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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Herkunft und Einordnung
Cartrema americanum, die Amerikanische Wildolive oder Amerikanische Duftblüte, gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Die Art wurde lange unter dem botanischen Namen Osmanthus americanus geführt und ist deshalb in älterer Gartenliteratur und im Pflanzenhandel häufig noch unter dieser Bezeichnung zu finden.
Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst den Südosten der Vereinigten Staaten und erstreckt sich über Mexiko bis nach Honduras und El Salvador. In Nordamerika kommt sie unter anderem in Florida, Georgia, Alabama, Louisiana, North Carolina, South Carolina und Virginia vor. Besonders charakteristisch ist ihr Vorkommen in den immergrünen Küstenwäldern des amerikanischen Südostens, wo sie häufig gemeinsam mit Eichen, Magnolien und anderen Gehölzen der subtropisch geprägten Waldgesellschaften wächst.
Die Art besiedelt sowohl feuchtere Wälder entlang von Flüssen und Gewässern als auch sandige, teilweise trockenere Standorte im Küstenbereich. Dort wächst sie meist im Unterwuchs lichter Wälder oder entwickelt sich an offenen Stellen zu einem kleinen Baum.
Der Gattungsname Cartrema leitet sich von griechischen Wörtern ab, die sich auf eine Vertiefung im steinigen Inneren der Frucht beziehen. Das Artepitheton americanum verweist auf die amerikanische Herkunft. Die englischen Namen „Wild Olive“ und „American Olive“ beziehen sich auf die Ähnlichkeit der Früchte mit kleinen Oliven. Die Bezeichnung „Devilwood“ entstand dagegen aufgrund des ausgesprochen harten, schwer zu spaltenden Holzes.
Wuchs und Blätter
Cartrema americanum ist ein immergrüner, langsam wachsender Großstrauch oder kleiner Baum mit einer meist aufrechten, locker verzweigten Wuchsform. In seiner natürlichen Heimat erreicht er häufig Höhen von etwa 5–8 m, unter besonders günstigen Bedingungen auch deutlich darüber. Ältere Wildexemplare können bis zu 12–15 m hoch werden.
In mitteleuropäischer Kultur ist mit einem wesentlich langsameren Wachstum und meist geringeren Endhöhen zu rechnen. Die tatsächliche Entwicklung hängt stark vom Standort und insbesondere von den winterlichen Temperaturen ab. Junge Pflanzen wachsen zunächst häufig mehrstämmig und buschig, während ältere Exemplare einen ausgeprägteren Stamm und eine unregelmäßig ovale bis rundliche Krone entwickeln können.
Die gegenständig angeordneten Blätter sind länglich elliptisch bis lanzettlich und erreichen gewöhnlich etwa 5–12 cm Länge. Sie besitzen eine derbe, ledrige Konsistenz und eine glänzend dunkelgrüne Oberseite. Die Unterseite ist etwas heller gefärbt, während der Blattrand ganzrandig und gelegentlich leicht nach unten eingerollt ist.
Durch das ganzjährig erhaltene Laub besitzt die Pflanze eine ruhige, elegante Ausstrahlung. Die schmalen, glänzenden Blätter erinnern tatsächlich an diejenigen des Echten Olivenbaumes (Olea europaea), mit dem die Amerikanische Wildolive innerhalb der Familie der Ölbaumgewächse verwandt ist.
Die Rinde ist zunächst glatt und graubraun. Mit zunehmendem Alter entwickelt sie eine fein schuppige Oberfläche, während ältere Stämme eine zunehmend markante, unregelmäßige Struktur zeigen.
Blüte und Früchte
Die Blütezeit liegt gewöhnlich im Frühjahr, in der natürlichen Heimat meist zwischen April und Mai. In milden Regionen können die ersten Blüten bereits früher erscheinen.
Die kleinen, weißen bis cremefarbenen Blüten stehen in kurzen, verzweigten Blütenständen in den Blattachseln. Jede Einzelblüte besitzt eine kurze, röhrenförmige Blütenkrone mit meist vier zurückgebogenen Zipfeln. Trotz ihrer geringen Größe können die Blüten durch ihre Anzahl und besonders durch ihren Duft auffallen.
Der Blütenduft ist angenehm süßlich und erinnert an andere Vertreter der Ölbaumgewächse. Besonders an warmen Frühlingstagen kann er in der unmittelbaren Umgebung der Pflanze wahrnehmbar sein.
