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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Abelia mosanensis, die Koreanische Abelie, ist ein sommergrüner Strauch aus der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Botanisch wird die Art heute überwiegend als Zabelia tyaihyoni geführt. Der ältere Name Abelia mosanensis ist im Gartenbau und Pflanzenhandel jedoch weiterhin verbreitet. In neueren koreanischen Facharbeiten und bei der Royal Horticultural Society findet sich häufig die abweichende Schreibweise Zabelia tyaihyonii.
Das natürliche Verbreitungsgebiet ist auf die Koreanische Halbinsel beschränkt. Die Art wächst vor allem in den Kalkstein- und Dolomitgebieten des mittleren Teils der Halbinsel. Untersuchte Wildbestände befinden sich auf offenen Grasflächen, in lockeren Strauchgesellschaften sowie unter lichtem Gehölzbestand. Häufig besiedelt die Pflanze flachgründige Böden an sonnigen Hängen und Waldrändern.
Der deutsche Name Koreanische Abelie verweist auf ihre Herkunft und die frühere botanische Einordnung. Der heute gültige Gattungsname Zabelia erinnert an den deutschen Dendrologen Hermann Zabel. Das Artepitheton tyaihyoni ehrt Tyai-Hyon Chung, einen der ersten bedeutenden koreanischen Pflanzensystematiker.
Wuchs und Blätter
Die Koreanische Abelie entwickelt einen breit aufrechten bis rundlichen Wuchs mit zahlreichen Grundtrieben. Ihre anfangs locker stehenden Zweige wachsen später häufig bogenförmig überhängend. Im Garten erreicht der Strauch meist etwa 1,5 bis 2 Meter Höhe und eine ähnliche Breite. Sehr alte Exemplare können unter günstigen Bedingungen bis annähernd 3 Meter hoch werden.
Die gegenständig angeordneten Blätter sind etwa 1,5 bis 6 Zentimeter lang und eiförmig bis lanzettlich. Sie laufen an beiden Enden schmal zu und besitzen einen glatten oder nur undeutlich gezähnten Rand. Die Oberseite ist frisch- bis dunkelgrün und leicht glänzend, die Unterseite heller. Im Herbst nimmt das Laub häufig kräftige orangefarbene, rosarote bis dunkelrote Töne an.
Blüte
Aus rosaroten bis karminroten Knospen öffnen sich im Mai und Juni zahlreiche weiße bis zart rosafarbene Blüten. Die schmale Blütenröhre ist außen häufig kräftiger rosa gefärbt und geht am Ende in fünf rundliche Kronzipfel über.
Die Blüten stehen in dichten, endständigen Blütenständen, die sich aus kleinen, meist dreiblütigen Teilblütenständen zusammensetzen. Besonders auffällig ist ihr intensiver, süßlicher Duft, der häufig mit dem Duft von Hyazinthen oder dem Koreanischen Schneeball verglichen wird. Bei warmer, ruhiger Witterung ist er auch in einiger Entfernung wahrnehmbar.
Früchte
Nach der Blüte entwickeln sich kleine, trockene und ledrige Achänen. Die eigentlichen Früchte bleiben vergleichsweise unauffällig. Deutlicher sichtbar sind die bleibenden Kelchblätter, die sich rosa bis rötlich verfärben und die Früchte kronenartig umgeben.
Die Früchte reifen im Herbst. In ihrem natürlichen Lebensraum werden die von den Kelchblättern gekrönten Achänen durch den Wind verbreitet. Wie reich die Fruchtbildung in mitteleuropäischen Gärten ausfällt, hängt vom Standort und vom Witterungsverlauf während und nach der Blüte ab.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die Namensgeschichte der Koreanischen Abelie ist ungewöhnlich verwickelt. Takenoshin Nakai beschrieb die Pflanze 1921 zunächst als Abelia tyaihyoni. Der Name ehrte Tyai-Hyon Chung, der die koreanische Pflanzenwelt erforschte und zahlreiche Arten sammelte. Im Jahr 1926 veröffentlichte Nakai eine weitere Beschreibung unter dem Namen Abelia mosanensis. Das Epitheton mosanensis bezog sich auf den damaligen Fundort in den Bergen von Mōzan.
Beide Pflanzen wurden lange als unterschiedliche Arten behandelt. Spätere Untersuchungen kamen zu dem Ergebnis, dass sie zur selben Art gehören. Da der Name tyaihyoni bereits 1921 veröffentlicht worden war, besitzt er nach den botanischen Prioritätsregeln Vorrang. Als die Pflanze aus der Gattung Abelia ausgegliedert wurde, entstand daraus der heute akzeptierte Name Zabelia tyaihyoni.
