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Siebolds Berberitze

Berberis sieboldii

Hersteller: Herrenkamper Gärten

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Wesentliches Merkmal
    Kleiner Strauch

4.8 (50 reviews)

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Berberis sieboldii, Siebolds Berberitze, ist eine sommergrüne Berberitzenart aus Japan. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt im zentralen und südlichen Honshū sowie auf Kyūshū. Dort wächst sie vor allem an offenen Rändern nährstoffarmer Feuchtgebiete und auf anderen feuchten, eher mageren Standorten.

Der heute anerkannte botanische Name lautet ausschließlich Berberis sieboldii. Die gelegentlich anzutreffende Bezeichnung Berberis sieboldiana ist in den maßgeblichen botanischen Datenbanken nicht als gültiger Name oder Synonym verzeichnet.

Beschrieben wurde die Art 1865 durch den niederländischen Botaniker Friedrich Anton Wilhelm Miquel. Das für die Beschreibung verwendete Pflanzenmaterial war von japanischen Botanikern gesammelt und Philipp Franz von Siebold übergeben worden. Der Artname ehrt somit Siebold, bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass er die Pflanze selbst gesammelt hat.

Wuchs und Blätter

Der sommergrüne Strauch wächst dicht verzweigt und rundlich und bleibt gewöhnlich etwa 60 bis 100 Zentimeter hoch. Ältere Pflanzen können ungefähr 1,2 Meter erreichen. Durch langsam entstehende Wurzelausläufer entwickelt sich mit der Zeit ein etwas breiterer, vieltriebiger Strauch.

Die rötlich bis graubraunen Zweige tragen zahlreiche dünne, scharfe Dornen. Die Blätter sind schmal verkehrt-eiförmig bis oval und besitzen einen fein borstig gezähnten Rand. Der junge Austrieb kann rötlich oder purpurfarben gezeichnet sein, bevor sich die Blätter frisch- bis dunkelgrün färben.

Im Herbst zeigt die Art eine auffällige Färbung in Orange-, Rot- und Scharlachtönen. Besonders kräftig fällt sie an sonnigen Standorten aus.

Blüte

Im Frühjahr, meist im April oder Mai, erscheinen kleine, blass- bis kräftig gelbe Blüten. Sie stehen einzeln oder zu wenigen in kurzen, leicht überhängenden, doldenähnlichen Trauben.

Die Blüte wirkt nicht so üppig wie bei manchen größeren Berberitzen. Ihr Reiz liegt vielmehr im Kontrast zwischen den gelben Blüten, dem rötlich gezeichneten jungen Laub und den feinen, rotbraunen Zweigen.

Früchte

Aus den Blüten entwickeln sich kleine, annähernd kugelige Beeren von etwa fünf bis sieben Millimetern Größe. Sie reifen im Herbst gelblich rot bis leuchtend rot und besitzen eine ungewöhnlich glatte, stark glänzende Oberfläche.

In der älteren englischen Gehölzliteratur werden die Früchte treffend als „wie glasiert“ beschrieben. Groß sind sie zwar nicht – diesen Lorbeer müssen sie leider abgeben –, aber durch ihren lackartigen Glanz fallen sie zwischen dem herbstlich gefärbten Laub deutlich auf.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

Außerhalb botanischer Sammlungen und spezialisierter Gehölzsortimente wird Berberis sieboldii nur selten angeboten. Dabei ist sie mit ihrem niedrigen Wuchs, den rötlichen Zweigen, der kräftigen Herbstfärbung und den glänzenden Früchten eine interessante Alternative zu den häufiger gepflanzten Berberitzen.

Besonders einprägsam ist ihr japanischer Name Hebinoborazu. Sinngemäß bedeutet er „wo selbst eine Schlange nicht hinaufklettern kann“ und bezieht sich auf die zahlreichen scharfen Dornen. Eine deutliche Warnung, sehr hübsch in einen Pflanzennamen verpackt.

Die Art kommt in Japan nur regional vor und wird in mehreren regionalen Roten Listen geführt. Im Roten Datenbuch der Präfektur Kyōto gilt sie aufgrund des Rückgangs ihrer nährstoffarmen Feuchtstandorte als gefährdet.

Standort und Pflege

Geeignet sind sonnige bis halbschattige Standorte. In voller Sonne wachsen die Pflanzen meist kompakter und entwickeln eine intensivere Herbstfärbung. Halbschatten wird vertragen, sehr dunkle Standorte führen jedoch zu einem lockereren Wuchs.

Der Boden sollte durchlässig, mäßig nährstoffreich und frisch bis mäßig feucht sein. Normale sandige oder lehmige Gartenböden sind geeignet. Obwohl eingewurzelte Pflanzen vorübergehende Trockenheit vertragen, sollte die Art nicht als ausgesprochenes Trockengehölz eingeplant werden. Längere sommerliche Austrocknung kann zu vorzeitigem Blattfall führen.

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Trockene oder ungünstig stehende Zweige können im ausgehenden Winter entfernt werden. Soll der Strauch stärker begrenzt werden, lassen sich einzelne ältere Triebe bodennah herausnehmen. Unerwünschte Ausläufer können im Frühjahr abgestochen werden.

Klimatische Aspekte

WHZ: 5–8

Berberis sieboldii gilt als gut winterhart und eignet sich für weite Teile Mitteleuropas. Da der Strauch sommergrün ist und kompakt wächst, treten Winterschäden an etablierten Pflanzen nur selten auf.

Junge oder frisch gepflanzte Exemplare profitieren im ersten Winter von einer leichten Mulchauflage. In sommerheißen Regionen ist eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit wichtiger als zusätzlicher Winterschutz.

Praxistipp

Aufgrund ihres niedrigen Wuchses eignet sich Berberis sieboldii für kleine Gärten, Japangärten, niedrige Gehölzgruppen und den sonnigen Rand größerer Pflanzungen. Auch als ungewöhnlicher Solitär in einem großzügigen Steingarten kommt sie gut zur Geltung.

Am schönsten ist ein Platz, an dem Herbstlaub und Früchte aus der Nähe betrachtet werden können. Unmittelbar an schmale Wege sollte der Strauch wegen seiner Dornen allerdings nicht gesetzt werden – der japanische Name kommt schließlich nicht von ungefähr.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    gelb

Blütezeit

Blütezeit
    April, Mai

Früchte

Früchte
  • klein

Besonderes

Besonderes 1
    herrliche Herbstfärbung
Besonderes
    Insektenfreundlich

Boden

Boden 1
    anspruchslos

Standort

Standort 1
    sonnig
Standort 2
    lichter Schatten
Standort
    trockentolerant
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Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

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