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Kawakami Ahorn

Acer caudatifolium (syn:A.kawakami)

Hersteller: Herrenkamper Gärten

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Wesentliches Merkmal
    Baum

4.8 (50 reviews)

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Acer caudatifolium, der Kawakami-Ahorn oder Taiwanische Schlangenhaut-Ahorn, ist ein sommergrüner Baum aus der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Die Art kommt ausschließlich in Taiwan vor und wächst dort in feuchten Berg- und Mischwäldern. Die natürlichen Vorkommen reichen nach heutiger Quellenlage ungefähr von 650 bis 2.500 Meter Höhe. Einzelne ältere Angaben nennen auch höher gelegene Fundorte.

Botanisch gehört die Art zur Sektion Macrantha, in der verschiedene Ahorne mit grünlicher, längs gestreifter Rinde zusammengefasst werden.

Der Artname caudatifolium setzt sich aus den lateinischen Wörtern „cauda“ für Schwanz und „folium“ für Blatt zusammen. Er verweist auf die auffallend lang und schmal ausgezogene Blattspitze. Der deutsche Name Schlangenhaut-Ahorn bezieht sich auf die grüne, fein gestreifte Rinde.

Wuchs und Blätter

Der Kawakami-Ahorn entwickelt einen dicht verzweigten, aufrechten bis locker ausladenden Wuchs. Die Wuchsform kann je nach Herkunft des Saatgutes deutlich variieren. Einige Pflanzen bilden einen geraden, schlanken Stamm, andere wachsen lockerer oder entwickeln im Alter leicht überhängende Seitenäste.

In Kultur erreicht die Art gewöhnlich etwa 8 bis 12 Meter Höhe und 4 bis 8 Meter Breite. In kühleren Regionen kann sie langsamer wachsen und über viele Jahre deutlich kleiner bleiben. Aus den Bergwäldern Taiwans sind jedoch bis annähernd 20 Meter hohe Bäume bekannt. Eine dauerhafte Endhöhe von nur 4 Metern sollte deshalb nicht erwartet werden.

Die glatte Rinde ist grün bis rötlich grün und mit feinen, hellen Längsstreifen und zahlreichen kleinen Lentizellen gezeichnet. Die Streifung bleibt meist dezenter als bei manchen bekannteren Schlangenhaut-Ahornen.

Die gegenständig angeordneten Blätter werden etwa 6 bis 10 Zentimeter lang und 2,5 bis 5 Zentimeter breit. Sie sind länglich-eiförmig, fein bis doppelt gesägt und enden in einer charakteristischen, schwanzartig ausgezogenen Spitze. Meist sind die Blätter ungelappt oder nur schwach dreilappig; gelegentlich treten deutlichere drei- bis fünflappige Formen auf.

Der frühe Austrieb kann bronzefarben überlaufen sein. Im Sommer ist die Blattoberseite matt- bis dunkelgrün, während die Unterseite heller erscheint. Die Herbstfärbung fällt je nach Pflanze und Witterung unterschiedlich aus. Häufig überwiegen Gelb-, Gold- und Rotbrauntöne; geeignete Herkünfte können sich auch leuchtend orange bis rot färben.

Blüte

Die Blüten erscheinen sehr früh im Jahr, häufig im März und April zusammen mit dem jungen Laub. Sie stehen in seitlichen, etwa 5 bis 7 Zentimeter langen, herabhängenden Trauben.

Die einzelnen Blüten werden ungefähr einen Zentimeter breit. Ihre Kelchblätter sind purpurfarben bis rötlich, während die nach innen gebogenen Kronblätter weiß bis cremeweiß gefärbt sind. Dadurch können die Blütenstände aus der Entfernung violettlich weiß wirken.

Männliche und zwittrige Blüten können sich auf derselben Pflanze befinden. Die Blüten bleiben zwischen dem jungen Laub vergleichsweise unauffällig, sind aus der Nähe jedoch durch den deutlichen Farbkontrast zwischen Kelch- und Kronblättern gut zu erkennen.

Früchte

Im Herbst entwickeln sich paarweise angeordnete Flügelfrüchte. Die einzelnen Flügel werden etwa 1,8 bis 2,5 Zentimeter lang und stehen in einem stumpfen Winkel auseinander. Sie sind kräftig geadert und häufig leicht sichelförmig gebogen.

Junge Früchte sind zunächst rötlich gefärbt. Während der Reife verändert sich ihre Farbe zu Strohgelb oder Gelbbraun. In Taiwan beginnt die Fruchtreife gewöhnlich im September; in mitteleuropäischen Gärten kann sie entsprechend später einsetzen.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

Die botanische Benennung der Art ist bis heute nicht vollständig einheitlich. Bunzō Hayata veröffentlichte 1911 den Namen Acer caudatifolium. Ebenfalls 1911 wurde die Pflanze von Gen’ichi Koidzumi als Acer kawakamii beschrieben.

