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Belamcanda chinensis - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Belamcanda chinensis - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Leopardenblume

Iris domestica (Belamcanda chinensis)

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
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Wesentliches Merkmal
    Staude

4.8 (50 reviews)

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Die Leopardenblume ist eine sommerblühende, rhizombildende Staude aus der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Der heute überwiegend akzeptierte botanische Name lautet Iris domestica. Die frühere Bezeichnung Belamcanda chinensis ist ein Synonym, wird im Pflanzenhandel und in der Gartenliteratur jedoch weiterhin häufig verwendet.

Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht vom Himalaya über weite Teile Chinas und Südostasiens bis nach Korea, Japan, in den russischen Fernen Osten und auf die Philippinen. Da die Art seit langer Zeit kultiviert wird, sich leicht aus Samen vermehrt und an früheren Pflanzstellen ausdauern kann, lässt sich bei manchen Vorkommen nicht mehr sicher unterscheiden, ob sie ursprünglich oder verwildert sind.

Besiedelt werden unter anderem Grasland, Wiesen, offene Gebüsche, Waldlichtungen, felsige Hänge, Wegränder und andere sonnige bis licht beschattete Standorte. In China kommt die Art vom Tiefland bis in Höhenlagen von etwa 2.200 Metern vor.

Der deutsche Name Leopardenblume bezieht sich auf die dunkle Sprenkelung der Blüten. Die ebenfalls verwendete Bezeichnung Brombeerlilie geht auf die glänzend schwarzen Samen zurück, die nach dem Öffnen der Kapseln wie kleine Brombeeren angeordnet erscheinen. Mit echten Lilien ist die Pflanze jedoch nicht näher verwandt.

Wuchs und Blätter

Iris domestica wächst aufrecht und bildet aus kurzen, hellbraunen Rhizomen mit der Zeit lockere Horste. Das Laub erreicht gewöhnlich etwa 30 bis 60 Zentimeter Höhe. Die schlanken, verzweigten Blütenstängel werden meist 60 bis 90 Zentimeter hoch. Auf nährstoffreichen, ausreichend feuchten Böden können sie einen Meter überschreiten; für wild wachsende Pflanzen werden sogar Höhen bis etwa 1,5 Meter angegeben.

Die grundständigen Blätter stehen zweizeilig in flachen Fächern. Sie sind schmal, schwertförmig und meist 20 bis 60 Zentimeter lang sowie etwa 2 bis 4 Zentimeter breit. Durch diese Anordnung erinnert die Pflanze bereits vor der Blüte deutlich an eine Schwertlilie.

Im Herbst zieht das Laub ein. Die trockenen Blütenstängel können mit ihren geöffneten Fruchtkapseln noch bis in den Winter erhalten bleiben.

Blüte

Die Blütezeit beginnt in Mitteleuropa gewöhnlich im Juli und reicht bis August, bei entsprechender Witterung vereinzelt bis in den September. An den verzweigten Stängeln entwickeln sich nacheinander zahlreiche Blütenknospen.

Die schalenförmigen Blüten werden etwa 3 bis 5 Zentimeter breit. Sie besitzen sechs annähernd gleich große, ausgebreitete Blütenhüllblätter. Bei der typischen Form sind diese orange bis rötlich orange gefärbt und mit dunkelroten bis kastanienbraunen Punkten oder kleinen Flecken übersät. Daneben existieren gelblich blühende und schwächer gezeichnete Formen.

Eine einzelne Blüte bleibt meist nur einen Tag geöffnet. Da sich fortlaufend neue Knospen entfalten, erstreckt sich die Blüte des gesamten Horstes dennoch über mehrere Wochen. Nach dem Verblühen rollen sich die Blütenhüllblätter häufig auffällig korkenzieherartig zusammen.

Früchte

Nach der Blüte entstehen länglich birnenförmige, etwa 2,5 bis 3 Zentimeter lange Fruchtkapseln. Sie verfärben sich bei der Reife von Grün zu Braun und öffnen sich anschließend in drei Teilen.

Im Inneren sitzen rundliche, etwa fünf Millimeter große, glänzend schwarze Samen. Sie bleiben nach dem Öffnen zunächst dicht auf den Samenleisten angeordnet und erinnern dadurch an eine kleine Brombeere. Es handelt sich jedoch nicht um fleischige Beeren, sondern um offenliegende Samen einer trockenen Kapselfrucht.

Die Samenstände können mehrere Monate an der Pflanze verbleiben und auch nach dem Einziehen des Laubes noch auffallen. Sie eignen sich zudem für trockene Sträuße. Unter günstigen Bedingungen sät sich die Art im Garten selbst aus, ohne dabei gewöhnlich schwer beherrschbare Bestände zu bilden.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

Die frühere Gattung Belamcanda umfasste nur diese eine Art. Aufgrund molekulargenetischer Untersuchungen sowie Übereinstimmungen bei Chromosomen und Blütenmerkmalen wurde sie 2005 in die Gattung Iris eingegliedert. Da der Name Iris chinensis bereits anderweitig vergeben war, erhielt die Art den Namen Iris domestica.

