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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Betula nana, die Zwergbirke, ist ein sommergrüner Kleinstrauch aus der Familie der Birkengewächse. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht von Grönland und Nordeuropa bis nach Westsibirien. Weiter südlich kommt sie vor allem in kühlen Gebirgslagen vor.
Die Zwergbirke wächst im Fjell, in der Tundra, in Mooren und auf subarktischen Heiden. Ihr deutscher Name und das lateinische Artepitheton nana beziehen sich auf den niedrigen, häufig bodennahen Wuchs.
Wuchs und Blätter
Der dicht verzweigte Strauch wächst niedrig, breit ausladend und teilweise mattenartig. Meist erreicht er etwa 30 bis 70 Zentimeter Höhe; an geeigneten Standorten kann er annähernd einen Meter hoch werden. Die niederliegenden bis aufsteigenden Zweige können bei Bodenkontakt Wurzeln bilden.
Die rundlichen bis nierenförmigen Blätter werden gewöhnlich etwa 5 bis 15 Millimeter lang. Sie besitzen einen grob gekerbten bis fein gezähnten Rand und eine leicht glänzende, mittel- bis dunkelgrüne Oberfläche. Im Herbst verfärbt sich das Laub kräftig gelb, orangegelb bis rötlich.
Blüte und Früchte
Im Frühjahr erscheinen mit dem Laubaustrieb kleine, braune bis gelblich braune Kätzchen. Männliche und weibliche Blüten stehen in getrennten Kätzchen, befinden sich jedoch an derselben Pflanze.
Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich aufrechte, ungefähr einen Zentimeter lange Fruchtkätzchen. Darin sitzen zahlreiche sehr kleine, schmal geflügelte Nussfrüchte, die im Spätsommer und Herbst reifen.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Carl von Linné begegnete der Zwergbirke 1732 während seiner Reise durch Lappland. Die wissenschaftliche Beschreibung unter dem bis heute anerkannten Namen Betula nana veröffentlichte er 1753.
Die Art kann ungewöhnlich alt werden. An einem Stamm aus Südostgrönland wurden 147 Jahresringe gezählt. Da sich niederliegende Zweige bewurzeln und eigenständig weiterwachsen können, dürften manche Pflanzenverbände noch wesentlich älter sein.
Standort und Pflege
Geeignet sind sonnige bis halbschattige, möglichst kühle Standorte. Bevorzugt werden humusreiche, frische bis feuchte und ausreichend durchlässige Böden. Torfige und saure Substrate entsprechen vielen natürlichen Standorten; schwach saure bis neutrale Gartenböden werden ebenfalls vertragen.
Der Boden sollte nicht vollständig austrocknen, zugleich aber auch nicht über längere Zeit vernässt bleiben. Weniger geeignet sind stark verdichtete Lehmböden sowie heiße, trockene Pflanzplätze.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Müssen einzelne Zweige entfernt werden, erfolgt dies am besten während der Ruhezeit vom Spätsommer bis zum frühen Winter.
Klimatische Aspekte
WHZ: 2
Die Zwergbirke ist ausgesprochen frosthart und wird von der Royal Horticultural Society mit H7 bewertet. Strenge Winter bereiten gut eingewurzelten Pflanzen gewöhnlich keine Schwierigkeiten.
Kritischer sind lang anhaltende sommerliche Hitze und ein warmer, austrocknender Wurzelbereich. Eine lockere Mulchauflage hilft, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren und den Boden im Sommer kühl zu halten.
Praxistipp
Die Zwergbirke eignet sich für Moorbeete, Heidegärten, kühl gelegene Steingärten und größere Pflanztröge. In einem stark aufgeheizten, trockenen Steingarten fühlt sich die Pflanze dagegen nicht wohl.
Langfristig sollte ungefähr ein Meter seitlicher Platz eingeplant werden. Niedrige Vaccinium-Arten, Moorheiden, kleine Gräser und Seggen passen zu ihrem feinen, ausladenden Wuchs.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
gelb
Blütezeit
-
April
Früchte
Besonderes
Boden
-
humos
-
toleriert Trockenheit
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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