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Catalpa erubescens (x) 'Purpurea' - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Trompetenbaum

Catalpa erubescens (x) 'Purpurea'

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
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Wesentliches Merkmal
    Baum

4.8 (50 reviews)

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Catalpa × erubescens ‘Purpurea’ ist eine sommergrüne Gartenhybride aus der Familie der Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae). Sie wird traditionell als Auslese aus der Kreuzung des nordamerikanischen Gewöhnlichen Trompetenbaums Catalpa bignonioides mit dem ostasiatischen Gelben Trompetenbaum Catalpa ovata geführt.

Die Hybridgruppe Catalpa × erubescens ist ausschließlich aus Kultur bekannt. Der französische Gärtner und Botaniker Élie-Abel Carrière beschrieb sie 1869; eigene Aufzeichnungen zu der Pflanze hatte er bereits 1866 angefertigt.

Bei ‘Purpurea’ ist die Abstammung etwas weniger eindeutig, als ältere Gartenliteratur vermuten lässt. Eine moderne taxonomische Untersuchung fand an jungen Trieben und Blättern sternförmige Haare, die bei den angenommenen Elternarten nicht vorkommen. Dieses Merkmal könnte auf eine Beteiligung von Catalpa bungei hinweisen. Molekulargenetische Untersuchungen, mit denen sich die genaue Elternschaft klären ließe, stehen bislang aus. Für den Gartenbau bleibt die Bezeichnung Catalpa × erubescens ‘Purpurea’ dennoch der gebräuchliche und von der Royal Horticultural Society akzeptierte Name.

Der Gattungsname Catalpa geht auf eine indigene nordamerikanische Pflanzenbezeichnung zurück. Der deutsche Name Trompetenbaum bezieht sich auf die trichter- bis trompetenförmigen Blüten. Der Artname erubescens bedeutet sinngemäß „errötend“, während ‘Purpurea’ unmittelbar auf den purpurfarbenen Austrieb verweist.

Wuchs und Blätter

Der Baum wächst in der Jugend kräftig und entwickelt später eine breit gerundete bis unregelmäßig ausladende Krone. Ohne wiederholten Rückschnitt erreicht er gewöhnlich etwa 10 bis 15 Meter Höhe und kann annähernd ebenso breit werden. Damit eignet sich ‘Purpurea’ vor allem für größere Gärten, Parkanlagen und geräumige Innenhöfe.

Die Äste stehen locker und teilweise weit ausladend. Das Holz wächst verhältnismäßig schnell, bleibt aber vergleichsweise spröde. An sehr windoffenen Standorten können größere Äste brechen; außerdem werden die großen Blattflächen dort leicht eingerissen.

Die Blätter stehen gegenständig oder zu dritt in Quirlen. Sie sind breit eiförmig bis herzförmig, lang zugespitzt und gelegentlich mit zwei flachen Seitenlappen versehen. Gewöhnlich werden sie etwa 15 bis 30 Zentimeter lang, an kräftigen jungen Trieben auch bis ungefähr 40 Zentimeter.

Der Austrieb ist zunächst tief purpurbraun, schwarzrot bis beinahe schwarzviolett. Besonders eindrucksvoll wirkt die Färbung während der Entfaltung der jungen Blätter. Mit zunehmender Blattgröße verändert sich die Farbe über bronzefarbene und purpurgrüne Töne zu Dunkelgrün. Die Blattstiele und jungen Triebe können ihren dunklen Farbton länger behalten.

Die Angabe, die gesamte Krone bleibe bis weit in den Sommer purpurrot, trifft dagegen nicht zuverlässig zu. Der intensivste Farbeffekt liegt im Frühjahr und wiederholt sich bei jedem neuen Austrieb. Im Herbst verfärben sich die Blätter gelblich bis gelbbraun, ohne eine besonders lange anhaltende Herbstfärbung auszubilden.

Blüte

Die Blütezeit liegt abhängig von Klima und Witterung zwischen Juni und August, gewöhnlich im Hochsommer. Junge Bäume benötigen häufig einige Jahre, bevor sie erstmals blühen.

Die Blüten stehen in großen, lockeren, aufrechten Rispen. Diese können etwa 15 bis 30 Zentimeter lang werden und zahlreiche Einzelblüten enthalten. Durch den hellen Blütenflor über dem inzwischen weitgehend dunkelgrünen Laub entsteht ein deutlicher Kontrast.

