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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Abelia chinensis, die Chinesische Abelie, ist ein sommergrüner bis in milden Regionen halbimmergrüner Strauch aus der Familie der Caprifoliaceae. Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht vom südlichen und südöstlichen China bis nach Vietnam, Taiwan und zu den japanischen Ryūkyū-Inseln. Dort wächst die Art vor allem in Bergwäldern bis in Höhenlagen von etwa 1.500 Metern.
Die Gattung Abelia wurde 1818 von Robert Brown nach dem britischen Arzt und Naturforscher Clarke Abel benannt, der während einer China-Expedition botanisches Material gesammelt hatte. Das Artepitheton chinensis bedeutet „aus China stammend“ und erklärt zugleich den deutschen Namen Chinesische Abelie.
Wuchs und Blätter
Der dicht verzweigte Strauch entwickelt einen breitbuschigen, lockeren Wuchs mit schlanken, häufig leicht überhängenden Trieben. Im Garten erreicht er meist etwa 1,5 bis 2 Meter Höhe. Junge Zweige sind von feinen rötlichen Haaren überzogen, während ältere Triebe eine graubraune Rinde besitzen.
Die gegenständig angeordneten Blätter sind klein, eiförmig bis elliptisch und meist zwischen 2 und 4 Zentimeter lang. Sie besitzen eine glänzend dunkelgrüne Oberfläche und einen fein gezähnten Rand. In kühleren Regionen verliert der Strauch sein Laub vollständig; in sehr milden Wintern kann ein Teil der Blätter erhalten bleiben.
Blüte
Die Blüte beginnt meist im Spätsommer und reicht bis weit in den Herbst hinein. In milden Lagen können sich bis in den November hinein einzelne Blüten öffnen. Die kleinen, weißen bis blassrosa, glockenförmigen Blüten stehen paarweise sowie in achsel- und endständigen Blütenständen. Sie verströmen einen gut wahrnehmbaren Duft.
Früchte
Aus den Blüten entwickeln sich etwa 4 Millimeter lange, trockene und einsamige Nüsschen. Auffälliger als die eigentlichen Früchte sind die fünf bleibenden Kelchblätter. Sie vergrößern sich nach der Blüte leicht, verfärben sich von Grün zu Rosa oder Mauverot und bleiben häufig bis in den Spätherbst am Strauch. Dadurch wirken die Triebenden noch lange nach dem Ende der eigentlichen Blüte farbig.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Clarke Abel sammelte während einer britischen Gesandtschaftsreise nach China in den Jahren 1816 und 1817 Pflanzen und Samen. Ein großer Teil seiner Sammlung ging auf der Rückreise bei einem Schiffsunglück verloren. Die Art wurde dennoch 1818 von Robert Brown wissenschaftlich beschrieben. Lebende Pflanzen gelangten erst 1844 durch den Pflanzensammler Robert Fortune nach England; bereits wenige Jahre später wurde die Art in europäischen Gärten kultiviert.
Abelia chinensis wird bis heute in China als Zierstrauch gepflanzt. Darüber hinaus besitzt sie eine besondere gartenhistorische Bedeutung: Gemeinsam mit Abelia uniflora ist sie eine der beiden Elternarten der bekannten Hybride Abelia × grandiflora. Durch deren große Verbreitung geriet die reine Art im westlichen Gartenbau zeitweise in den Hintergrund.
Standort und Pflege
Geeignet ist ein sonniger bis leicht halbschattiger, warmer und geschützter Standort. An einem vollsonnigen Platz fällt die Blüte in der Regel reicher aus. Besonders in kühleren Regionen empfiehlt sich ein Standort vor einer nach Süden oder Osten ausgerichteten Wand, an der sich die sommerliche Wärme besser hält.
Der Boden sollte humos, mäßig feucht und gut durchlässig sein. Gegenüber dem pH-Wert zeigt sich die Art vergleichsweise anpassungsfähig, sofern keine Staunässe entsteht. Junge Pflanzen sollten während längerer Trockenperioden regelmäßig gewässert werden. Eingewachsene Exemplare benötigen deutlich weniger zusätzliche Wassergaben.
Da die Blüten am neuen Holz entstehen, können störende oder erfrorene Triebe im zeitigen Frühjahr zurückgenommen werden. Ein regelmäßiger starker Rückschnitt ist jedoch nicht erforderlich. Gelegentliches Auslichten erhält den lockeren, überhängenden Wuchs besser als ein formaler Heckenschnitt.
Klimatische Aspekte
Abelia chinensis wird überwiegend der USDA-Winterhärtezone 7 zugeordnet. Die Royal Horticultural Society bewertet sie mit H5, entsprechend einem ungefähren Temperaturbereich von −15 bis −10 °C. Diese Werte setzen einen geeigneten Standort und einen durchlässigen Boden voraus und sind daher nicht als Frostgarantie zu verstehen.
In strengen Wintern können junge Triebe oder Triebspitzen zurückfrieren. Gut eingewachsene Pflanzen treiben nach leichteren Frostschäden meist wieder aus. Junge Exemplare profitieren in den ersten Standjahren von einer schützenden Mulchschicht über dem Wurzelbereich.
Die Art verträgt sommerliche Wärme und eine zeitweise hohe Luftfeuchtigkeit. Gleichzeitig benötigt sie ausreichend Sommerwärme, um zuverlässig und reich zu blühen. In kühlen Regionen ist deshalb ein sonniger, wärmespeichernder Standort wichtiger als in sommerwarmen Gebieten.
Praxistipp
Die Chinesische Abelie sollte genügend Platz erhalten, damit sich ihre locker überhängenden Triebe ungehindert entwickeln können. Durch das Gewicht der zahlreichen Blüten neigen sich die Triebenden während der Hauptblüte häufig leicht nach unten. Ein Standort an einem Weg oder in der Nähe eines Sitzplatzes ermöglicht es, die späte Blüte, den Duft und die später rosig gefärbten Kelchblätter aus der Nähe zu betrachten. Auf einen regelmäßigen Formschnitt zur „grünen Kugel“ darf dagegen getrost verzichtet werden – dieser Strauch kann von allein deutlich eleganter.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
September
Früchte
Besonderes
-
Blüten für Hummeln & Bienen
-
Duftend
Boden
-
guter Gartenboden
-
anspruchslos
Standort
-
sonnig
-
halbschattig
-
windgeschützt
-
warme Lagen
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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