Cartrema americanum ist zweihäusig. Männliche und weibliche Blüten werden gewöhnlich auf getrennten Pflanzen gebildet. Für einen zuverlässigen Fruchtansatz sind daher eine weibliche Pflanze und ein geeigneter männlicher Pollenspender erforderlich.
Nach erfolgreicher Bestäubung entwickeln sich kleine, längliche bis eiförmige Steinfrüchte, die während des Sommers heranwachsen und im Spätsommer oder Herbst reifen. Sie erreichen gewöhnlich etwa 1–2 cm Länge und verändern ihre Farbe von Grün zu einem dunklen Blau bis Blauschwarz.
Die reifen Früchte erinnern in Form und Färbung an kleine Oliven und bilden einen reizvollen Kontrast zum glänzenden Laub. Sie können bis in den Winter hinein an den Zweigen verbleiben, sofern sie nicht zuvor von Tieren aufgenommen werden.
Obwohl die Früchte äußerlich an Oliven erinnern, sind sie nicht mit den als Lebensmittel genutzten Früchten des Echten Olivenbaumes gleichzusetzen. Eine Verwendung als essbare Frucht ist nicht ausreichend belegt und sollte deshalb nicht empfohlen werden.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die Amerikanische Wildolive besitzt eine interessante botanische Geschichte. Ursprünglich wurde die Art bereits im 18. Jahrhundert als Olea americana beschrieben. Später erfolgte ihre Zuordnung zur Gattung Osmanthus, unter deren Namen sie über lange Zeit bekannt blieb.
Erst neuere taxonomische Untersuchungen führten dazu, dass die amerikanischen Vertreter dieser Verwandtschaftsgruppe wieder der eigenständigen Gattung Cartrema zugeordnet wurden. Seitdem wird die Art in aktuellen botanischen Datenbanken unter dem Namen Cartrema americanum geführt.
Der englische Name „Devilwood“ beschreibt eine ungewöhnliche Eigenschaft des Holzes. Es ist ausgesprochen dicht, hart und zäh, wodurch es sich nur schwer spalten oder bearbeiten lässt. Diese Eigenschaft machte den Baum für bestimmte traditionelle Verwendungen interessant, erschwerte jedoch zugleich seine Verarbeitung.
In ihrer Heimat ist die Amerikanische Wildolive ein charakteristischer Bestandteil verschiedener Küsten- und Binnenwaldgesellschaften. Besonders in den sogenannten „Maritime Forests“ des amerikanischen Südostens wächst sie gemeinsam mit immergrünen Eichen, Magnolien und weiteren Gehölzen, die an das milde, teilweise feuchte Küstenklima angepasst sind.
Die dunkelblauen Steinfrüchte werden in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet von verschiedenen Vogelarten und kleinen Säugetieren aufgenommen, die dadurch auch zur Verbreitung der Samen beitragen.
Gelegentlich finden sich Hinweise auf eine historische Verwendung der dunklen Früchte zur Herstellung von Farbstoffen oder Tinte. Eine ausreichend gesicherte, artspezifische Dokumentation dieser Nutzung ist jedoch schwer nachzuweisen, weshalb sie nicht als etablierte traditionelle Verwendung dargestellt werden sollte.
In europäischen Gärten ist Cartrema americanum bislang selten anzutreffen. Die Art besitzt vor allem für Liebhaber ungewöhnlicher immergrüner Gehölze und für botanische Sammlungen einen besonderen Reiz.
Standort und Pflege
Cartrema americanum bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit frischem, gut durchlässigem Boden. In ihrer natürlichen Heimat wächst die Art sowohl auf sandigen Küstenböden als auch auf humosen und zeitweise feuchteren Standorten.
Besonders günstig sind lockere, humose Sand- oder Lehmböden, die während der Vegetationsperiode ausreichend Feuchtigkeit speichern, ohne dauerhaft stark vernässt zu sein. Die Art zeigt eine vergleichsweise große Anpassungsfähigkeit gegenüber unterschiedlichen Bodenverhältnissen und kommt auch mit mäßig sauren bis neutralen Substraten gut zurecht.
An sonnigen Standorten sollte während längerer Trockenperioden auf eine ausreichende Wasserversorgung geachtet werden. Im Halbschatten bleibt der Boden häufig länger frisch, was besonders während heißer Sommer von Vorteil sein kann.
