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Amorpha canescens - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Bleibusch

Amorpha canescens

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
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Wesentliches Merkmal
    Kleinstrauch

4.8 (50 reviews)

€ 7,00

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Der Bleibusch ist ein sommergrüner Halbstrauch aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Das natürliche Verbreitungsgebiet von Amorpha canescens liegt im zentralen Nordamerika und umfasst weite Teile der Great Plains. Es reicht vom südlichen Kanada über die nördlichen und zentralen Vereinigten Staaten bis nach Texas und New Mexico.

Die Art wächst vor allem in trockenen bis mäßig frischen Prärien, auf sandigen Ebenen, steinigen Hängen, offenen Böschungen und in lichten Eichen- und Kiefernsavannen. Sie kommt nicht nur auf Sandboden vor, sondern ebenso auf kiesigen, lehmigen oder schluffreichen, gut durchlässigen Substraten.

Als typische, rasch auf gestörten Flächen auftretende Pionierpflanze lässt sich der Bleibusch nicht uneingeschränkt einordnen. Jungpflanzen entwickeln sich vergleichsweise langsam, und ältere Bestände gelten in Teilen des natürlichen Verbreitungsgebietes vielmehr als Kennzeichen gut erhaltener Präriegesellschaften. Auf offenen Standorten kann die Art allerdings sehr langlebig sein und Feuer, Trockenheit sowie oberirdische Beschädigungen durch erneuten Austrieb aus dem Wurzelstock überstehen.

Der Gattungsname Amorpha leitet sich vom griechischen „amorphos“ für „gestaltlos“ oder „ungeformt“ ab. Er bezieht sich auf den ungewöhnlichen Aufbau der Blüte: Von der sonst für Schmetterlingsblütler typischen Krone ist nur das obere Kronblatt, die sogenannte Fahne, ausgebildet; Flügel und Schiffchen fehlen. Der Artname canescens bedeutet „ergrauend“ oder „weißlich behaart“ und beschreibt die dichte Behaarung der Blätter und jungen Triebe.

Wuchs und Blätter

Amorpha canescens wächst als niedriger, dicht verzweigter Halbstrauch und erreicht gewöhnlich etwa 60 bis 90 Zentimeter Höhe. Unter günstigen Bedingungen können ältere Exemplare annähernd einen Meter hoch und ähnlich breit werden. Die aufrechten bis leicht überhängenden Triebe verholzen im unteren Bereich, während die oberen Abschnitte im Winter teilweise zurückfrieren oder auf natürliche Weise absterben können.

Die jungen Zweige sind dicht mit kurzen, weißgrauen Haaren besetzt. Zusammen mit der ebenfalls behaarten Blattunterseite entsteht das charakteristische silbrig- bis bleigraue Erscheinungsbild. An schattigeren Standorten bleibt das Laub meist grüner, gleichzeitig wird der Wuchs lockerer und kann etwas auseinanderfallen.

Die wechselständig angeordneten, unpaarig gefiederten Blätter werden etwa 4 bis 12 Zentimeter lang. Sie bestehen aus zahlreichen kleinen, länglich-elliptischen Einzelblättchen; je nach Blatt können es etwa 15 bis über 40 sein. Die feine Belaubung bildet einen wirkungsvollen Kontrast zu gröberen Stauden und Gräsern.

Unterirdisch entwickelt die Art ein kräftiges, stark verzweigtes Wurzelsystem. Bei alten, ungestört wachsenden Pflanzen können einzelne Wurzeln mehrere Meter tief in den Boden eindringen. Dadurch kann der Bleibusch auch längere Trockenperioden überstehen und nach dem Verlust seiner oberirdischen Triebe erneut austreiben.

Blüte

Die Blüten erscheinen je nach Klima und Standort von Juni bis August, in Mitteleuropa überwiegend im Hochsommer. Die einzelne Blütezeit dauert gewöhnlich etwa drei Wochen.

An den Triebenden stehen mehrere dichte, aufrechte, etwa 6 bis 15 Zentimeter lange, ährenartig wirkende Blütentrauben. Die kleinen Blüten sind kräftig violett bis blauviolett gefärbt. Besonders auffällig sind die acht weit herausragenden, rötlichen Staubfäden mit orangegelben Staubbeuteln.

Durch den auf die Fahne reduzierten Kronblattaufbau wirken die Blüten anders als die typischen Schmetterlingsblüten von Lupinen, Ginster oder Robinien. Ein deutlicher Blütenduft ist gewöhnlich nicht wahrnehmbar.

Früchte

Nach der Blüte entstehen kleine, gebogene Hülsenfrüchte. Sie werden nur etwa 4 bis 5 Millimeter lang, sind dicht wollig behaart und enthalten gewöhnlich einen einzelnen Samen.

Die Hülsen reifen im Spätsommer bis Frühherbst und nehmen dabei eine graubraune bis bräunliche Färbung an. Aufgrund ihrer geringen Größe besitzen sie zwar keinen ausgeprägten Zierwert, können aber bis weit in den Herbst an den Trieben erhalten bleiben.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

Der deutsche Name „Bleibusch“ ist eine Übertragung der nordamerikanischen Bezeichnung „Leadplant“. Er bezieht sich zunächst auf die dichte weißgraue Behaarung, durch die Blätter und Triebe wie mit Bleistaub überzogen erscheinen.

