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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Herkunft und Einordnung
Celtis tournefortii, gelegentlich als Tourneforts Zürgelbaum bezeichnet, gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Die Art stammt aus Südosteuropa und Vorderasien. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich unter anderem über Teile der Balkanhalbinsel, Griechenland, die Türkei und angrenzende Regionen Westasiens.
Dort wächst sie auf sonnigen, häufig felsigen Hängen, in offenen Gehölzbeständen und an trockenen, steinigen Standorten. Besonders charakteristisch sind warme Sommer, gut durchlässige Böden und eine Vegetation, die an längere niederschlagsarme Perioden angepasst ist.
Der Gattungsname Celtis geht auf eine bereits in der Antike verwendete Pflanzenbezeichnung zurück. Das Artepitheton tournefortii ehrt den französischen Botaniker Joseph Pitton de Tournefort (1656–1708), der durch seine botanischen Forschungsreisen und Arbeiten zur Pflanzensystematik bekannt wurde.
Im Gegensatz zum wesentlich bekannteren Europäischen Zürgelbaum (Celtis australis) ist Celtis tournefortii in mitteleuropäischen Gärten bislang nur selten anzutreffen.
Wuchs und Blätter
Celtis tournefortii entwickelt sich zu einem sommergrünen, kräftig verzweigten Großstrauch oder kleinen Baum. In Kultur erreicht sie häufig etwa 4–6 m Höhe, kann unter günstigen Bedingungen und in ihrer Heimat jedoch auch größer werden.
Der Wuchs ist zunächst aufrecht und locker verzweigt. Mit zunehmendem Alter bildet die Pflanze eine unregelmäßige, oft breit gerundete Krone. Besonders freistehende Exemplare entwickeln dadurch eine natürliche, malerische Gestalt.
Die wechselständig angeordneten Blätter sind vergleichsweise klein und besitzen eine eiförmige bis breit elliptische Form. Häufig sind sie nur etwa 2–5 cm lang, zur Spitze hin zugespitzt und am Rand fein bis deutlich gezähnt. Die Blattbasis kann, wie bei vielen Zürgelbäumen, etwas asymmetrisch ausgebildet sein.
Die Oberseite ist grün bis graugrün, während die Unterseite meist heller erscheint. Durch die kleinen Blätter und die lockere Verzweigung wirkt das Gehölz wesentlich feiner als viele andere trockenheitsverträgliche Großsträucher.
Im Herbst nimmt das Laub gelbliche bis gelbbraune Farbtöne an, bevor es abfällt. Besonders reizvoll ist dann der Kontrast zwischen dem sich verfärbenden Laub und den auffällig gefärbten Früchten.
Blüte und Früchte
Die Blüte erscheint im Frühjahr, gewöhnlich im April oder Mai, etwa zeitgleich mit dem Laubaustrieb. Die kleinen, grünlich gelben Blüten sind unscheinbar und besitzen keinen ausgeprägten Schauwert.
Die Blüten können einzeln oder in kleinen Gruppen in den Blattachseln stehen. Die Bestäubung erfolgt überwiegend durch den Wind.
Nach der Blüte entwickeln sich kleine, rundliche Steinfrüchte, die zunächst grün sind und sich während der Reife gelblich bis orange färben. Je nach Reifegrad können sie auch orangebraune bis dunklere Farbtöne annehmen.
Besonders im Spätsommer und Herbst können die zahlreichen Früchte einen auffälligen Schmuck bilden. Die kleinen, leuchtend orangefarbenen Kugeln heben sich schön vom grünen Laub ab und verleihen dem ansonsten eher zurückhaltenden Gehölz einen besonderen Reiz.
Die Früchte besitzen einen harten Steinkern, der von einer dünnen, fleischigen Hülle umgeben ist. Wie bei anderen Zürgelbäumen können sie von verschiedenen Wildtieren aufgenommen werden.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Celtis tournefortii gehört zu den weniger bekannten Vertretern der Zürgelbäume. Während Celtis australis seit Langem als Park- und Straßenbaum verwendet wird, ist Tourneforts Zürgelbaum vor allem als botanische Rarität interessant.
In ihrer Heimat ist die Art Bestandteil warmer, trockener Gehölzgesellschaften. Dort wächst sie häufig unter Bedingungen, die für viele mitteleuropäische Gartensträucher bereits schwierig wären: auf steinigen Böden, an sonnenexponierten Hängen und während längerer sommerlicher Trockenperioden.
