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Berberis koreana - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Koreanische Berberitze

Berberis koreana

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
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Wesentliches Merkmal
    Strauch

4.8 (50 reviews)

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

B

Berberis koreana, die Koreanische Berberitze, ist ein sommergrüner Strauch aus der Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae). Die Art ist auf der Koreanischen Halbinsel heimisch und gilt als koreanischer Endemit.

Sie kommt vor allem in hellen Gebüschen, an Gehölzrändern, in Heckenstrukturen und in offenen Bereichen der Berglandschaften vor. Bereits der englische Pflanzenreisende James Herbert Veitch, der Korea 1892 besuchte, berichtete, dass die Art dort stellenweise zahlreich in Hecken anzutreffen sei.

Der russische Botaniker Iwan Palibin beschrieb die Art 1899 wissenschaftlich. Sowohl der botanische Artname koreana als auch der deutsche Name Koreanische Berberitze verweisen unmittelbar auf ihr Herkunftsgebiet.

Wuchs und Blätter

Der sommergrüne Strauch wächst aufrecht, breit buschig und dicht verzweigt. Er bildet zahlreiche Triebe aus der Basis und kann sich im Laufe der Jahre durch Wurzelausläufer verbreitern. Gewöhnlich erreicht er etwa 1,2 bis 1,8 Meter Höhe. Kräftige ältere Exemplare können ungefähr 2 Meter hoch und ähnlich breit werden.

Die jungen Triebe sind rötlich bis rötlich braun, kahl und häufig deutlich gefurcht. An ihnen sitzen zahlreiche Dornen. Diese können einfach, drei- oder fünfteilig sein. Besonders an kräftigen jungen Trieben entstehen mitunter ungewöhnlich breite, abgeflachte und beinahe blattartig wirkende Dornfortsätze. Diese auffällige Bedornung gehört zu den charakteristischen Merkmalen der Art.

Die wechselständig stehenden Blätter werden etwa 2,5 bis 7 Zentimeter lang. Sie sind verkehrt-eiförmig, elliptisch bis breit oval und besitzen meist eine abgerundete Spitze. Zur Basis hin verjüngt sich die Blattspreite in einen kurzen Stiel. Der Blattrand ist unregelmäßig fein bis dornig gezähnt.

Die Blattoberseite ist im Sommer frisch- bis dunkelgrün, die Unterseite etwas heller und häufig graugrün. Auffällig ist die kräftige Nervatur, die besonders auf der Blattunterseite hervortritt.

Im Herbst kann sich das Laub intensiv rot, scharlachrot bis dunkel purpurrot verfärben. Am deutlichsten entwickelt sich diese Färbung an sonnigen Standorten sowie nach kühlen Herbstnächten. Je nach Witterung und Standort kann die Ausprägung von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein.

Blüte

Die Blütezeit beginnt gewöhnlich im Mai und kann bis in den Juni reichen. Die kleinen gelben Einzelblüten stehen in lockeren, herabhängenden Trauben. Diese werden meist etwa 5 bis 10 Zentimeter lang und können die Zweige während der Blüte zahlreich besetzen.

Die Blütenstiele sind schlank und beweglich, sodass die Trauben leicht unterhalb der belaubten Zweige hängen. Vor dem grünen bis leicht rötlich überhauchten Austrieb sind sie besonders deutlich zu erkennen.

Früchte

Aus den Blüten entwickeln sich zahlreiche kleine Beeren, die gewöhnlich im September oder Oktober ausreifen. Sie verfärben sich von Grün über Gelblichrot zu leuchtend rot oder dunkelrot und bleiben bei günstiger Witterung bis weit in den Winter hinein am Strauch.

Die Fruchtform ist innerhalb der Art nicht vollständig einheitlich. Typische Wildpflanzen besitzen rundliche bis kurz eiförmige, ungefähr 6 bis 8 Millimeter große Beeren. Daneben kommen Pflanzen mit deutlich elliptischen bis länglichen Früchten vor.

Solche Pflanzen wurden früher als Berberis koreana var. ellipsoidea beschrieben. Diese Varietät wird heute als Synonym von Berberis koreana behandelt. Die unterschiedliche Fruchtform gilt damit als Teil der natürlichen Variationsbreite der Art.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

Besonders ungewöhnlich ist die variable Bedornung. An schwächeren Zweigen können einfache oder schmale mehrteilige Dornen entstehen, während kräftige Jungtriebe mitunter breite, abgeflachte und fast blattartig wirkende Dornsegmente tragen. Frühere Dendrologen verglichen diese Form sogar mit der Bedornung einiger südamerikanischer Berberitzen.

Auch die unterschiedliche Fruchtform führte zu mehreren botanischen Namen. Neben der ehemaligen Varietät ellipsoidea wurde eine schmalblättrige Form als Berberis koreana var. angustifolia beschrieben. Beide werden heute nicht mehr als eigenständige Varietäten anerkannt.

