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Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Beesia calthifolia ist eine seltene, immergrüne Schattenstaude aus China und gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Die Gattung Beesia wurde erst Anfang des 20. Jahrhunderts wissenschaftlich beschrieben. Der Name geht auf die Gärtnerei Bees of Chester zurück. Der Artname calthifolia verweist auf die an Caltha erinnernden Blätter.
Die taxonomische Geschichte der Gattung ist komplex: Im Handel sind die beiden Arten (calthyfolia und deltophylla) aus China oft miteinander vermischt und oft nicht eindeutig zugeordnet werden.
Robbie Blackhall-Miles, Pflanzenzüchter bei Crûg Farm Plants schreibt dazu: Der Pflanzenzüchter und Inhaber der Baumschule Bees of Chester, Arthur Kiplin Bulley, hatte den Pflanzenjäger George Forrest angeheuert, um auf der Suche nach neuen Pflanzen für den britischen Anbau nach China zu reisen. In China fand er eine neue Pflanze in der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculus). Die Pflanze passte in keine zuvor bekannte Gattung, daher wurde sie 1915 von Sir Andrew Balfour und seinem Assistenten Sir William Wright Smith nach der Gärtnerei Beesia cordata (jetzt Beesia calthifolia ) genannt. Wenig später entdeckte Frank Kingdon Ward eine zweite Beesia-Art in Burma, die den Namen Beesia deltophylla erhielt . Sehr ähnlich zu B. calthifolia, diese Pflanze hat nur etwa 15 Zähne auf jeder Seite ihres Blattes im Gegensatz zu B. calthifolia 's 50, und es fehlt die interessante Textur in ihren Blättern. Bis heute werden die beiden Arten in der Kultur verwechselt.
Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte
Beesia calthifolia wächst horstig, flach und eher langsam. Die glänzenden, rundlich-herzförmigen Blätter sind gezackt, stark gerunzelt und tief geädert. Charakteristisch ist die rötliche Grundfärbung mit hellen Blattadern, die dem Laub einen außergewöhnlichen Zierwert verleiht. Im Herbst färben sich die Blätter häufig in intensive Rot- bis Bronzetöne.
Über einen langen Zeitraum erscheinen an hohen, schlanken Stängeln zahlreiche winzig kleine, weiße Blüten, die locker über dem Laub schweben und einen feinen Kontrast zum kräftigen Blattwerk bilden.
Besonderheit / Verwendung in der Heimat / Kulturgeschichte
Beesia ist eine botanisch junge Gattung und bis heute wenig verbreitet. Die Abgrenzung der beiden Arten B. calthifolia und B. deltophylla ist schwierig. Nach Angaben von Robbie Blackhall-Miles (Crûg Farm Plants) unterscheidet sich B. deltophylla vor allem durch deutlich weniger Blattzähne (ca. 15 pro Seite gegenüber etwa 50 bei B. calthifolia) sowie durch das Fehlen der stark strukturierten Blatttextur. In der Kultur werden beide Arten jedoch häufig falsch oder gar nicht unterschieden.
Standort & Pflege
Bevorzugt werden humose, gleichmäßig feuchte Böden im Halbschatten bis Schatten. Ideal sind kühle Gartenecken, etwa mit Ost- oder Nordostausrichtung. Der Boden sollte niemals vollständig austrocknen, Staunässe jedoch vermeiden. Eine Mulchschicht aus Laub oder Kompost ist sehr förderlich.
Klimatische Aspekte
Winterhart bis etwa Zone 6. In sehr exponierten Lagen ist ein leichter Winterschutz sinnvoll, insbesondere bei Kahlfrost.
Praxistipp
Eine hervorragende Blattschmuckstaude für schattige Waldgärten, unter Gehölzen oder in kühlen Innenhöfen. Besonders schön wirkt Beesia calthifolia in Kombination mit Farnen, Helleborus, Trillium oder anderen ruhigen Schattenstauden, die ihr außergewöhnliches Laub nicht überdecken.
Abgrenzung von Beesia calthifolia und Beesia deltophylla
Die beiden bekannten Arten der Gattung Beesia sind sich im Habitus sehr ähnlich und werden in Kultur seit über hundert Jahren regelmäßig verwechselt. Eine sichere Unterscheidung ist jedoch möglich, wenn man mehrere Merkmale gemeinsam betrachtet.
Beesia calthifolia
Diese Art besitzt große, rundlich-herzförmige Blätter mit sehr vielen, feinen Zähnen am Blattrand – häufig 40–60 Zähne pro Blattseite. Die Blattoberfläche ist stark strukturiert, deutlich gerunzelt und tief geädert, was dem Laub eine fast ledrig-plastische Wirkung verleiht.
Die Blattfärbung zeigt oft rötliche bis bronzefarbene Töne, besonders im Austrieb und im Herbst, wobei die hellen Blattadern stark kontrastieren. Insgesamt wirkt die Pflanze kräftiger, texturreicher und dekorativer im Laub.
Beesia deltophylla
Die Blätter sind schmaler und eher dreieckig bis deltoid geformt. Charakteristisch ist die deutlich geringere Zahl an Blattzähnen, meist nur etwa 10–20 pro Blattseite.
Die Blattoberfläche ist glatter, mit weniger ausgeprägter Runzelung und geringerer Tiefenstruktur. Die Färbung bleibt überwiegend gleichmäßig grün, mit deutlich schwächer ausgeprägten rötlichen Tönen und ohne den starken Aderkontrast von B. calthifolia. Insgesamt wirkt die Art ruhiger und weniger plastisch.
Blüte (beide Arten)
Die Blüten sind bei beiden Arten nahezu identisch: klein, weiß, zahlreich und über einen langen Zeitraum an dünnen, aufrechten Stängeln erscheinend. Die Blüte ist kein verlässliches Unterscheidungsmerkmal.
Zusammenfassend entscheidende Unterscheidungsmerkmale
Die Blattform, die Zahl der Blattzähne und die Blatttextur sind die wichtigsten Kriterien.
Stark gezähnt, stark gerunzelt, kontrastreich → Beesia calthifolia
Weniger gezähnt, glatter, ruhiger → Beesia deltophylla
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
cremeweiß
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
dekoratives Laub
Boden
-
humos
-
feucht
-
durchlässig
Standort
-
halbschattig
-
schattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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