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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Ageratina ligustrina ist ein immergrüner Strauch aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sein natürliches Verbreitungsgebiet reicht von Mexiko über Guatemala, Honduras und Nicaragua bis nach Costa Rica. Der Gattungsname Ageratina geht letztlich auf das griechische ageratos für „nicht alternd“ zurück und verweist auf die lange haltbaren Blüten. Der Artname ligustrina bedeutet „ligusterähnlich“ und bezieht sich auf die glänzenden Blätter, die an Ligustrum erinnern.
In älterer Gartenliteratur und teilweise noch im Pflanzenhandel ist die Art unter den Namen Eupatorium ligustrinum oder Eupatorium micranthum zu finden. In europäischen Gärten ist sie bislang wenig verbreitet, fällt jedoch durch ihre ungewöhnlich späte und lang anhaltende Blüte auf.
Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte
Der Strauch wächst dicht verzweigt, kompakt und breit aufrecht bis rundlich. In Mitteleuropa erreicht er meist etwa 2 bis 3 m Höhe. An sehr geschützten Standorten kann er langfristig bis zu 4 m hoch und ähnlich breit werden.
Die gegenständig angeordneten Blätter sind elliptisch bis lanzettlich und etwa 5 bis 10 cm lang. Sie besitzen eine glänzende, frisch- bis mittelgrüne Oberfläche und sind zumindest in der oberen Hälfte schwach gezähnt. In milden Wintern bleibt das Laub vollständig erhalten. Bei stärkerem Frost können einzelne Blätter geschädigt oder abgeworfen werden.
Ab Spätsommer beziehungsweise Frühherbst erscheinen große, dicht verzweigte Blütenstände, die bis zu 20 cm breit werden können. Sie bestehen aus zahlreichen kleinen, weißen bis cremeweißen Röhrenblüten, die gelegentlich einen schwach rosafarbenen Schimmer zeigen. Die Blüten besitzen einen feinen, süßlichen Duft.
Die Blütezeit hält gewöhnlich von August oder September bis in den November an. Bleibt stärkerer Frost aus, kann der Strauch noch im Winter blühen. Aus den Blüten entwickeln sich etwa 3 mm lange, dunkle Schließfrüchte mit einem weißen Haarkranz. Für die Gartenwirkung spielen die Früchte nur eine untergeordnete Rolle.
Besonderheit und Kulturgeschichte
Die außergewöhnlich späte Blütezeit ist das auffälligste Merkmal von Ageratina ligustrina. Während viele Gehölze im Herbst bereits ihr Laub verlieren, beginnt diese Art häufig erst mit ihrer eigentlichen Blütenphase. In sehr milden Regionen wurden sogar durchgehend blühende Pflanzen während der Wintermonate dokumentiert.
Die frühere Einordnung in die Gattung Eupatorium erklärt, weshalb der Strauch in älteren Büchern häufig als Ligusterblättriger Wasserdost bezeichnet wird. Erst 1970 wurde die heute anerkannte botanische Kombination Ageratina ligustrina veröffentlicht. Das dürfte auch ein Grund dafür sein, dass die Art unter mehreren Namen im Umlauf ist – ein kleines botanisches Versteckspiel, das seltene Pflanzen offenbar besonders gern betreiben.
Standort und Pflege
Optimal ist eine sonnige bis leicht halbschattige, warme und geschützte Lage. Besonders geeignet sind Standorte vor einer nach Süden oder Westen ausgerichteten Mauer sowie windgeschützte Innenhöfe.
Der Boden sollte humos, fruchtbar und frisch bis mäßig feucht, gleichzeitig aber gut durchlässig sein. Hinsichtlich des pH-Wertes zeigt sich die Art vergleichsweise anpassungsfähig. Kritischer als der Kalkgehalt sind Staunässe und winterliche Bodennässe.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Zu groß oder locker gewordene Pflanzen können im Frühjahr ausgelichtet und vorsichtig eingekürzt werden. Frostgeschädigte Triebspitzen werden erst entfernt, wenn sich der neue Austrieb erkennen lässt.
Auch für die Kultur in einem ausreichend großen Kübel ist Ageratina ligustrina gut geeignet. Während der Vegetationszeit benötigt sie eine gleichmäßige Wasserversorgung, ohne dass Wasser im Untersetzer stehen bleibt.
Klimatische Aspekte
Die Winterhärte lässt sich bei dieser Art nur schwer pauschal angeben. In der Fachliteratur wird sie überwiegend für milde, geschützte Standorte empfohlen. Kurzzeitige Fröste werden von etablierten Pflanzen vertragen, während lang anhaltender Bodenfrost, kalter Wind und winterliche Nässe deutlich problematischer sind.
Nach eigener Kulturerfahrung überstanden einzelne, gut geschützte Exemplare sogar den Winter 2011/12 im Freiland. Diese Beobachtung zeigt, dass die Art robuster sein kann, als ihre Herkunft vermuten lässt. Sie ist jedoch keine allgemeine Garantie für eine zuverlässige Freilandkultur in kalten Regionen.
In weniger milden Lagen ist die Haltung im Kübel die sicherere Möglichkeit. Überwintert wird hell, kühl und möglichst frostfrei. Während dieser Zeit sollte nur sparsam gegossen werden.
WHZ 8–10
Praxistipp
Im Garten wirkt Ageratina ligustrina besonders schön vor einem dunklen Hintergrund, vor dem sich die feinen weißen Blütenstände deutlich abheben. Geeignete Plätze sind geschützte Innenhöfe, warme Hauswände oder windgeschützte Bereiche innerhalb einer Gehölzpflanzung.
Als Kübelpflanze kann sie während des Sommers und Herbstes auf Terrasse oder Balkon stehen und vor stärkeren Frösten in ein helles Winterquartier gebracht werden. So lässt sich die ungewöhnlich lange Blütezeit häufig noch einige Wochen verlängern.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
September
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
Boden
-
feucht
-
durchlässig
Standort
-
sonnig bis halbschattig
-
Kalthaus
-
windgeschützt
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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