In die westliche Gartenkultur gelangte die Art spätestens zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In den 1920er-Jahren wurde koreanisches Pflanzenmaterial durch das amerikanische Landwirtschaftsministerium eingeführt und weiterverteilt. Geschätzt wurde der Strauch vor allem wegen seiner Frosthärte, der kräftigen Herbstfärbung und der lange haftenden roten Früchte.

Eine bekannte Gartenauslese ist ‘Red Tears’. Sie besitzt bogig überhängende Zweige und besonders auffällige, lange Fruchttrauben. Eigenschaften dieser Sorte sollten jedoch nicht ungeprüft auf sämtliche Pflanzen der Art übertragen werden.

Standort und Pflege

Geeignet ist ein sonniger bis halbschattiger Standort. In voller Sonne wächst die Koreanische Berberitze gewöhnlich besonders dicht und entwickelt eine kräftige Herbstfärbung. Auch Blüten- und Fruchtbildung fallen dort meist reichlicher aus. Halbschatten wird gut vertragen, bei stärkerer Beschattung bleibt der Strauch jedoch lockerer und färbt sich im Herbst weniger intensiv.

An den Boden stellt die Art nur geringe Ansprüche. Sie wächst auf sandigen, lehmigen und auch tonhaltigen Gartenböden, sofern überschüssiges Wasser abziehen kann. Der pH-Wert darf schwach sauer, neutral oder mäßig alkalisch sein.

Günstig ist ein mäßig nährstoffreicher, frischer bis zeitweilig trockener Boden. Eingewachsene Pflanzen vertragen vorübergehende Sommertrockenheit. Junge und frisch gepflanzte Exemplare sollten während längerer Trockenperioden gründlich gewässert werden.

Dauerhaft vernässte oder stark verdichtete Böden sind trotz der allgemeinen Anpassungsfähigkeit ungeeignet. Besonders winterliche Staunässe kann zu Wurzelschäden führen.

Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. Abgestorbene, beschädigte oder ungünstig stehende Zweige können entfernt werden. Soll der Strauch ausgelichtet oder verkleinert werden, können einzelne ältere Triebe nach der Fruchtreife oder im ausgehenden Winter bodennah herausgenommen werden.

Wird unmittelbar nach der Blüte geschnitten, entwickelt die Pflanze im betreffenden Jahr entsprechend weniger Früchte. Bei fruchttragenden Exemplaren ist daher ein Schnitt nach dem Ende des Fruchtschmucks sinnvoller.

Wurzelausläufer können abgestochen werden, wenn sich der Strauch nicht weiter ausbreiten soll. Bei einer Verwendung als breite, frei wachsende Hecke dürfen sie dagegen zum Aufbau einer geschlossenen Pflanzung beitragen.

Klimatische Aspekte

Berberis koreana gehört zu den besonders frostharten ostasiatischen Berberitzen. Nordamerikanische botanische Gärten und Universitätssammlungen führen die Art überwiegend für USDA-Winterhärtezonen 3 bis 7. Damit kann sie unter geeigneten Standortbedingungen Temperaturen unter −30 °C überstehen.

In rauen und kontinental geprägten Regionen ist die Winterkälte meist weniger problematisch als ein verdichteter, nasser Boden. Spätfröste können den jungen Austrieb oder bereits geöffnete Blüten beschädigen, führen bei eingewachsenen Sträuchern jedoch gewöhnlich nicht zu dauerhaften Schäden.

In warmen Regionen sollte der Boden im Sommer nicht vollständig austrocknen. Ein halbschattiger Standort kann dort günstiger sein als eine heiße, nach Süden gerichtete Fläche.

Praxistipp

Die Koreanische Berberitze eignet sich als Solitärstrauch, für größere Gehölzgruppen sowie für breite, frei wachsende Schutz- und Begrenzungshecken. In sonniger Lage kommen die rote Herbstfärbung und der spätere Fruchtbehang besonders gut zur Geltung.

Wegen der kräftigen Dornen sollte ausreichend Abstand zu schmalen Wegen, Sitzplätzen und häufig gepflegten Staudenflächen eingeplant werden. Auch die mögliche Bildung von Ausläufern ist bei der Platzwahl zu berücksichtigen. Als breite Grundstücksbegrenzung ist diese Wehrhaftigkeit ausgesprochen nützlich – unmittelbar neben dem Gartenweg erklärt der Strauch dagegen ziemlich unmissverständlich, wem dort mehr Platz zusteht.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    gelb

Blütezeit

Blütezeit
    April

Früchte

Früchte
  • klein

Besonderes

Besonderes 1
    Hummel und/oder Bienenweide
Besonderes
    Vogelnahrung

Boden

Boden 1
    anspruchslos

Standort

Standort 1
    sonnig bis halbschattig
Berberis koreana - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

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.... geht natürlich auch in der Gärtnerei. Bitte vorher per Mail anfragen, da wir keine regulären Öffnungszeiten haben.

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