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Buddleja japonica - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Buddleja japonica - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Japanischer Sommerflieder

Buddleja japonica

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
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Wesentliches Merkmal
    Sommerflieder
Vermehrungshinweis
    in Vermehrung

4.8 (50 reviews)

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Buddleja japonica, der Japanische Sommerflieder, ist ein sommergrüner Strauch aus der Familie der Braunwurzgewächse (Scrophulariaceae). Sein natürliches Verbreitungsgebiet ist auf die japanischen Inseln Honshū und Shikoku beschränkt.

Die Art wächst vor allem an sonnigen, steinigen Berghängen, in offenen Gebüschen sowie an hellen Flussufern und in sonnigen Bereichen von Gebirgstälern. Für die natürlichen Vorkommen werden Höhenlagen von etwa 600 bis 1.600 Metern angegeben. Die Standorte sind häufig steinig und gut drainiert, können in der Nähe von Wasserläufen während der Vegetationszeit jedoch durchaus zeitweilig frisch sein.

Der botanische Artname japonica bedeutet „aus Japan stammend“. In Japan heißt die Pflanze Fuji-utsugi beziehungsweise藤空木. Der Namensbestandteil Fuji, „Glyzinie“, bezieht sich auf die violette Farbe und die überhängende Form der Blütenstände. Utsugi wird im Japanischen für verschiedene Sträucher mit markhaltigen beziehungsweise später teilweise hohlen Zweigen verwendet.

Wuchs und Blätter

Der sommergrüne Strauch entwickelt einen lockeren, aufrechten bis bogig überhängenden Wuchs. Er verzweigt sich häufig nur mäßig, bildet aus der Basis aber wiederholt kräftige neue Triebe. Gewöhnlich erreicht er etwa 1 bis 1,5 Meter Höhe und eine ähnliche Breite. An günstigen, wintermilden Standorten sind im Alter auch Höhen um 2 Meter, vereinzelt darüber, möglich.

Besonders charakteristisch sind die jungen Zweige. Sie sind vierkantig und besitzen entlang der Kanten deutlich ausgeprägte, schmale Flügel. Junge Triebe sind zunächst rötlich braun und teilweise mit hellbraunen, sternförmigen Haaren besetzt. Ältere Zweige können sich bogenförmig absenken und mit der Zeit spröde werden.

Die gegenständig angeordneten Blätter sind kurz gestielt, breit lanzettlich bis länglich elliptisch und meist etwa 8 bis 20 Zentimeter lang. Sie laufen in eine lange Spitze aus und besitzen einen unregelmäßig wellig bis grob gezähnten Rand.

Die Blattoberseite ist dunkelgrün und später weitgehend kahl. Die Unterseite ist heller und von einem grauen bis gelblich braunen Filz bedeckt. Durch diesen Farbunterschied wirkt das Laub bei Wind lebhafter, als es die dunkelgrüne Oberseite zunächst vermuten lässt.

Blüte

Die Blütezeit reicht gewöhnlich von Juli bis September. Unter günstigen klimatischen Bedingungen können einzelne Blütenstände bereits im Juni erscheinen oder bis in den Oktober hinein nachfolgen.

Die Blüten stehen am Ende der jungen Triebe in etwa 10 bis 20 Zentimeter langen, mitunter bis ungefähr 30 Zentimeter erreichenden Blütenständen. Diese sind schmal, an der Spitze deutlich überhängend und häufig einseitswendig: Die Einzelblüten sitzen überwiegend auf einer Seite der Blütenstandsachse.

Die zahlreichen kleinen Blüten sind blassviolett, rosaviolett bis lavendelblau gefärbt. Ihre schmale, leicht gebogene Kronröhre wird etwa 1,5 bis 1,8 Zentimeter lang und endet in vier kurzen Kronzipfeln. Die Blüten besitzen einen leichten bis angenehmen Duft, der jedoch weniger kräftig ausfallen kann als bei vielen Sorten von Buddleja davidii.

