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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Herkunft und Einordnung
Abelia engleriana, die Englers Abelie, ist ein selten kultivierter Strauch aus der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Der im Gartenbau noch immer gebräuchliche Name wird heute als Synonym von Abelia macrotera var. engleriana geführt. Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Zentralchina. Dort wächst die Pflanze in Höhenlagen von etwa 600 bis 1.650 Metern vor allem in Strauchfluren und an Wegrändern.
Die Gattung Abelia erinnert an den britischen Arzt und Naturforscher Clarke Abel. Das Artepitheton engleriana und der deutsche Name Englers Abelie ehren Heinrich Gustav Adolf Engler, meist kurz Adolf Engler genannt. Der bedeutende Botaniker beschäftigte sich intensiv mit Pflanzensystematik und Pflanzengeografie und prägte über Jahrzehnte die wissenschaftliche Einordnung zahlreicher Pflanzengruppen.
Wuchs und Blätter
Englers Abelie entwickelt einen lockeren, breitbuschigen Wuchs mit langen, schlanken und häufig bogenförmig überhängenden Trieben. Sie erreicht meist etwa 1,5 bis 2,5 Meter Höhe und kann im Alter ähnlich breit werden. Der natürliche, leicht unregelmäßige Aufbau verleiht ihr ein besonders bewegtes Erscheinungsbild.
Die gegenständig angeordneten Blätter sind etwa 1 bis 5 Zentimeter lang, eiförmig bis elliptisch und am Ende zugespitzt. Ihr Rand ist mehr oder weniger deutlich gezähnt. Die Oberseite erscheint mittel- bis dunkelgrün und leicht glänzend. Junge Blätter und die Blattunterseiten können bronzefarben überlaufen sein.
Die Pflanze ist halbimmergrün. In milden Wintern bleibt ein Teil des Laubes erhalten, während es nach stärkeren Frösten weitgehend abgeworfen wird.
Blüte
Die trichter- bis glockenförmigen Blüten erscheinen vom Frühsommer bis in den Spätsommer. Unter günstigen Bedingungen kann sich die Blüte bis in den frühen Herbst fortsetzen.
Ihre Farbe reicht von zartem Rosa bis zu Lilarosa. Besonders auffällig ist die goldgelbe Zeichnung auf der unteren Kronseite und im Blütenschlund. Je nach Pflanze und Witterung können die Blüten einen leichten Duft verströmen. Sie sitzen überwiegend einzeln oder in kleinen Gruppen an den jungen Trieben.
Früchte
Nach der Blüte entstehen kleine, trockene und einsamige Früchte. Die bleibenden Kelchblätter umgeben die heranreifenden Nüsschen und können sich rötlich bis purpurfarben verfärben. Dadurch bleiben die Triebenden noch einige Zeit nach der Blüte farbig.
Im natürlichen Verbreitungsgebiet werden reife Früchte zwischen August und Dezember beobachtet. In mitteleuropäischen Gärten ist die Fruchtbildung stärker vom Standort und vom Verlauf des Spätsommers und Herbstes abhängig.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die Namensgeschichte dieser Abelie ist beinahe so verzweigt wie der Strauch selbst. Paul Graebner beschrieb sie 1900 zunächst als Linnaea engleriana. Alfred Rehder stellte sie 1911 als Abelia engleriana in die Gattung Abelia. Seit einer erneuten wissenschaftlichen Bearbeitung wird sie als Abelia macrotera var. engleriana eingeordnet.
Zusätzliche Verwirrung entstand durch die chinesischen Abelien, die der Pflanzensammler Ernest Henry Wilson zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den westlichen Gartenbau brachte. Mehrere nahe verwandte Formen wurden unter unterschiedlichen Namen verbreitet. Untersuchungen alter Herbarbelege zeigen, dass manche in europäischen Gärten als Abelia engleriana, Abelia graebneriana oder Abelia parvifolia bezeichneten Pflanzen vermutlich zu Abelia schumannii gehören. Einige dieser alten Namen hielten sich in Gärten und Baumschulen jedoch über viele Jahrzehnte – Pflanzenetiketten können erstaunlich hartnäckig sein.
Überliefert ist außerdem die gärtnerische Deutung der langen, überhängenden Zweige als kleiner Wasserfall. In chinesisch geprägten Pflanzkompositionen sollen solche fließenden Formen Bewegung und Leichtigkeit zwischen Pflanzen, Steinen und Wasser vermitteln. Ob gerade diese botanische Varietät nachweislich in historischen chinesischen Gartenanlagen dafür verwendet wurde, lässt sich heute nicht eindeutig feststellen. Die alte Gartenerzählung beschreibt die Wirkung des Strauches jedoch ausgesprochen treffend.
Standort und Pflege
Geeignet ist ein sonniger, warmer und vor kaltem Wind geschützter Standort. Vor einer nach Süden, Südwesten oder Osten ausgerichteten Wand findet die Pflanze günstige Bedingungen. In sehr warmen Regionen wird auch leichter Halbschatten vertragen, allerdings kann die Blüte dort schwächer ausfallen.
Der Boden sollte humos, mäßig frisch und gut durchlässig sein. Englers Abelie wächst sowohl in leicht sauren als auch in neutralen oder kalkhaltigen Böden. Entscheidend ist, dass überschüssiges Wasser rasch ablaufen kann. Besonders winterliche Staunässe sollte vermieden werden.
Ein jährlicher starker Formschnitt ist nicht notwendig. Erfrorene, beschädigte oder ungünstig stehende Triebe können nach den stärksten Frösten im Frühjahr entfernt werden. Bei älteren Sträuchern lassen sich gelegentlich einzelne vergreiste Triebe bodennah herausnehmen. Durch dieses behutsame Auslichten bleibt der lockere, überhängende Wuchs erhalten.
Klimatische Aspekte
Die Royal Horticultural Society bewertet Abelia macrotera var. engleriana mit der Winterhärtestufe H5. Diese entspricht einem ungefähren Temperaturbereich von −15 bis −10 °C. Die Angabe setzt einen geschützten Standort und einen durchlässigen Boden voraus und ist daher nicht als Frostgarantie zu verstehen.
In strengen Wintern können die Triebspitzen zurückfrieren. Gut eingewachsene Pflanzen treiben nach leichteren Frostschäden gewöhnlich wieder aus. Junge Exemplare profitieren in den ersten Standjahren von einer Mulchschicht über dem Wurzelbereich. Schutz vor kaltem und austrocknendem Winterwind ist besonders für das halbimmergrüne Laub hilfreich.
Sommerliche Wärme wird gut vertragen, sofern der Wurzelbereich nicht vollständig austrocknet. In kühleren Regionen unterstützt ein sonniger, wärmespeichernder Standort die Entwicklung der jungen Triebe und die Ausbildung der Blüten.
Praxistipp
Englers Abelie sollte seitlich genügend Platz erhalten, damit sich ihre langen Zweige frei entfalten können. Besonders schön wirkt sie leicht erhöht, an einer niedrigen Mauer oder am Rand einer Böschung, wo die Triebe tatsächlich wie ein kleiner pflanzlicher Wasserfall herabfallen können.
Auf einen regelmäßigen Schnitt zur kompakten Kugel sollte verzichtet werden. Gerade der lockere, ein wenig eigensinnige Wuchs macht den besonderen Charakter dieser seltenen Abelie aus.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
August
Früchte
Besonderes
-
Blüten für Hummeln & Bienen
-
Duftend
Boden
-
humos
-
feucht
Standort
-
sonnig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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