Gut eingewachsene Pflanzen besitzen eine gewisse Trockenheitsverträglichkeit. Für eine gleichmäßige Entwicklung und ein gesundes Blattbild sind jedoch Standorte mit ausgeglichenem Bodenfeuchtehaushalt besonders günstig.
Die Amerikanische Wildolive ist schnittverträglich und kann bei Bedarf ausgelichtet oder in ihrer Wuchsform korrigiert werden. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist allerdings nicht notwendig. Da die Blüten am vorjährigen Holz erscheinen, können stärkere Schnittmaßnahmen den Blütenansatz der folgenden Saison verringern.
Für eine Kultur in Pflanzgefäßen empfiehlt sich ein strukturstabiles, gut durchlässiges Substrat. Wichtig sind ein ausreichend großes Gefäß, eine zuverlässige Wasserabführung und eine geschützte Überwinterung.
Klimatische Aspekte
Cartrema americanum stammt überwiegend aus Regionen mit milden Wintern und warmen, teilweise feuchten Sommern. Innerhalb ihres ausgedehnten Verbreitungsgebietes kommt die Art jedoch unter unterschiedlichen klimatischen Bedingungen vor.
Amerikanische Gartenbaudatenbanken geben häufig USDA-Winterhärtezonen von 6 bis 9 an. Diese Angaben beziehen sich auf Erfahrungen und Kulturbedingungen in Nordamerika und lassen sich nicht uneingeschränkt auf mitteleuropäische Standorte übertragen.
Insbesondere bei immergrünen Gehölzen spielen neben den absoluten Tiefsttemperaturen auch die Dauer von Frostperioden, winterliche Sonneneinstrahlung und die Wasserversorgung eine wichtige Rolle.
In wintermilden Regionen Mitteleuropas kann die Amerikanische Wildolive an geschützten Standorten einen Kulturversuch wert sein. In raueren Lagen besteht dagegen ein erhöhtes Risiko für Frostschäden, insbesondere bei jungen Pflanzen.
Problematisch können längere Kahlfrostperioden mit gleichzeitig starker Sonneneinstrahlung sein. Da die immergrünen Blätter auch während des Winters Wasser verdunsten, kann bei gefrorenem Boden Frosttrocknis auftreten.
Ein geschützter, halbschattiger Standort und ein gut durchlässiger, nicht dauerhaft austrocknender Boden verbessern die Kulturbedingungen. Junge Pflanzen profitieren während der ersten Winter von zusätzlichem Schutz.
Die Art verträgt sommerliche Wärme und besitzt nach guter Einwurzelung eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegenüber zeitweiliger Trockenheit. Ihre tatsächliche Eignung für einen bestimmten Garten sollte jedoch vor allem anhand der örtlichen Winterbedingungen beurteilt werden.
Praxistipp
Cartrema americanum ist ein außergewöhnliches immergrünes Gehölz für geschützte Gartenbereiche, größere Gehölzsammlungen und wintermilde Standorte.
Besonders schön wirkt die Amerikanische Wildolive als frei wachsender Solitär oder in lockeren Gehölzgruppen, wo ihre glänzenden, olivenähnlichen Blätter und die natürliche Kronenform gut zur Geltung kommen.
Auch als Hintergrundpflanze für niedrigere Stauden und Sträucher kann sie reizvoll sein. Die dunkelgrüne Belaubung bildet einen ruhigen Kontrast zu helleren Blättern und auffälligen Blütenfarben.
In kälteren Regionen empfiehlt sich zunächst eine Kultur im größeren Pflanzgefäß. So kann die Pflanze während der warmen Jahreszeit an einem geschützten Platz im Freien stehen und bei strengem Frost in ein helles, kühles Winterquartier gebracht werden.
Wer die dekorativen, dunkelblauen Früchte erleben möchte, sollte berücksichtigen, dass die Art zweihäusig ist und für die Fruchtbildung normalerweise Pflanzen beider Geschlechter benötigt werden.
Mit ihrem glänzenden immergrünen Laub, den duftenden Frühlingsblüten und den olivenähnlichen Früchten ist Cartrema americanum ein interessantes Sammlergehölz, das in mitteleuropäischen Gärten bislang nur selten anzutreffen ist.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
-
Vogelnahrung
-
dekoratives Laub
Boden
-
anspruchslos
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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