianella tasmanica\u003c\/em\u003e meist nur als bedingt frosthart eingestuft. Kurzzeitige Temperaturen um etwa −5 °C können an einem geschützten Standort überstanden werden; längere Frostperioden oder ein vollständiges Durchfrieren des Bodens sind jedoch riskant. Einzelne Herkünfte und Sorten können davon abweichen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eIn ausgesprochen milden Küsten- und Weinbauregionen ist ein Versuch im Freien möglich. Für die meisten mitteleuropäischen Regionen sind ein Kalthaus, ein Wintergarten oder ein großes Pflanzgefäß mit geschützter Überwinterung die verlässlichere Lösung.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eIm Winter wird nur so viel gegossen, dass der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet. Die Verbindung aus niedrigen Temperaturen und dauerhaft nasser Erde sollte vermieden werden.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003ePraxistipp\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eAusgepflanzt im Kalthaus kann sich \u003cem\u003eDianella tasmanica\u003c\/em\u003e wesentlich natürlicher entwickeln als in einem kleinen Topf. Besonders schön wirkt sie zwischen Farnen, immergrünen Waldstauden oder anderen australischen Pflanzen mit ähnlichen Standortansprüchen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eIm Kübel sollte ein breites, standfestes Gefäß verwendet werden. Die Blätter beanspruchen mit der Zeit mehr Raum, als der anfangs harmlose kleine Horst vermuten lässt. Ein heller Platz, regelmäßiges Wasser im Sommer und ein kühler, geschützter Winterstand genügen – australische Diva ja, aber eine erfreulich unkomplizierte.\u003c\/p\u003e","brand":"Tasmanische Flachslilie","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":65798753288541,"sku":null,"price":8.0,"currency_code":"EUR","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0814\/0999\/9197\/files\/Dianellatasmanica_2.jpg?v=1788431854","url":"https:\/\/pflanzenraritaeten.com\/products\/dianella-tasmanica","provider":"Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten","version":"1.0","type":"link"}