{"product_id":"quercus-undulata","title":"Quercus x undulata","description":"\u003cp class=\"PDq2pG_selectionAnchorContainer\"\u003e\u003cem\u003eQuercus × undulata\u003c\/em\u003e, die Wellenblättrige Eiche, ist eine natürlich entstandene Eichenhybride aus dem Südwesten Nordamerikas. Nach der gegenwärtigen Einordnung bei Kew handelt es sich um eine Kreuzung aus der sommergrünen \u003cem\u003eQuercus gambelii\u003c\/em\u003e und der immergrünen Strauch-Eiche \u003cem\u003eQuercus turbinella\u003c\/em\u003e.\u003cspan class=\"PDq2pG_selectionAnchor\"\u003e\u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDas natürliche Verbreitungsgebiet reicht von Utah und Colorado über Arizona, New Mexico und Texas bis in den Nordosten Mexikos. Die Pflanzen wachsen dort vor allem an sonnigen, felsigen Hängen, auf Hochflächen und an trockenen Gebirgsstandorten.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDer Name ist taxonomisch nicht ganz unkompliziert. In älterer Literatur wurde \u003cem\u003eQuercus undulata\u003c\/em\u003e für zahlreiche Hybridformen verwendet, an denen neben \u003cem\u003eQuercus gambelii\u003c\/em\u003e unterschiedliche Eichenarten beteiligt sein können. Auch der Name \u003cem\u003eQuercus × pauciloba\u003c\/em\u003e ist in der Literatur und im Gartenbau zu finden. Pflanzen, die als \u003cem\u003eQuercus × undulata\u003c\/em\u003e angeboten werden, können deshalb in Wuchs, Blattform und Laubverhalten deutlich voneinander abweichen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDas lateinische \u003cem\u003eundulata\u003c\/em\u003e bedeutet „wellig“ und bezieht sich auf die häufig gewellten Blattränder. Als beschreibende deutsche Bezeichnung eignet sich Wellenblättrige Eiche.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eWuchs und Blätter\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDie Wellenblättrige Eiche wächst langsam als breitbuschiger, häufig mehrstämmiger Großstrauch oder kleiner Baum. Meist erreicht sie etwa zwei bis vier Meter Höhe. Kräftiger wachsende Formen können langfristig fünf bis sechs Meter hoch werden, während andere Pflanzen deutlich niedriger und strauchiger bleiben.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Krone ist dicht verzweigt und rundlich bis unregelmäßig aufgebaut. Abhängig von der Ausprägung der Elternarten können sich einzelne Pflanzen durch Ausläufer oder bodennahe Triebe verbreitern. Die Rinde ist grau bis graubraun und wird mit zunehmendem Alter rau und rissig.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie wechselständig angeordneten Blätter werden gewöhnlich etwa zwei bis sechs Zentimeter lang. Ihre Form reicht von länglich bis elliptisch. Der Blattrand kann lediglich gewellt, deutlich gezähnt oder flach gelappt sein. Diese Unterschiede sind ein typisches Merkmal des variablen Hybridkomplexes.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Blattoberseite ist dunkel- bis bläulich grün. Die Unterseite erscheint matter, graugrün und ist meist dicht behaart. Auch junge Zweige und Knospen können eine bräunliche Behaarung besitzen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDas Laubverhalten ist nicht einheitlich. Einige Formen sind sommergrün, andere behalten einen Teil ihrer grünen oder später braun werdenden Blätter bis weit in den Winter. In kalten Regionen ist mit einem stärkeren Laubfall zu rechnen als an milden Standorten. Eine zuverlässige auffällige Herbstfärbung ist nicht zu erwarten; meist verfärben sich die Blätter gelblich bis gelbbraun.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eBlüte\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDie Blüten erscheinen im Frühjahr, gewöhnlich im April oder Mai. Wie andere Eichen trägt \u003cem\u003eQuercus × undulata\u003c\/em\u003e männliche und weibliche Blüten am selben Gehölz.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie männlichen Blüten stehen in kleinen, herabhängenden Kätzchen. Die weiblichen Blüten sind wesentlich unauffälliger und sitzen einzeln oder in kleinen Gruppen an den jungen Trieben. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eFrüchte\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDie Eicheln reifen innerhalb eines Jahres im Spätsommer oder Herbst. Sie werden meist etwa ein bis eineinhalb Zentimeter lang und sitzen einzeln oder in kleinen Gruppen an den Zweigen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDer schuppige Fruchtbecher umschließt gewöhnlich ungefähr ein Drittel der Eichel. Größe, Form und Behaarung der Früchte können abhängig von der jeweiligen Hybridform deutlich variieren.