Ihre besondere Wirkung entsteht durch den lockeren Wuchs, die kleinen Blätter und den auffälligen Fruchtschmuck. Anders als großblättrige Ziergehölze besitzt sie eine eher feine, natürliche Erscheinung, die besonders gut zu mineralischen Pflanzungen und offenen Gartenlandschaften passt.
Auch für botanische Sammlungen und Arboreten ist die Art interessant. Sie ergänzt die bekannteren Zürgelbäume um einen vergleichsweise kleinwüchsigen Vertreter aus dem östlichen Mittelmeerraum.
Standort und Pflege
Celtis tournefortii bevorzugt einen vollsonnigen, warmen Standort mit gut durchlässigem Boden. Besonders geeignet sind sandige, kiesige, steinige oder mineralisch geprägte Gartenböden, auf denen überschüssiges Wasser rasch abfließen kann.
Die Art ist hinsichtlich der Nährstoffversorgung wenig anspruchsvoll und kommt auch auf mageren Standorten zurecht. Kalkhaltige Böden werden im natürlichen Verbreitungsgebiet ebenfalls besiedelt.
Nach dem Anwachsen besitzt sie eine gute Trockenheitsverträglichkeit. Während der ersten Standjahre sollte bei längeren Trockenperioden jedoch regelmäßig und durchdringend gewässert werden, damit sich ein kräftiges Wurzelsystem entwickeln kann.
Schwere, dauerhaft nasse Böden sind ungünstig. Besonders im Winter sollte Staunässe vermieden werden.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht notwendig. Die Pflanze entwickelt von Natur aus eine lockere, charaktervolle Wuchsform. Bei Bedarf können einzelne störende oder beschädigte Zweige entfernt werden. Soll sie als kleiner Baum wachsen, kann bereits in jungen Jahren ein geeigneter Haupttrieb ausgewählt werden.
Klimatische Aspekte
Celtis tournefortii ist an warme Sommer, intensive Sonneneinstrahlung und längere Trockenperioden angepasst. Diese Eigenschaften machen sie für Gartenstandorte interessant, an denen sommerliche Hitze und zeitweise Wasserknappheit eine zunehmende Rolle spielen.
Die Winterhärte ist unter mitteleuropäischen Bedingungen allerdings weniger gut dokumentiert als bei den bekannteren Zürgelbaumarten. Für die Gartenkultur empfiehlt sich deshalb zunächst ein warmer, geschützter Standort.
Besonders günstig sind sonnige Innenhöfe, geschützte Südlagen und durchlässige Böden, die sich im Frühjahr rasch erwärmen. Junge Pflanzen sollten während der ersten Winter vor starken Frösten und kalten, austrocknenden Winden geschützt werden.
Ein gut eingewachsenes Exemplar dürfte kurze Frostperioden besser überstehen als eine frisch gepflanzte Jungpflanze. Eine verlässliche allgemeine Winterhärtezone lässt sich für die Art aufgrund der begrenzten Kulturerfahrungen jedoch nur mit Vorsicht angeben.
Ihre Stärken liegen vor allem in der Verträglichkeit sommerlicher Wärme und Trockenheit. Auf dauerhaft feuchten, kühlen Standorten ist sie dagegen weniger gut aufgehoben.
Praxistipp
Tourneforts Zürgelbaum ist eine interessante Wahl für sonnige, trockene Gartenbereiche, größere Steingärten, mineralische Pflanzungen und warme Böschungen. Besonders schön wirkt er als freistehender Großstrauch oder kleiner, locker aufgebauter Baum.
Die kleinen Blätter passen gut zu Gräsern, niedrigeren Sträuchern und anderen Gehölzen mit feiner Belaubung. Im Herbst setzen die orangefarbenen Früchte einen reizvollen Farbakzent, der besonders vor dunklen immergrünen Gehölzen oder einer ruhigen Steinfläche zur Geltung kommt.
Auf schweren Gartenböden empfiehlt sich eine leicht erhöhte Pflanzung mit mineralischer Bodenverbesserung. So lässt sich die Durchlässigkeit im Wurzelbereich verbessern und winterliche Nässe reduzieren.
Für Liebhaber seltener Gehölze ist Celtis tournefortii eine außergewöhnliche Ergänzung: ein charaktervoller, vergleichsweise klein bleibender Zürgelbaum, der mit feinem Laub, natürlichem Wuchs und auffälligen Herbstfrüchten überzeugt.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
Blütezeit
Früchte
Besonderes
Boden
-
toleriert Trockenheit
Standort
-
sonnig
-
warm
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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