Neuere dendrologische Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass der Name Acer kawakamii etwas früher gültig veröffentlicht wurde und nach den botanischen Prioritätsregeln Vorrang besitzen müsste. Trees and Shrubs Online verwendet daher Acer kawakamii. Kew Gardens und das Taiwan Biodiversity Network führen dagegen weiterhin Acer caudatifolium als akzeptierten Namen. Im Gartenbau sind beide Bezeichnungen anzutreffen.

Der Name kawakamii erinnert an Takiya Kawakami, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Botaniker für die damalige Regierung Formosas tätig war und wesentlich zur Erforschung der taiwanischen Pflanzenwelt beitrug. Aufgrund dieses Namens wird die Art im englischsprachigen Raum als Kawakami Maple bezeichnet.

Die erste bekannte Einführung nach Europa erfolgte 1971 durch den britischen Pflanzensammler James Harris. Weitere Wildaufsammlungen kamen in den folgenden Jahrzehnten hinzu. Die unterschiedliche Herkunft dieser Pflanzen dürfte erklären, weshalb sich kultivierte Exemplare sowohl in ihrer Blattform und Herbstfärbung als auch in ihrer Frosthärte merklich unterscheiden.

Eine besondere traditionelle Nutzung der Art in Taiwan ist nicht zuverlässig dokumentiert. Außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes wird sie überwiegend in Arboreten, botanischen Sammlungen und geschützten Gärten kultiviert.

Standort und Pflege

Geeignet ist ein sonniger bis halbschattiger, vor kaltem und austrocknendem Wind geschützter Standort. In voller Sonne benötigt der Baum einen Boden, der während des Sommers ausreichend Feuchtigkeit hält. Leichter Schatten am Nachmittag kann Schäden durch starke Sonneneinstrahlung und trockene Hitze verhindern.

Der Boden sollte humos, gleichmäßig mäßig feucht und zugleich gut durchlässig sein. Nach Angaben der Royal Horticultural Society werden saure, neutrale und mäßig kalkhaltige Böden vertragen. Kritischer als der pH-Wert sind anhaltende Staunässe und längere Trockenperioden.

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Erfrorene Triebspitzen sollten erst entfernt werden, wenn im späten Frühjahr sicher erkennbar ist, welche Bereiche wieder austreiben. Größere Schnittmaßnahmen sind möglichst zu vermeiden. Müssen Äste entnommen werden, eignet sich der Spätsommer besser als das zeitige Frühjahr, da Ahorne während des beginnenden Saftstroms stark bluten können.

Eine Kultur im Gefäß ist während der ersten Jahre möglich. Der Wurzelballen darf im Sommer nicht austrocknen und muss im Winter wesentlich stärker geschützt werden als eine ausgepflanzte Pflanze.

Klimatische Aspekte

Die Winterhärte wird in den Fachquellen sehr unterschiedlich eingeschätzt. Die Royal Horticultural Society bewertet die Art mit H4, entsprechend ungefähr −10 bis −5 °C. Trees and Shrubs Online nennt lediglich H3 sowie die USDA-Winterhärtezonen 8 bis 9.

Besonders junge Pflanzen sind frostempfindlich. Aus England ist der Verlust eines bereits ausgepflanzten, etwa einen Meter hohen Exemplars bei ungefähr −9 °C dokumentiert. Ältere, gut eingewurzelte Pflanzen können etwas widerstandsfähiger werden. Gleichzeitig bestehen offenbar deutliche Unterschiede zwischen verschiedenen Herkünften.

Für eine vorsichtige gärtnerische Einordnung erscheint daher WHZ 8–9 angemessen. Eine Kultur in Zone 7 kann allenfalls an einem sehr milden, geschützten Standort und mit entsprechend ausgewähltem Pflanzenmaterial versucht werden. Junge Exemplare benötigen dort in den ersten Jahren einen sorgfältigen Winterschutz.

Der Kawakami-Ahorn treibt vergleichsweise früh aus. Junge Blätter und Triebe können deshalb durch Spätfröste geschädigt werden. Ebenso ungünstig sind heiße, trockene Sommer. Am besten entwickelt sich die Art in einem milden, niederschlagsreichen oder maritim beeinflussten Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit, mäßig warmen Sommern und relativ milden Wintern.

Praxistipp

Geeignet ist ein geschützter Platz unter dem lockeren Kronendach höherer Bäume oder am Rand einer Gehölzgruppe. Dort erhält der Kawakami-Ahorn ausreichend Licht, ohne während heißer Nachmittagsstunden vollständig der Sonne ausgesetzt zu sein.

Kalte Senken, offene Ostwindlagen und stark austrocknende Standorte sollten vermieden werden.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    gelb

Blütezeit

Früchte

Besonderes

Besonderes 1
    dekoratives Laub

Boden

Boden 1
    anspruchslos
Boden 2
    durchlässig

Standort

Standort 1
    sonnig
Standort 2
    sonnig bis halbschattig
Standort
    windgeschützt
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Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

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Pflanzenmarkt

Sie finden uns auf einigen Pflanzenmärkten in ganz Deutschland. Dort können Sie gern Ihre hier im Shop bestellten Pflanzen abholen.

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Abholung

.... geht natürlich auch in der Gärtnerei. Bitte vorher per Mail anfragen, da wir keine regulären Öffnungszeiten haben.

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