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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Der heute botanisch akzeptierte Name lautet Symphyotrichum novae-angliae ‘Büchter Nacht’; im Gartenbau wird die Sorte weiterhin meist als Aster novae-angliae ‘Büchter Nacht’ angeboten. Sie gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Die Wildart stammt aus Nordamerika und ist von Kanada bis in weite Teile der USA verbreitet. Dort wächst sie vor allem in sonnigen, eher frischen Prärien und Wiesen, an Waldrändern sowie in der Nähe von Gewässern. Der deutsche Name Raublattaster bezieht sich auf die deutlich raue Behaarung von Blättern und Stängeln.
Wuchs und Blätter
‘Büchter Nacht’ ist eine kräftige, horstbildende Staude mit straff aufrechten, im oberen Bereich verzweigten Trieben. Abhängig von Boden und Wasserversorgung erreicht sie etwa 150 bis 180 Zentimeter Höhe und rund 70 bis 100 Zentimeter Breite.
Die schmal lanzettlichen, leicht stängelumfassenden Blätter sind mittel- bis dunkelgrün und auf beiden Seiten rau behaart. Im Verlauf des Sommers können die unteren Stängelpartien verkahlen. Das ist bei hohen Raublattastern normal und lässt sich durch eine passende Vorpflanzung elegant kaschieren.
Auf sehr nährstoffreichen Böden können die langen Triebe etwas auseinanderfallen. Eine zurückhaltende Düngung und ausreichend Sonne fördern einen stabileren Aufbau.
Blüte
Die Blüte beginnt meist im September und erreicht ihren Höhepunkt im Oktober. Bei milder Herbstwitterung können sich bis in den November hinein weitere Blütenköpfe öffnen.
Die schmalen Zungenblüten sind tief dunkelviolett mit einem deutlich blauen Unterton. Ihre gelbe Mitte bildet einen kräftigen Kontrast. Je nach Licht und Entwicklungsstadium wirkt die Farbe einmal violetter, einmal nahezu dunkelblau – ganz schwarz wird die „Nacht“ also nicht, aber sie gibt sich redlich Mühe.
Die zahlreichen Blüten sitzen in verzweigten, lockeren Blütenständen an den Triebspitzen. Unter den dunkel gefärbten Raublattastern gehört ‘Büchter Nacht’ zu den besonders intensiv wirkenden Auslesen.
Früchte
Nach der Blüte entstehen kleine, trockene Schließfrüchte mit einem haarigen Pappus. Sie besitzen keinen besonderen Zierwert. Zur sortenechten Vermehrung wird ‘Büchter Nacht’ geteilt oder über Stecklinge vermehrt; Sämlinge können in Wuchs und Blütenfarbe von der Mutterpflanze abweichen.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
„Büchter“ verweist auf den Ort Büchten in Niedersachsen, während „Nacht“ die ungewöhnlich dunkle Blütenfarbe beschreibt.
In der deutschen Staudenszene wird die Auslese der Staudengärtnerin Christina Macke zugeschrieben, deren Gärtnerei in Büchten liegt. Eine förmliche Sortenregistrierung oder ausführliche Züchterbeschreibung ließ sich bislang nicht nachweisen; die Zuordnung beruht daher auf der gärtnerischen Überlieferung.
Raublattastern wurden bereits früh aus Nordamerika nach Europa eingeführt. Schon im 18. und frühen 19. Jahrhundert wurden verschiedene nordamerikanische Astern in europäischen Gärten kultiviert. Aus ihnen entstand später ein umfangreiches Sortiment unterschiedlich hoher und verschiedenfarbiger Gartenauslesen.
Standort und Pflege
Optimal ist ein vollsonniger Standort mit tiefgründigem, humosem und gleichmäßig frischem Boden. Kurzzeitige Trockenheit wird von eingewachsenen Pflanzen vertragen, länger anhaltender Wassermangel kann jedoch zu kahlen unteren Stängeln, kleineren Blütenständen und nachlassender Standfestigkeit führen.
Staunässe sollte ebenso vermieden werden wie eine übermäßige Stickstoffdüngung. Eine Gabe Kompost oder organischer Langzeitdünger im Frühjahr ist in normalem Gartenboden ausreichend.
Die abgestorbenen Triebe werden im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr bodennah entfernt. Zu groß gewordene Horste lassen sich im Frühjahr teilen und neu aufpflanzen.
Soll die Pflanze niedriger und stärker verzweigt bleiben, können die Triebe bis spätestens Anfang oder Mitte Juni um etwa ein Drittel eingekürzt werden. Dadurch verschiebt sich die Blüte allerdings etwas nach hinten – bei einer ohnehin späten Sorte sollte man mit der Schere also nicht bis zum Hochsommer philosophieren.
Klimatische Aspekte
WHZ: etwa 4–8
‘Büchter Nacht’ ist sehr frosthart und für kalte Winter gut geeignet. Wichtiger als Winterschutz ist während warmer, trockener Sommer eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit.
Praxistipp
Durch ihre Höhe gehört ‘Büchter Nacht’ in den mittleren bis hinteren Bereich eines Staudenbeetes. Niedrigere Begleitstauden verdecken die später häufig kahlen Stängelbasen, während aufrechte Gräser die dunkle Blütenfarbe wirkungsvoll aufnehmen.
Besonders schön wirkt die Sorte neben hellen Gräsern, weißen Herbstastern, Sonnenbraut, hohem Wiesenknopf oder gelb blühenden Stauden. Auf guten, nicht überdüngten Böden bleibt sie meist ausreichend stabil; an windoffenen Standorten kann eine unauffällige Stütze sinnvoll sein.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
lila
Blütezeit
-
September
Früchte
Besonderes
Boden
-
normal
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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