Fast ebenso verschlungen wie ihre Namensgeschichte verlief der Weg in westliche Gärten. Ein erster amerikanischer Sammelversuch im Jahr 1977 blieb erfolglos, weil die gewonnenen Samen nicht keimten. Eine Expedition des United States National Arboretum brachte 1989 erneut Pflanzenmaterial aus Korea mit.
Unabhängig davon waren Pflanzen aus Nordkorea während der Zeit der Sowjetunion nach Lettland gelangt und dort in Kultur geblieben. Nach dem Ende des Eisernen Vorhangs wurde dieser lettische Bestand vermutlich zur wichtigsten Ausgangsquelle für die heute in Europa und Nordamerika kultivierten Pflanzen. Um 1999 erhielt der amerikanische Pflanzensammler Tim Wood bei einem Treffen mit einer lettischen Gärtnerin in Deutschland Vermehrungsmaterial. So gelangte die damals kaum bekannte Koreanische Abelie über einen beträchtlichen Umweg schließlich in zahlreiche westliche Baumschulen.
Standort und Pflege
Geeignet ist ein sonniger bis halbschattiger Standort. In voller Sonne entwickelt sich meist eine besonders dichte Blüte und eine kräftige Herbstfärbung. Die Art blüht jedoch auch im lichten Halbschatten noch zuverlässig. Ein etwas geschützter Platz verhindert, dass die überhängenden Zweige durch starken Wind beschädigt werden.
Der Boden sollte humos, mäßig frisch und gut durchlässig sein. Entgegen gelegentlich zu findenden Angaben ist die Koreanische Abelie nicht auf saure Böden angewiesen. Ihr natürliches Vorkommen in Kalkstein- und Dolomitgebieten zeigt, dass sie auch kalkhaltige Böden verträgt. Entscheidend ist eine ausreichende Durchlässigkeit, besonders während der kalten Jahreszeit.
Eingewachsene Pflanzen kommen mit zeitweiliger Trockenheit zurecht. Auf gleichmäßig frischen Böden entwickeln sie sich jedoch meist kräftiger. Staunässe sollte vermieden werden.
Die Blütenknospen werden bereits im vorhergehenden Jahr angelegt. Ein erforderlicher Rückschnitt sollte deshalb unmittelbar nach der Blüte erfolgen. Ein kräftiger Schnitt im Herbst, Winter oder zeitigen Frühjahr würde einen großen Teil der bereits angelegten Blüte entfernen. Ältere Sträucher werden am besten ausgelichtet, indem einzelne vergreiste Triebe bodennah herausgenommen werden.
Eine Kultur in einem ausreichend großen Gefäß ist möglich. Da der Wurzelballen im Kübel stärker durchfriert als im Gartenboden, sollte das Gefäß im Winter geschützt aufgestellt oder gut isoliert werden.
Klimatische Aspekte
Die Koreanische Abelie gehört zu den winterhärtesten im Gartenbau als Abelien bezeichneten Gehölzen. Die Royal Horticultural Society bewertet sie mit H6, entsprechend einem ungefähren Temperaturbereich von −20 bis −15 °C. Nordamerikanische Quellen ordnen sie überwiegend der USDA-Winterhärtezone 4 zu.
Junge Pflanzen profitieren in den ersten Standjahren von einer Mulchschicht über dem Wurzelbereich. Bei gut eingewachsenen Exemplaren ist in Mitteleuropa gewöhnlich kein besonderer Winterschutz erforderlich. Ein durchlässiger Boden bleibt dabei wichtiger als eine möglichst warme Lage.
Ausgeprägte Hitze in Verbindung mit hoher Luftfeuchtigkeit bekommt der Art weniger gut. Sie passt deshalb besser in kühl-gemäßigte Regionen als viele der bekannteren, wärmeliebenden Abelienhybriden.
Praxistipp
Ein Platz in der Nähe eines Weges, Hauseingangs oder Sitzplatzes ermöglicht es, den ausgeprägten Blütenduft besonders gut wahrzunehmen. Seitlich sollte ausreichend Raum eingeplant werden, damit sich die bogenförmigen Zweige frei entwickeln können.
Wird ein kompakterer Aufbau gewünscht, können junge Triebspitzen direkt nach der Blüte vorsichtig eingekürzt werden. Die Gartenschere sollte anschließend bis zum nächsten Sommer Pause haben – sonst verschwindet mit dem vermeintlichen Ordnungsschnitt zugleich die nächste Blüte.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
Boden
-
humos
-
sandig
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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