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Aesculus turbinata - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Japanische Rosskastanie

Aesculus turbinata

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
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Wesentliches Merkmal
    Laubbaum

4.8 (50 reviews)

€ 12,00

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Die Japanische Rosskastanie ist ein sommergrüner Großbaum aus der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Das natürliche Verbreitungsgebiet von Aesculus turbinata liegt ausschließlich in Japan. In China und Korea wird die Art kultiviert, gilt dort jedoch nicht als ursprünglich heimisch.

In Japan wächst sie in sommergrünen Bergwäldern, feuchten Schluchten und auf frischen Hängen entlang von Bächen und Flüssen. Ihre Vorkommen reichen von Hokkaidō über Honshū bis nach Shikoku und bis in Höhenlagen von ungefähr 1.700 bis 2.000 Metern. In geeigneten Schlucht- und Auenwäldern kann sie gemeinsam mit Japanischer Buche, Magnolien und Flügelnüssen mächtige Baumbestände bilden.

Die Art ist eng mit der Gewöhnlichen Rosskastanie Aesculus hippocastanum verwandt und ähnelt ihr im Gesamterscheinungsbild. Diese stammt allerdings nicht aus ganz Europa, sondern ursprünglich aus den Gebirgsregionen der südlichen Balkanhalbinsel.

Der Gattungsname Aesculus geht auf eine antike lateinische Bezeichnung für eine Eichenart zurück. Der Artname turbinata bedeutet kreisel-, kegel- oder kegelförmig und bezieht sich vermutlich auf die Form der Früchte. Der deutsche Name Rosskastanie verweist auf die kastanienähnlichen Samen und ihre frühere Verwendung in der Tierheilkunde. Mit den echten Kastanien der Gattung Castanea sind Rosskastanien nicht näher verwandt.

Wuchs und Blätter

Aesculus turbinata entwickelt einen kräftigen, aufrechten Stamm und eine breite, im Alter rundlich ausladende Krone. In mitteleuropäischen Parkanlagen werden häufig etwa 15 bis 20 Meter Höhe erreicht. In den japanischen Bergwäldern kann die Art 25 bis 30 Meter hoch werden und sehr starke Stämme ausbilden.

Junge Bäume wirken zunächst vergleichsweise straff und aufrecht. Mit zunehmendem Alter wird die Krone breiter und malerischer. Die Rinde ist an jungen Stämmen glatt und silbrig bis hellgrau. Später wird sie dunkler, reißt flach auf und kann sich in unregelmäßigen Platten lösen. Auffällig sind außerdem die großen, glänzenden und stark harzigen Winterknospen.

Die gegenständig angeordneten Blätter sind handförmig zusammengesetzt und bestehen aus fünf bis sieben fast ungestielten Einzelblättchen. Diese werden gewöhnlich etwa 15 bis 35 Zentimeter lang, können bei kräftigen Pflanzen aber noch größer ausfallen. Einschließlich des langen Blattstiels kann ein vollständiges Blatt einen Durchmesser von deutlich mehr als 40 Zentimetern erreichen.

Die Einzelblättchen sind länglich bis verkehrt eiförmig, nach vorn allmählich zugespitzt und regelmäßig gezähnt. Dadurch lässt sich die Art von der Gewöhnlichen Rosskastanie unterscheiden, deren Blattränder meist gröber und unregelmäßiger doppelt gesägt sind.

Im Sommer ist die Blattoberseite satt- bis dunkelgrün, die Unterseite etwas heller. Die Herbstfärbung fällt überwiegend gelb bis gelbbraun aus und kann vergleichsweise früh einsetzen. Leuchtende Orange- oder Rottöne gehören nicht zu den typischen Eigenschaften dieser Art. Ihre besondere Wirkung beruht vielmehr auf der ungewöhnlichen Größe und Geschlossenheit des Laubes.

Blüte

Die Blüte beginnt meist im Mai oder Juni und damit gewöhnlich zwei bis drei Wochen später als bei der Gewöhnlichen Rosskastanie. Die Blüten stehen in aufrechten, ungefähr 10 bis 20 Zentimeter langen, kerzenförmigen Rispen.