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eBesonderheiten und Kulturgeschichte\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eDer Botaniker John Torrey beschrieb \u003cem\u003eQuercus undulata\u003c\/em\u003e bereits 1827. Seitdem wurde der Name sehr unterschiedlich verwendet. Zeitweise fassten Botaniker darunter fast sämtliche Eichenhybriden zusammen, die im großen Verbreitungsgebiet von \u003cem\u003eQuercus gambelii\u003c\/em\u003e gefunden wurden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Flora of North America beschreibt dort zahlreiche Hybridschwärme, an denen neben \u003cem\u003eQuercus gambelii\u003c\/em\u003e unter anderem \u003cem\u003eQ. turbinella\u003c\/em\u003e, \u003cem\u003eQ. grisea\u003c\/em\u003e, \u003cem\u003eQ. havardii\u003c\/em\u003e, \u003cem\u003eQ. mohriana\u003c\/em\u003e, \u003cem\u003eQ. arizonica\u003c\/em\u003e und \u003cem\u003eQ. muehlenbergii\u003c\/em\u003e beteiligt sein können. Durch wiederholte Rückkreuzungen entstehen Pflanzen, die sich keiner Elternart eindeutig zuordnen lassen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eKew verwendet \u003cem\u003eQuercus × undulata\u003c\/em\u003e heute enger für die Kreuzung aus \u003cem\u003eQ. gambelii\u003c\/em\u003e und \u003cem\u003eQ. turbinella\u003c\/em\u003e. Im Handel lässt sich jedoch nicht bei jeder Pflanze nachvollziehen, ob sie genau dieser engeren Einordnung entspricht. Die sichtbare Variabilität ist deshalb kein Sortenfehler, sondern gehört zur Geschichte dieses Namens.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eStandort und Pflege\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eGeeignet ist ein sonniger, warmer und gut durchlüfteter Standort. Lichter Halbschatten wird vertragen, kann jedoch zu einem lockereren Wuchs führen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDer Boden sollte mineralisch, durchlässig und eher mäßig nährstoffreich sein. Sandige, kiesige und steinige Böden entsprechen den natürlichen Standorten. Auch durchlässige Lehmböden kommen infrage. Neutrale bis kalkhaltige Substrate werden gut vertragen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eNach guter Einwurzelung kommt die Wellenblättrige Eiche mit längeren Trockenphasen zurecht. Junge Pflanzen benötigen während der ersten Standjahre dennoch regelmäßig Wasser. Zwischen den Wassergaben darf der Boden oberflächlich abtrocknen.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDauerhaft nasse, verdichtete oder im Winter schlecht durchlüftete Böden sind ungeeignet. Kritischer als sommerliche Trockenheit kann anhaltende Winterfeuchtigkeit sein. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht notwendig. Trockene, beschädigte oder ungünstig stehende Zweige können während der Ruhezeit entfernt werden.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eKlimatische Aspekte\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eWHZ: etwa 5; abhängig von Form und Herkunft\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDie Angaben zur Winterhärte unterscheiden sich erheblich. Oregon State University führt die Wellenblättrige Eiche für USDA-Zone 5, während Utah State University je nach verwendeter Einordnung Zone 7 bis 9 nennt. Andere nordamerikanische Gartenquellen geben Zone 5 bis 8 an.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDiese Unterschiede dürften teilweise auf das sehr unterschiedliche Pflanzenmaterial zurückgehen. Formen mit stärkerem Einfluss der sommergrünen \u003cem\u003eQuercus gambelii\u003c\/em\u003e sind gewöhnlich frosthärter als stärker immergrün geprägte Pflanzen. Ohne bekannte Herkunft kann deshalb eine bestimmte Tiefsttemperatur nicht uneingeschränkt zugesichert werden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eEin geschützter Standort und ein im Winter gut entwässernder Boden verbessern die Überwinterung. Junge Pflanzen können in den ersten Jahren von einer lockeren Mulchauflage über dem Wurzelbereich profitieren. Späte Fröste können den jungen Austrieb schädigen; die Pflanze treibt anschließend gewöhnlich erneut aus.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003ePraxistipp\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003e\u003cem\u003eQuercus × undulata\u003c\/em\u003e eignet sich für sonnige, trockene Pflanzungen, steinige Hänge und größere Gehölzbeete. Durch den meist strauchigen Wuchs ist sie auch dort verwendbar, wo eine gewöhnliche Eiche langfristig zu groß würde.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eFür eine frei wachsende Pflanze sollten zunächst etwa drei bis vier Meter seitlicher Raum eingeplant werden. Da Wuchsform, Endgröße und Laubverhalten variieren können, sollte sie nicht in eine exakt begrenzte Lücke gesetzt werden. Besonders interessant ist sie als Sammlergehölz neben trockenheitsverträglichen Arten wie \u003cem\u003eCercocarpus\u003c\/em\u003e, robusten Yucca-Arten, kleinen Kiefern oder Wacholdern.\u003c\/p\u003e","brand":"Wellenblättrige Eiche","offers":[{"title":"10\/20","offer_id":65577611559261,"sku":null,"price":8.5,"currency_code":"EUR","in_stock":true},{"title":"20\/30","offer_id":65577611592029,"sku":null,"price":10.0,"currency_code":"EUR","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0814\/0999\/9197\/files\/quercus-x-undulata-7496109.jpg?v=1786840333","url":"https:\/\/pflanzenraritaeten.com\/products\/quercus-undulata","provider":"Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten","version":"1.0","type":"link"}