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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Der Hainbuchen-Ahorn, auch Hainbuchenblättriger Ahorn genannt, ist ein sommergrüner Großstrauch oder kleiner Baum aus der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Acer carpinifolium kommt ausschließlich in Japan vor. Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst die Inseln Honshū, Shikoku und Kyūshū.
Dort wächst die Art in sommergrünen Bergwäldern, in lichten Bereichen der unteren und mittleren Baumschicht sowie entlang von Bächen und in feuchten Tälern. Die natürlichen Vorkommen reichen von etwa 200 bis über 1.300 Meter Höhe.
Innerhalb der Gattung Acer nimmt der Hainbuchen-Ahorn eine besondere Stellung ein: Er ist die einzige Art der botanischen Sektion Indivisa. Der deutsche Name und das Artepitheton carpinifolium bedeuten sinngemäß „hainbuchenblättrig“ und beziehen sich auf die ungewöhnliche Blattform.
Wuchs und Blätter
Acer carpinifolium wächst meist mehrstämmig und entwickelt eine dicht verzweigte, zunächst breit aufrechte, später rundliche bis ausladende Krone. Junge Pflanzen bleiben über längere Zeit strauchförmig. Im Alter erreicht die Art gewöhnlich etwa 6 bis 10 Meter Höhe und kann ähnlich breit oder sogar breiter werden. Aus europäischen Sammlungen sind alte Exemplare von mehr als 10 Metern Höhe und beträchtlicher Kronenbreite bekannt.
Die Rinde bleibt lange glatt und ist dunkelgrau bis graubraun gefärbt. Dadurch wirkt auch der mehrstämmige Aufbau älterer Pflanzen ruhig und gleichmäßig.
Das auffälligste Merkmal sind die ungelappten, länglich-eiförmigen Blätter. Sie werden etwa 7 bis 15 Zentimeter lang, besitzen einen doppelt gesägten Rand und zeigen 18 bis 24 kräftig hervortretende Seitennervenpaare. Auf den ersten Blick erinnern sie stärker an Hainbuchen als an Ahorne. Ihre gegenständige Anordnung verrät jedoch sofort die Zugehörigkeit zur Gattung Acer.
Im Austrieb sind die Blätter leicht behaart und gelegentlich bronzefarben überlaufen. Später werden sie frisch- bis dunkelgrün. Die Herbstfärbung reicht von Gelb und Goldgelb bis zu Orangebraun oder kräftigem Braun, kann jedoch von Jahr zu Jahr und von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich ausfallen.
Vor allem jüngere Exemplare behalten einen Teil der vertrockneten Blätter bis in den Winter. Dieses als Marzeszenz bezeichnete Verhalten ist jedoch nicht bei jeder Pflanze und in jedem Winter gleich stark ausgeprägt. Ein dauerhaft dichter Sichtschutz während der laublosen Jahreszeit sollte deshalb nicht erwartet werden.
Blüte
Die gelblich grünen Blüten erscheinen im April und Mai gleichzeitig mit dem jungen Laub. Sie stehen in schlanken, herabhängenden Trauben, die je nach Pflanze etwa 5 bis 15 Zentimeter lang werden können.
Der Hainbuchen-Ahorn ist zweihäusig. Männliche und weibliche Blüten befinden sich somit gewöhnlich auf verschiedenen Pflanzen. Die Blüten selbst sind unauffällig, die langen, locker herabhängenden Blütenstände lassen sich bei näherer Betrachtung jedoch gut erkennen.
Früchte
Nur weibliche Exemplare bilden die ahorntypischen, paarweise verbundenen Flügelfrüchte. Für einen regelmäßigen Fruchtansatz ist gewöhnlich ein männliches Exemplar in der Umgebung erforderlich.
Die beiden etwa 2,5 bis 3 Zentimeter langen Flügel stehen recht- bis stumpfwinklig auseinander und sind häufig leicht nach innen gebogen. In Japan reifen die Früchte meist im Oktober.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Philipp Franz von Siebold und Joseph Gerhard Zuccarini beschrieben Acer carpinifolium im Jahr 1845. Nach Europa gelangte die Art 1879 durch den englischen Pflanzensammler Charles Maries, der in Japan im Auftrag der bekannten Baumschule Veitch nach neuen Gartenpflanzen suchte.