Die einzelnen Blüten sind cremeweiß bis blassgelb gefärbt. Im Schlund befindet sich zunächst ein gelblicher Fleck, der sich im Laufe der Blüte orange bis rötlich verfärben kann. Dadurch zeigen die Blütenstände gleichzeitig cremefarbene, gelbliche und rötlich gezeichnete Einzelblüten.

Obwohl die Blütenrispen etwas kleiner und lockerer als die der Gewöhnlichen Rosskastanie bleiben, heben sie sich deutlich vom dunklen, großflächigen Laub ab.

Früchte

Die Früchte reifen gewöhnlich von September bis Oktober. Es handelt sich um breit birnen- bis kreiselförmige Kapselfrüchte, die etwa 3 bis 5 Zentimeter groß werden.

Ihre Oberfläche ist rau, höckerig bis warzig und trägt nur wenige oder gar keine Stacheln. Damit unterscheiden sich die Früchte deutlich von den dicht bestachelten Kapseln der Gewöhnlichen Rosskastanie.

Jede Kapsel enthält gewöhnlich einen, gelegentlich zwei große Samen. Diese werden etwa 2 bis 4 Zentimeter groß, sind rundlich und glänzend rot- bis kastanienbraun. Auffällig ist die große, helle Ansatzstelle, die einen erheblichen Teil der Samenoberfläche einnehmen kann.

Rohe und unzureichend behandelte Samen sind nicht zum Verzehr geeignet. Wie bei anderen Rosskastanien enthalten auch die Samen von Aesculus turbinata unter anderem Saponine und stark bitter schmeckende Gerbstoffe. Auch die übrigen Pflanzenteile gelten bei Aufnahme als gesundheitsschädlich. Früchte und Samen sollten deshalb für Kinder und Haustiere unerreichbar bleiben.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

In Japan ist die Art unter dem Namen Tochinoki bekannt. Ihre Samen spielen seit mehreren Jahrtausenden eine bemerkenswerte Rolle in der Ernährungsgeschichte der japanischen Bergregionen. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass sie bereits während der Jōmon-Zeit gesammelt und verarbeitet wurden.

In abgelegenen Gebieten, in denen sich nur wenig Reis anbauen ließ, blieben Tochi-Samen bis weit in die Neuzeit eine wichtige Vorrats- und Notnahrung. Alte Bäume konnten über Jahrhunderte regelmäßig große Samenmengen liefern. Entsprechend wurden einzelne Tochi-Bäume und ganze Bestände von Dorfgemeinschaften geschützt und über Generationen weitergegeben.

Aus verschiedenen Regionen wird sogar berichtet, dass mehrere ertragreiche Tochi-Bäume bei einer Heirat als Teil der Mitgift überlassen wurden. Vorräte für schlechte Zeiten wurden auf Dachböden aufbewahrt und besaßen für manche Bergdörfer eine ähnliche Bedeutung wie eingelagertes Getreide.

Bis heute werden die Samen zur Herstellung von Tochi-mochi verwendet. Dabei handelt es sich um Reiskuchen aus Klebreis und sorgfältig vorbereiteten Rosskastaniensamen. Die traditionelle Entbitterung ist ausgesprochen aufwendig: Sie umfasst das Einweichen, Schälen, mehrtägige Wässern in fließendem Wasser und die Behandlung mit Holzasche. Je nach Verfahren dauert die Vorbereitung mehr als zwei Wochen.

Diese historische Nutzung darf nicht als Empfehlung zur eigenen Verarbeitung verstanden werden. Eine unvollständige Entbitterung und Entgiftung lässt sich im Haushalt nicht zuverlässig erkennen.

Auch das helle, relativ weiche Holz wurde in Japan verwendet. Besonders Stücke mit welliger Maserung dienten zur Herstellung von Möbeln, Innenausstattungen, Schalen und anderen Haushaltsgegenständen.

In Europa blieb die Japanische Rosskastanie ein vergleichsweise seltener Park- und Sammlungsbaum. Ein Exemplar im Botanischen Garten Leiden wurde bereits 1860 gepflanzt. In Großbritannien sind aus dem späten 19. Jahrhundert mehrere heute noch dokumentierte alte Bäume bekannt.