Die ungewohnte Verbindung aus irisähnlichem Laub, annähernd gleichförmig ausgebreiteten Blütenhüllblättern und glänzend schwarzen Samen erklärt, weshalb die Pflanze botanisch lange eine Sonderstellung einnahm. Im Gartenhandel hält sich der Name Belamcanda ausgesprochen hartnäckig – botanische Namensänderungen erreichen Pflanzenetiketten bekanntlich häufig erst einige Jahrzehnte später.

In China ist die Pflanze unter dem Namen „She Gan“ bekannt. Ihre getrockneten Rhizome besitzen eine lange Geschichte in der traditionellen chinesischen Medizin und werden auch in der chinesischen Arzneibuchtradition geführt. Diese überlieferte Verwendung ist kulturgeschichtlich zu verstehen und keine Empfehlung zur eigenen medizinischen Nutzung. Pflanzenteile sollten nicht ohne entsprechende Fachkenntnis verwendet oder verzehrt werden.

Standort und Pflege

Geeignet ist ein sonniger bis leicht halbschattiger Standort. In voller Sonne bleiben die Pflanzen meist kompakter und bilden besonders zuverlässig Blüten. In lichtem Halbschatten können die Stängel länger und weniger standfest werden.

Der Boden sollte humos bis mäßig nährstoffreich und vor allem gut durchlässig sein. Sandige und lehmige Substrate werden ebenso vertragen wie mäßig tonhaltige Böden, sofern überschüssiges Wasser abziehen kann. Der pH-Wert darf schwach sauer, neutral oder mäßig alkalisch sein.

Während der Wachstums- und Blütezeit ist eine gleichmäßige, mäßige Bodenfeuchtigkeit günstig. Eingewachsene Pflanzen überstehen vorübergehende Trockenperioden gut, bleiben auf sehr trockenen und mageren Böden jedoch meist kleiner. Bei anhaltender Sommertrockenheit kann das Laub vorzeitig braune Spitzen entwickeln.

Problematischer als sommerliche Trockenheit ist anhaltende Nässe im Winter. In verdichteten, dauerhaft nassen Böden können Rhizome und Pflanzenbasis faulen. Schwere Böden sollten deshalb durch eine geeignete Pflanzplatzwahl oder eine mineralische Drainageschicht verbessert werden.

Eine starke Düngung ist nicht notwendig. Zu nährstoffreiche Böden fördern lange, weichere Blütenstängel, die bei Wind oder kräftigem Regen auseinanderfallen können.

Die Vermehrung erfolgt durch Teilung älterer Horste im Frühjahr oder frühen Herbst sowie durch Aussaat. Da einzelne Pflanzen mitunter nur einige Jahre ausdauern, trägt eine gelegentliche Selbstaussaat dazu bei, den Bestand dauerhaft zu erhalten. Soll dies vermieden werden, werden die Fruchtstände vor der Samenreife entfernt.

Klimatische Aspekte

Iris domestica wird von nordamerikanischen Gartenquellen überwiegend den USDA-Winterhärtezonen 5 bis 10 zugeordnet. Ausgepflanzte Exemplare überstehen damit wesentlich niedrigere Temperaturen, als die häufig wiederholte Angabe Zone 8–10 vermuten lässt. Aus Wisconsin wird ein zuverlässiges Überwintern und Blühen sogar für Zone 5a beschrieben.

In Mitteleuropa kann die Art daher in den meisten Regionen dauerhaft ausgepflanzt werden. Ein allgemeiner Winterschutz ist bei eingewachsenen Pflanzen nicht erforderlich. In sehr kalten Lagen kann eine lockere Abdeckung im ersten Standjahr sinnvoll sein, sie darf jedoch keine Feuchtigkeit am Rhizom festhalten.

Die entscheidende Voraussetzung für eine gute Überwinterung ist ein durchlässiger Boden. Besonders gefährdet sind Pflanzen auf schweren, im Winter vernässten Standorten. Bei dieser Staude entscheidet über den Wintererfolg somit häufig weniger das Thermometer als der Wasserabzug.

Sommerliche Wärme wird gut vertragen. Nach dem Einwurzeln kommt die Pflanze auch mit zeitweiliger Trockenheit zurecht. Für eine lange Blüte und kräftige Samenstände ist während ausgeprägter Hitzeperioden eine gelegentliche gründliche Wassergabe dennoch günstig.

Praxistipp

Die Leopardenblume eignet sich für sonnige Staudenrabatten, Kiesbeete, steppenartige Pflanzungen und Kombinationen mit locker wachsenden Gräsern. Da die einzelnen Blüten und später die schwarzen Samen besonders aus der Nähe wirken, sollte sie nicht vollständig hinter kräftigen Stauden verschwinden.

In kleinen Gruppen kommen sowohl die nacheinander erscheinenden Blüten als auch die späteren Samenstände gut zur Geltung. Wer eine Selbstaussaat wünscht, lässt einige Kapseln ausreifen. Für einen ordentlicheren Bestand werden die übrigen Stängel nach der Blüte entfernt.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    orange

Blütezeit

Blütezeit
    Juli

Früchte

Besonderes

Boden

Boden 1
    trocken

Standort

Standort 1
    sonnig
Belamcanda chinensis - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Belamcanda chinensis - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

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