Die einzelnen Blüten sind ungefähr 4 bis 5 Zentimeter breit und breit trompeten- bis glockenförmig. Ihre Grundfarbe ist weiß bis cremeweiß. Im Schlund befinden sich zwei kräftig gelbe bis orangefarbene Flecken sowie zahlreiche purpurrote Punkte und Linien. Mit zunehmendem Alter können sich die gelben Zeichnungen dunkler rötlich verfärben.

Die Blüten werden in Gartenbeschreibungen als leicht süßlich duftend bezeichnet. Nach einem jährlichen starken Rückschnitt kann die Blüte jedoch wesentlich geringer ausfallen oder ganz ausbleiben, da die kräftigen neuen Blatttriebe nicht immer noch im selben Jahr blühfähig werden.

Früchte

Nach der Blüte können lange, schmale Kapselfrüchte entstehen. Sie werden bei ‘Purpurea’ meist etwa 20 bis 35 Zentimeter, vereinzelt bis ungefähr 40 Zentimeter lang und nur wenige Millimeter breit.

Obwohl die Früchte wie dünne Bohnenhülsen aussehen, handelt es sich botanisch nicht um Hülsen, sondern um zweiklappig aufspringende Kapseln. In ihrem Inneren befinden sich zahlreiche flache Samen mit langen, haarartigen Flügelrändern.

Die zunächst grünen Früchte verfärben sich während der Reife braun und können nach dem Laubfall bis weit in den Winter an den Zweigen verbleiben. Sie geben dem unbelaubten Baum eine auffällige Silhouette, fallen später jedoch zusammen mit den großen Blättern zu Boden. Für eine Pflanzung unmittelbar neben einer Terrasse, einem Teich oder einem häufig gereinigten Weg sollte dieser spätere Materialsegen mit eingeplant werden.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

Die dunkel austreibende Form wurde bereits 1886 wissenschaftlich beschrieben, damals noch unter dem Namen Catalpa syringifolia var. purpurea. Später wurde sie abwechselnd Catalpa bignonioides, Catalpa ovata und der Hybridgruppe Catalpa × erubescens zugeordnet. Diese wechselnden Namen erklären, weshalb sie im Handel noch heute gelegentlich als Catalpa bignonioides ‘Purpurea’ angeboten wird.

Auch ihre gärtnerische Herkunft ist nicht eindeutig dokumentiert. Als mögliche frühe Bezugsquelle wird die Baumschule von Thomas Meehan in Germantown, Pennsylvania, genannt. Ein sicherer Nachweis, dass dort der heute verbreitete Klon entstand, liegt jedoch nicht vor.

Nicht verwechselt werden sollte ‘Purpurea’ mit Catalpa × erubescens ‘J. C. Teas’. Diese ebenfalls historische Hybride wurde um 1874 in der Baumschule von John C. Teas in Indiana aus Samen von Catalpa ovata gezogen. Beide Formen gehören zum gleichen schwer überschaubaren Kreis alter Kulturhybriden, sind aber nicht derselbe Klon.

‘Purpurea’ erhielt den Award of Garden Merit der Royal Horticultural Society. Ausschlaggebend für ihre Gartenwirkung ist vor allem das ungewöhnlich dunkle junge Laub. Wird der Baum regelmäßig als Kopfbaum oder großer Strauch zurückgeschnitten, lässt sich dieser Austrieb besonders kräftig und in Augenhöhe hervorbringen. Dabei wird allerdings der natürliche Kronenaufbau aufgegeben und die Blüte deutlich eingeschränkt.

Standort und Pflege

Geeignet ist ein sonniger, warmer und möglichst windgeschützter Standort. In leichtem Halbschatten wächst der Baum ebenfalls, doch fällt die Purpurfärbung des Austriebs gewöhnlich weniger intensiv aus und die Krone kann lockerer werden.

Der Boden sollte humos bis mäßig nährstoffreich, frisch und gut durchlässig sein. Sandig-lehmige und lehmige Böden sind ebenso geeignet wie kalkhaltige Substrate, sofern der Wasser- und Lufthaushalt stimmt. Hinsichtlich des pH-Wertes zeigt sich die Hybride anpassungsfähig.