Standort und Pflege

Die Japanische Rosskastanie bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit ausreichend Raum für ihre spätere Krone. In voller Sonne entwickelt sie einen dichten, gleichmäßigen Wuchs, benötigt dort aber eine zuverlässige Wasserversorgung.

Am besten eignen sich tiefgründige, humose und nährstoffreiche Böden, die frisch bis feucht, zugleich aber gut durchlässig sind. Lehmige Böden werden gut vertragen. Auch auf tonigen, sandigen oder mäßig kalkhaltigen Böden kann die Art wachsen, sofern genügend Feuchtigkeit und ein ausreichend großer Wurzelraum vorhanden sind.

Anhaltende Staunässe ist ebenso ungünstig wie ein im Sommer vollständig austrocknender Boden. Junge Bäume sollten während längerer Trockenperioden durchdringend gewässert werden. Eine lockere Mulchschicht hilft, die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßiger zu halten, darf jedoch nicht unmittelbar am Stamm aufgehäuft werden.

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Die Krone entwickelt von Natur aus einen harmonischen Aufbau. Entfernt werden müssen lediglich beschädigte, abgestorbene oder ungünstig stehende Äste.

Aufgrund der späteren Größe sollte der endgültige Standort sorgfältig gewählt werden. Für kleine Vorgärten, enge Innenhöfe oder Pflanzplätze unmittelbar an Gebäuden ist die Art nicht geeignet.

Klimatische Aspekte

Die Angaben zur Winterhärte reichen je nach Quelle ungefähr von USDA-Zone 5 bis 7. Die Royal Horticultural Society bewertet die Art mit H7 und damit als auch für sehr kalte kontinentale Winter geeignet. Etablierte Bäume sind in Mitteleuropa daher zuverlässig winterhart und können Temperaturen von weniger als −20 °C überstehen.

Junge, frisch gepflanzte Exemplare profitieren in den ersten Wintern von einer schützenden Mulchschicht über dem Wurzelbereich. Ein aufwendiger Winterschutz ist nach erfolgreichem Einwurzeln gewöhnlich nicht erforderlich.

Empfindlicher als das ruhende Holz kann der junge Austrieb sein. Nach einem milden Winter können sich die Knospen früh öffnen, sodass junge Blätter durch späte Nachtfröste geschädigt werden. Der Baum treibt nach leichten Schäden gewöhnlich erneut aus.

Weniger gut verträgt die Art lang anhaltende Sommerhitze in Verbindung mit trockenem Boden. Trockenstress kann zu braunen Blatträndern, Blattflecken und vorzeitigem Laubfall führen. Die Japanische Rosskastanie eignet sich daher eher für gemäßigte Regionen mit ausreichenden Sommerniederschlägen als für dauerhaft heiße, trockene Standorte.

Praxistipp

Die Japanische Rosskastanie kommt am besten als frei stehender Solitär auf einer großen Rasenfläche oder am Rand weitläufiger Gehölzgruppen zur Geltung. Besonders passend ist ein frischer, tiefgründiger Standort in der Nähe eines Teiches oder Wasserlaufes, sofern der Boden nicht dauerhaft vernässt ist.

Für ein ostasiatisch geprägtes Gartenbild lässt sie sich mit Zelkova serrata, Cercidiphyllum japonicum, Magnolia kobus oder Pterocarya rhoifolia kombinieren. Dabei sollte allerdings genügend Abstand eingeplant werden: Aus dem zunächst handlichen Jungbaum wird kein diskreter Gartenmitbewohner, sondern ein Baum mit recht ausgeprägtem Platzbewusstsein.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    gelb

Blütezeit

Blütezeit
    Juni

Früchte

Besonderes

Besonderes 1
    Hummel und/oder Bienenweide

Boden

Boden 1
    sandig
Boden 2
    lehmig

Standort

Aesculus turbinata - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

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.... geht natürlich auch in der Gärtnerei. Bitte vorher per Mail anfragen, da wir keine regulären Öffnungszeiten haben.

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