Daneben hielt sich unter europäischen Siedlern die Vorstellung, das Vorkommen der Pflanze könne auf Bleierz im Untergrund hinweisen. Für eine tatsächliche Zeigerwirkung gibt es jedoch keine wissenschaftlichen Belege. Hinweise auf Zinn- oder Silbervorkommen lassen sich in den maßgeblichen nordamerikanischen Fachquellen ebenfalls nicht bestätigen.

Weitere überlieferte Namen verweisen auf die kräftigen Wurzeln. Als „Prairie Shoestrings“ oder „Devil’s Shoestrings“ soll die Art von Siedlern bezeichnet worden sein, weil sich ihre zähen, tiefreichenden Wurzeln beim Pflügen nur schwer durchtrennen oder aus dem Boden ziehen ließen.

Verschiedene indigene Gemeinschaften Nordamerikas nutzten Teile des Bleibusches traditionell. Überliefert sind unter anderem Aufgüsse aus den Blättern, äußerliche Anwendungen sowie Mischungen aus getrockneten Blättern und Bisonfett. Bei einigen Gemeinschaften war die Bezeichnung „Buffalo Bellows“ gebräuchlich, da die Blütezeit ungefähr mit der Paarungszeit und dem weithin hörbaren Rufen der Bisons zusammenfiel. Diese historischen Anwendungen sind ethnobotanisch zu verstehen und stellen keine Empfehlung zur medizinischen Nutzung dar.

An den Wurzeln können sich Knöllchen mit symbiotischen Bakterien bilden, die Luftstickstoff binden. Dadurch kommt die Pflanze auch mit vergleichsweise nährstoffarmen Standorten zurecht. In Nordamerika wird sie bei regional passenden Prärie-Renaturierungen und aufgrund ihres stark verzweigten Wurzelsystems zur Stabilisierung erosionsgefährdeter Böden eingesetzt.

Standort und Pflege

Geeignet ist ein vollsonniger, warmer und offener Standort. Leichter Halbschatten wird vertragen, führt jedoch häufig zu lockerem, weniger standfestem Wuchs und einer geringeren Blütenbildung.

Der Bleibusch bevorzugt trockene bis mäßig frische, gut durchlässige Böden. Sandige, kiesige und steinige Substrate sind besonders geeignet, die Art wächst aber auch auf durchlässigem Lehm oder Ton. Schwach saure bis mäßig alkalische Bodenreaktionen werden vertragen.

Ungünstiger als Nährstoffarmut ist ein dauerhaft nasser, schlecht belüfteter Boden. Vor allem winterliche Staunässe kann die tief wurzelnde Präriepflanze schädigen. Auf schweren Böden sollte deshalb für einen guten Wasserabzug gesorgt oder ein leicht erhöht liegender Pflanzplatz gewählt werden.

Junge Pflanzen wachsen zunächst langsam und sollten während längerer Trockenperioden gelegentlich gründlich gewässert werden. Sobald sich das Wurzelsystem entwickelt hat, übersteht der Bleibusch auch längere trockene Phasen. Eine starke Düngung ist nicht erforderlich und kann zu weichen, wenig standfesten Trieben führen.

Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht zwingend notwendig. Abgestorbene oder zurückgefrorene Triebe können im ausgehenden Winter oder zeitigen Frühjahr bis auf etwa 10 bis 20 Zentimeter eingekürzt werden. Da die Blüten an den neuen Trieben erscheinen, verträgt die Art auch einen kräftigeren Frühjahrsschnitt und entwickelt sich anschließend meist dichter und stärker verzweigt.

Klimatische Aspekte

Nordamerikanische Gartenquellen ordnen Amorpha canescens überwiegend den USDA-Winterhärtezonen 2 beziehungsweise 3 bis 9 zu. Für Mitteleuropa ist die Winterkälte daher normalerweise kein begrenzender Faktor. Ein besonderer Winterschutz ist bei eingewachsenen Pflanzen nicht erforderlich.

Junge Exemplare können in den ersten Jahren oberirdisch stärker zurückfrieren, treiben jedoch gewöhnlich aus dem geschützten Wurzelstock erneut aus. Sinnvoller als eine dichte Winterabdeckung ist ein durchlässiger Boden, auf dem sich keine anhaltende Winternässe bildet.

Hitze und sommerliche Trockenheit werden nach dem Einwurzeln sehr gut vertragen. Die dichte Behaarung vermindert die Erwärmung der Blattoberfläche, während das tiefreichende Wurzelsystem auch tiefer liegende Bodenfeuchtigkeit erschließen kann.

Der Austrieb kann im Frühjahr vergleichsweise spät beginnen. Ein nach dem Winter noch kahler Bleibusch sollte daher nicht vorschnell aufgegeben werden – unterirdisch führt er mitunter längst Regie, ohne das gärtnerische Personal darüber zu informieren.

Praxistipp

Der Bleibusch eignet sich für sonnige Präriebeete, Steppenpflanzungen, Kiesgärten und trockene Böschungen. Besonders gut lässt er sich mit feinhalmigen Gräsern sowie trockenheitsverträglichen Stauden wie Schizachyrium scoparium, Bouteloua gracilis, Echinacea pallida, Liatris aspera oder Salvia yangii kombinieren.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    lila

Blütezeit

Blütezeit
    Juli

Früchte

Besonderes

Besonderes 1
    Hummel und/oder Bienenweide

Boden

Boden 1
    anspruchslos

Standort

Standort 1
    sonnig
Standort 2
    sonnig bis halbschattig
Amorpha canescens - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Amorpha canescens - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

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.... geht natürlich auch in der Gärtnerei. Bitte vorher per Mail anfragen, da wir keine regulären Öffnungszeiten haben.

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