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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Herkunft und Einordnung
Cinnamomum camphora gehört zur Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae) und ist unter dem deutschen Namen Kampferbaum bekannt. In der aktuellen Systematik von Plants of the World Online wird Cinnamomum camphora als Synonym geführt; der dort akzeptierte Name lautet Camphora officinarum. Da Cinnamomum camphora in Gartenbau, Literatur und Handel weiterhin sehr verbreitet ist, wird die Art häufig noch unter diesem Namen angeboten.
Das natürliche Verbreitungsgebiet wird heute enger gefasst als in älterer Literatur. Kew nennt Japan, die koreanische Insel Jeju und Taiwan als ursprüngliches Areal. In China und zahlreichen anderen subtropischen und tropischen Regionen wurde der Kampferbaum eingeführt und teilweise schon seit langer Zeit kultiviert.
Seinen deutschen Namen verdankt der Baum dem Kampfer, einem charakteristisch riechenden Bestandteil seines ätherischen Öls. Besonders beim Zerreiben der Blätter oder Verletzen von Zweigen wird der intensive aromatische Geruch wahrnehmbar.
Wuchs und Blätter
Der Kampferbaum ist ein immergrüner, langlebiger Baum mit zunächst aufrechtem und später breit ausladendem Wuchs. Unter günstigen subtropischen Bedingungen kann er zu einem stattlichen Großbaum von etwa 20 bis 30 m Höhe heranwachsen.
In Mitteleuropa begrenzen die winterlichen Temperaturen seine Entwicklung wesentlich stärker. Bei Kübelkultur oder geschützter Kultur bleibt er entsprechend deutlich kleiner und lässt sich durch Schnitt gut begrenzen.
Die wechselständig angeordneten Blätter sind ledrig, glänzend und elliptisch bis eiförmig. Besonders attraktiv ist der junge Austrieb, der häufig bronzefarben bis rötlich getönt erscheint und sich erst später grün färbt.
Charakteristisch sind außerdem die deutlich sichtbaren Blattadern. Werden die Blätter zwischen den Fingern zerrieben, entfaltet sich der typische aromatische Kampferduft.
Blüte und Früchte
Im Frühjahr bis Frühsommer erscheinen kleine, cremeweiße bis gelblich-grüne Blüten in lockeren, verzweigten Rispen. Gegenüber dem auffälligen Laub bleiben sie eher unscheinbar.
Nach der Blüte entwickeln sich kleine, rundliche Steinfrüchte. Sie färben sich mit zunehmender Reife dunkelblau bis nahezu schwarz und sitzen an den verzweigten Fruchtständen.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Kaum ein anderer Baum ist so unmittelbar mit einem Duftstoff verbunden wie der Kampferbaum. Echter Kampfer wurde über Jahrhunderte aus seinem Holz, seinen Zweigen und anderen Pflanzenteilen gewonnen. Durch Wasserdampfdestillation ließ sich das ätherische Öl gewinnen, aus dem Kampfer auskristallisierte.
Besonders Taiwan entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum der Kampfergewinnung. Kampfer war zeitweise ein wirtschaftlich außerordentlich wichtiger Rohstoff und wurde international gehandelt. Verwendung fand er unter anderem in traditionellen Zubereitungen, als Duftstoff und später auch bei der Herstellung von Celluloid.
Der Baum selbst besitzt in Ostasien ebenfalls eine lange Kulturgeschichte. Besonders alte Kampferbäume können gewaltige Stämme und weit ausladende Kronen entwickeln und wurden an Tempeln, Schreinen und anderen bedeutenden Orten erhalten und verehrt.
Eine weitere Besonderheit lässt sich ganz ohne Verarbeitung erleben: Blätter, Zweige und Holz enthalten aromatische Stoffe. Schon ein zerriebenes Blatt genügt deshalb, um zu verstehen, woher der Kampferbaum seinen Namen bekommen hat.
Standort und Pflege
Der Kampferbaum bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen, warmen Standort. Geeignet sind lockere und gut durchlässige Böden. Etablierte Pflanzen vertragen zeitweise trockenere Bedingungen, dauerhaft vernässte Substrate sollten dagegen vermieden werden.
Bei uns bietet sich vor allem die Kultur als Kübelpflanze an. Während der Vegetationsperiode kann der Kampferbaum an einem warmen und geschützten Platz im Freien stehen.
Kübelpflanzen können bei Bedarf zurückgeschnitten werden. Der Schnitt ermöglicht es, die Krone kompakter zu halten und die Größe an den vorhandenen Platz anzupassen.
Klimatische Aspekte
Der Kampferbaum stammt überwiegend aus subtropischen Regionen und ist nur begrenzt frosthart. Amerikanische Gartenbauquellen empfehlen ihn überwiegend für sehr milde Winterregionen; die North Carolina State University nennt beispielsweise USDA-Zonen 9b bis 11.
Für eine dauerhafte Freilandkultur in weiten Teilen Mitteleuropas ist die Art daher nicht zuverlässig winterhart. Einzelne ältere Exemplare können an außergewöhnlich geschützten Standorten kurzfristige Fröste überstehen, daraus lässt sich jedoch keine allgemeine Freiland-Winterhärte ableiten.
Bei Kübelkultur empfiehlt sich eine helle, kühle und frostfreie Überwinterung. Während dieser Zeit wird sparsamer gegossen, der Wurzelballen sollte jedoch nicht vollständig austrocknen.
Praxistipp
Der Kampferbaum ist eine Pflanze, die man nicht nur ansehen, sondern auch mit der Nase entdecken kann. Ein einzelnes zwischen den Fingern zerriebenes Blatt setzt bereits den charakteristischen Duft frei.
Bei Kübelpflanzen sollte man von Anfang an ein ausreichend großes und standfestes Gefäß wählen. Der Kampferbaum kann bei guter Pflege überraschend kräftig wachsen, lässt sich aber durch regelmäßigen Schnitt gut in einer handhabbaren Größe halten.
Wer ihn im Sommer ins Freie stellt, sollte ihn nach der Überwinterung zunächst langsam wieder an direkte Sonne gewöhnen. So lassen sich Schäden an den immergrünen Blättern vermeiden.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
Früchte
Besonderes
-
Duftend
Boden
-
toleriert Trockenheit
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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