Durch die einseitswendigen, locker überhängenden Blütenstände unterscheidet sich die Art deutlich von den meist breiteren und kompakteren Blütenrispen des Gewöhnlichen Sommerflieders.

Früchte

Nach der Blüte entstehen zahlreiche eiförmige bis länglich elliptische Kapselfrüchte. Sie werden ungefähr einen Zentimeter lang, färben sich im Herbst braun und öffnen sich bei der Reife in zwei Klappen. Im Inneren befinden sich zahlreiche kleine Samen.

Die Art gilt als ausgesprochen selbstfruchtbar und kann bereits an einzelnen Pflanzen einen starken Fruchtansatz entwickeln. In der Gartenkultur wird beschrieben, dass eine dauerhafte, sehr reiche Samenbildung die vergleichsweise kurzlebigen Sträucher zusätzlich schwächen kann. Werden keine Samen benötigt, können verblühte Blütenstände deshalb vor der vollständigen Fruchtreife entfernt werden.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

Buddleja japonica wurde 1889 vom englischen Botaniker William Botting Hemsley wissenschaftlich beschrieben. In die westliche Gartenkultur gelangte sie gegen Ende des 19. Jahrhunderts; die gezielte Einführung lebender Pflanzen wird gewöhnlich auf das Jahr 1896 datiert.

Der Gattungsname Buddleja erinnert an den englischen Geistlichen und Botaniker Adam Buddle, der von 1662 bis 1715 lebte. Die heute botanisch korrekte Schreibweise lautet Buddleja. Die ebenfalls häufig anzutreffende Schreibweise Buddleia ist eine später entstandene orthografische Variante.

In Japan ist die Art nicht nur wegen ihrer Blüten bekannt. Überliefert ist, dass zerkleinerte Zweige und Blätter früher in Wasser gegeben wurden, um Fische zu betäuben. Darauf bezieht sich auch die Bezeichnung „Fischrauschpflanze“ beziehungsweise „Fischgiftpflanze“, die in japanischen Beschreibungen gelegentlich auftaucht. Als Ursache werden unter anderem enthaltene Saponine genannt.

Die Pflanze gilt daher als giftig und ist nicht zum Verzehr geeignet. Die historische Verwendung sollte keinesfalls nachgeahmt werden – neugierige Goldfische haben schließlich schon genug Probleme.

Standort und Pflege

Geeignet ist ein vollsonniger, warmer und möglichst geschützter Standort. Besonders günstig sind Plätze vor einer nach Süden oder Südwesten gerichteten Mauer, in einem geschützten Innenhof oder zwischen anderen locker stehenden Gehölzen. In leichtem Halbschatten kann die Art ebenfalls wachsen, bleibt dort jedoch häufig lockerer und blüht weniger reich.

Der Boden sollte humos bis mäßig nährstoffreich und vor allem gut durchlässig sein. Sandig-lehmige oder steinig-humose Böden sind gut geeignet. Auf schweren Böden sollte der Wasserabzug verbessert werden, da anhaltende Winternässe die Frostempfindlichkeit zusätzlich erhöht.

Eingewachsene Pflanzen vertragen vorübergehend trockene Phasen. Eine ausgeprägte Trockenheitsverträglichkeit wie bei Gehölzen aus sommerlich trockenen Klimaregionen sollte daraus jedoch nicht abgeleitet werden. Während längerer Hitzeperioden sowie im ersten Standjahr ist eine gründliche Wasserversorgung sinnvoll.

Ein ebenso kräftiger jährlicher Rückschnitt wie bei Buddleja davidii ist nicht zwingend erforderlich. Im Frühjahr sollte zunächst abgewartet werden, welche Triebe wieder austreiben. Erfrorene, abgestorbene oder schwache Zweige werden anschließend entfernt. Zu lange Triebe können auf kräftige Knospen oder einen jungen Seitentrieb zurückgenommen werden.

