Amelanchier ‘Honeywood’ ist eine in Nordamerika gezüchtete, spätfruchtende Sorte der Felsenbirne. Sie entstand im Rahmen kanadischer Züchtungsprogramme, die auf besonders aromatische, große und spät reifende Früchte ausgerichtet waren. Die Sorte wird aufgrund ihres Geschmacks und der hohen Erträge vor allem in Kanada und im nördlichen US-Raum angebaut.
Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte
‘Honeywood’ wächst zu einem etwa 3 m hohen und fast ebenso breiten, dicht verzweigten Strauch heran. Die weißen Blüten erscheinen im April bis Mai und werden von Insekten stark besucht.
Die violett-schwarzen Beeren reifen vergleichsweise spät – erst ab August – und sind süß mit einem feinen, an Honig erinnernden Aroma. Sie können frisch gegessen oder zu Kompott, Marmelade und Saft verarbeitet werden.
Im Herbst schmückt sich die Sorte mit einer intensiven orange-roten Färbung.
Besonderheit / Verwendung in der Heimat / Kulturgeschichte
In Kanada wird ‘Honeywood’ sowohl für den Hausgarten als auch für den kommerziellen Anbau genutzt. Die Sorte gilt als besonders robust, ertragreich und geschmacklich hochwertig. Die Früchte gehören zu den klassischen „Saskatoon Berries“, die traditionell von indigenen Völkern Nordamerikas genutzt wurden.
Standort & Pflege
Die Felsenbirne ist sehr anpassungsfähig und wächst in nahezu jedem gut drainierten Gartenboden. Sie bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze und ist kalktolerant. Regelmäßige, aber nicht übermäßige Wassergaben fördern das Wachstum und die Fruchtbildung. Ein leichter Schnitt im Spätwinter erhält die Form und regt den Ertrag an.
Klimatische Aspekte
Mit einer Winterhärte von Zone 4–5 ist ‘Honeywood’ sehr frosthart und eignet sich auch für raue, kühle Regionen. Hitzetolerant und windfest.
Praxistipp
Ideal für Obstgärten, Naschgärten und naturhafte Pflanzungen. Die späte Reife verlängert die Erntezeit der Felsenbirnen. Zum Schutz vor Vögeln lohnt sich während der Reifezeit ein Netz.