Dauerhaft vernässte, stark verdichtete Böden sind ungünstig. Gleichzeitig sollte der Wurzelbereich während der ersten Standjahre nicht vollständig austrocknen. Junge Pflanzen benötigen in längeren Trockenperioden eine gründliche Bewässerung.

Eingewachsene Bäume überstehen zeitweilige Trockenheit. Auf sehr trockenen und stark aufgeheizten Standorten können die großen Blätter jedoch schlaff werden, an den Rändern eintrocknen oder vorzeitig abfallen. Eine Mulchauflage aus organischem Material hilft, die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßiger zu halten.

Als frei wachsender Baum benötigt ‘Purpurea’ nur wenig Schnitt. In der Jugend sollte ein tragfähiger Kronenaufbau mit einem durchgehenden Leittrieb und sinnvoll verteilten Hauptästen gefördert werden. Konkurrenztriebe, beschädigte Äste und ungünstig stehende Zweige werden möglichst früh entfernt, solange die Schnittstellen noch klein sind.

Soll die Pflanze als großblättriger Strauch oder Kopfbaum kultiviert werden, kann sie im Spätwinter bis zeitigen Frühjahr kräftig auf ein festes Grundgerüst zurückgeschnitten werden. Das fördert besonders große, intensiv gefärbte Blätter. Eine solche Schnittform muss anschließend regelmäßig fortgeführt werden; sie ist keine einmalige Größenkorrektur für einen bereits zu groß gewordenen Baum.

Klimatische Aspekte

WHZ: 5–9

Die Royal Horticultural Society bewertet ‘Purpurea’ mit H6, entsprechend einer ungefähren Frosttoleranz von −20 bis −15 °C. Nordamerikanische Gehölzsammlungen führen sie überwiegend ab USDA-Zone 5. Die tatsächliche Winterhärte hängt von der Ausreife der jungen Triebe, der Bodenfeuchtigkeit und dem Schutz vor kalten Winden ab.

Der Trompetenbaum treibt im Frühjahr vergleichsweise spät aus. Dadurch entgeht er manchen frühen Spätfrösten. Bereits entfaltete junge Blätter und weiche Triebspitzen sind jedoch frostempfindlich und können durch einen späten Kälteeinbruch geschädigt werden. Der späte Austrieb macht den Baum daher nicht grundsätzlich spätfrostunempfindlich.

Junge oder spät im Jahr gepflanzte Bäume sind empfindlicher als gut eingewurzelte Exemplare. In kalten Regionen ist eine Frühjahrspflanzung günstiger. Eine lockere Mulchauflage schützt den jungen Wurzelbereich, darf aber keine anhaltende Winternässe verursachen.

Sommerliche Wärme wird gut vertragen, wenn im Boden noch ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist. In heißen, trockenen Regionen ist eine gelegentliche durchdringende Bewässerung sinnvoll. Starker Wind ist wegen der großen Blätter und des spröderen Holzes häufig problematischer als Hitze.

Praxistipp

Catalpa × erubescens ‘Purpurea’ sollte als frei wachsender Baum mit mindestens 10 bis 12 Metern späterem Kronenraum eingeplant werden. Für eine Pflanzung unmittelbar am Haus oder in einem kleinen Vorgarten ist sie trotz der häufig genannten niedrigeren Verkaufsgrößen nur bedingt geeignet.

Soll die dunkle Blattfärbung im Vordergrund stehen, kann der Baum regelmäßig als Kopfbaum oder großer Strauch gezogen werden. Wer dagegen Blüten, Früchte und eine ausladende Krone wünscht, lässt ihn weitgehend frei wachsen.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    weiß

Blütezeit

Blütezeit
    Juli

Früchte

Früchte
  • attraktiv

Besonderes

Besonderes 1
    Hummel und/oder Bienenweide
Besonderes
    Duftend

Boden

Boden 1
    humos
Boden 2
    feucht

Standort

Standort 1
    sonnig
Standort 2
    windgeschützt
Catalpa erubescens (x) 'Purpurea' - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Catalpa erubescens (x) 'Purpurea' - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

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.... geht natürlich auch in der Gärtnerei. Bitte vorher per Mail anfragen, da wir keine regulären Öffnungszeiten haben.

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