Gut eingewurzelte Pflanzen können bei Bedarf auch stärker verjüngt werden, da die Art gewöhnlich wieder aus der Basis austreibt. Ein mäßiger Rückschnitt erhält jedoch den charakteristischen lockeren und überhängenden Wuchs besser als ein jährlich sehr tiefer Schnitt.

Wichtiger als ein radikaler Rückschnitt ist das Entfernen verwelkter Blütenstände, sofern keine Samenbildung erwünscht ist. Dadurch wird die Pflanze entlastet und kann ihre Kräfte stärker in neue Triebe investieren.

Klimatische Aspekte

Die Winterhärte von Buddleja japonica wird in den Fachquellen unterschiedlich beurteilt. Trees and Shrubs Online führt die Art für USDA-Zonen 8 bis 9 und mit der RHS-Härtestufe H4, entsprechend ungefähr −10 bis −5 °C. Auch die britische Buddleja-Nationalsammlung beschreibt sie als nicht vollständig winterhart und empfiehlt geschützte Kultur beziehungsweise eine Überwinterung im Topf.

Andere Kulturerfahrungen berichten von Pflanzen, die in Zone 7 aus der geschützten Basis erneut austreiben. Dabei können die oberirdischen Triebe im Winter weitgehend zurückfrieren, ohne dass die Pflanze vollständig verloren ist.

WHZ: 8–9; in Zone 7 nur an einem sehr geschützten, wintertrockenen Standort und mit Abdeckung des Wurzelbereichs.

Für eine dauerhafte Freilandkultur ist ein warmer, windgeschützter Platz entscheidend. Eine lockere Mulchschicht aus Laub oder anderem trockenem organischem Material schützt die Pflanzenbasis. Dauerhaft feuchtes Material sollte nicht unmittelbar um die Triebe angehäuft werden.

Junge Pflanzen sind frostempfindlicher als ältere, gut eingewurzelte Exemplare. Eine Frühjahrspflanzung ist daher günstiger als eine späte Herbstpflanzung. Im Kübel sollte die Pflanze frostfrei bis kühl und hell überwintert werden, da der Wurzelballen wesentlich schneller durchfriert als Gartenboden.

Sommerliche Wärme wird gut vertragen. Entscheidend ist die Verbindung aus Sonne, ausreichender Bodenfeuchtigkeit und gutem Wasserabzug. Ein heißer Standort auf vollkommen austrocknendem Boden kann zu vorzeitigem Blattfall und schwächerem Wachstum führen.

Praxistipp

Buddleja japonica eignet sich für einen geschützten Platz im sonnigen Gehölzrand, in einem Innenhof oder vor einer warmen Mauer. Die locker überhängenden Blütenstände kommen besonders gut zur Geltung, wenn der Strauch nicht zwischen kräftig wachsenden Gehölzen eingeengt wird.

Bei der Pflanzung sollte die Basis einige Zentimeter tiefer beziehungsweise gut mit Erde umgeben stehen, damit nach einem Zurückfrieren neue Bodentriebe entstehen können. In klimatisch unsicheren Regionen ist zunächst eine Kübelkultur sinnvoll.

Die verblühten Rispen sollten regelmäßig entfernt werden. Das hält den Strauch nicht nur optisch ruhiger, sondern verhindert auch, dass er seine ohnehin nicht grenzenlose Lebensenergie vollständig in eine beeindruckende Menge kleiner Samenkapseln investiert.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    violett

Blütezeit

Blütezeit
    Juli

Früchte

Besonderes

Besonderes 1
    Schmetterlings/Falterweide
Besonderes
    Hummel und/oder Bienenweide

Boden

Boden 1
    trocken

Standort

Standort 1
    sonnig
Standort 2
    windgeschützt
Buddleja japonica - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Buddleja japonica - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

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.... geht natürlich auch in der Gärtnerei. Bitte vorher per Mail anfragen, da wir keine regulären Öffnungszeiten haben.

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