Der amerikanische Dendrologe Charles Sprague Sargent sammelte 1892 Samen für das Arnold Arboretum. Auf seiner Reise fand er nur einen einzigen wild wachsenden Baum oberhalb des alten Nakasendō-Weges bei Kiso-Fukushima. Dennoch erkannte er sofort den gärtnerischen Reiz dieser ungewöhnlichen Ahornart und hielt sie für unbedingt kultivierenswert.
In Japan wird der Baum „Chidori-no-ki“ genannt. Der Name bezieht sich auf die Flügelfrüchte, deren paarweise angeordnete Flügel traditionell mit fliegenden Regenpfeifern verglichen werden. Ein weiterer japanischer Name ist „Yamashiba-kaede“.
Trotz seiner ungewöhnlichen Blätter, der gelben Herbstfärbung und seines charakteristischen Wuchses blieb der Hainbuchen-Ahorn außerhalb botanischer Sammlungen selten. Ein Grund dafür ist die Zweihäusigkeit der Art: Stehen nicht männliche und weibliche Pflanzen in erreichbarer Nähe, entstehen keine keimfähigen Samen. Auch die Keimung gilt als nicht immer zuverlässig.
Standort und Pflege
Geeignet ist ein sonniger bis halbschattiger Standort. Da der Hainbuchen-Ahorn in seiner Heimat häufig in der unteren Baumschicht und an Waldrändern wächst, kommt er auch mit lichtem Halbschatten gut zurecht. An vollsonnigen Plätzen sollte der Boden ausreichend Feuchtigkeit speichern und während längerer Hitzeperioden nicht vollständig austrocknen.
Bevorzugt werden humose, nährstoffreiche und mäßig feuchte, zugleich aber gut durchlässige Böden. Leicht saure Böden entsprechen den natürlichen Standortbedingungen. Die Art wächst jedoch auch auf neutralen und mäßig kalkhaltigen Gartenböden. Anhaltende Staunässe sollte vermieden werden.
Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. Beschädigte, ungünstig stehende oder sich kreuzende Äste können ausgelichtet werden. Da Ahorne bei einem Schnitt im Frühjahr stark bluten können, sollten umfangreichere Schnittmaßnahmen vom späten Herbst bis zur Mitte des Winters erfolgen.
Der dichte, mehrstämmige Wuchs ermöglicht eine Verwendung als breiter Sichtschutz oder frei wachsende Hecke. Für eine dauerhaft schmale und streng geschnittene Grundstückshecke ist die Art wegen ihrer späteren Größe und Kronenbreite weniger geeignet. Außerdem würde ein regelmäßiger starker Formschnitt die natürliche Wuchsform weitgehend verdecken.
Klimatische Aspekte
Die Royal Horticultural Society bewertet Acer carpinifolium mit der Winterhärtestufe H6. Dies entspricht einem ungefähren Temperaturbereich von −20 bis −15 °C. Nordamerikanische Fachquellen ordnen die Art überwiegend der USDA-Winterhärtezone 5 zu. Eine pauschale Einstufung in WHZ 4 erscheint daher für den Gartenbau zu weitgehend.
Gut eingewachsene Pflanzen sind in weiten Teilen Mitteleuropas ausreichend frosthart. Bei älteren Exemplaren ist der Winter in der Regel weniger problematisch als ausgeprägte Sommerhitze und lang anhaltende Trockenheit. An heißen, trockenen Standorten können sich die Blätter einrollen oder vorzeitig braun werden.
Ein mäßig frischer Boden und Schutz vor starker Aufheizung sind deshalb besonders in warmen Regionen vorteilhaft. In kühleren und niederschlagsreicheren Gebieten fühlt sich die Art meist auch an sonnigen Plätzen wohl.
Praxistipp
Der Hainbuchen-Ahorn sollte so gepflanzt werden, dass seine gegenständige Blattstellung und die kräftige Nervatur aus der Nähe betrachtet werden können. Ein Platz an einem Weg, am Rand einer Gehölzgruppe oder als mehrstämmiger Solitär eignet sich dafür besonders gut.
Soll er als lockerer Sichtschutz dienen, sollte von Anfang an ausreichend Breite eingeplant werden. Auf das möglicherweise bis in den Winter haftende Laub sollte bei der Planung nicht als sicherer Sichtschutz vertraut werden – der Baum entscheidet darüber offenbar lieber selbst.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
gelb
Blütezeit
-
Frühjahr
Früchte
Besonderes
-
gelbe Herbstfärbung
Boden
-
mäßig feucht
-
mittelschwer
Standort
-
sonnig
-
halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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