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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Cistus × verguinii ist eine seltene natürliche Hybride aus Cistus ladanifer subsp. mauritianus und Cistus salviifolius. Sie kommt im westlichen Mittelmeerraum dort vor, wo sich die Verbreitungsgebiete ihrer Eltern überschneiden.
Die typische Form besitzt weiße Blüten mit einem dunkleren Fleck an der Basis jedes Blütenblattes. Bei f. albiflorus fehlt diese Zeichnung vollständig. Die reinweiße Form wurde 1994 vom französischen Zistrosenforscher Jean-Pierre Demoly botanisch beschrieben.
Wuchs und Blätter
Die immergrüne Zistrose wächst kräftiger und wesentlich breiter als die typische Cistus × verguinii. Sie erreicht etwa 70–90 cm Höhe und kann sich mit den Jahren auf 120–150 cm ausbreiten. Der Wuchs ist dicht verzweigt, zunächst leicht aufrecht und später breitbuschig bis überhängend.
Die länglichen bis schmal ovalen Blätter sind dunkelgrün und häufig etwas klebrig. Bei warmem Wetter verströmt das Laub einen aromatisch-harzigen Duft. Besonders schön wirkt der Kontrast zwischen dem vergleichsweise dunklen Laub und den hellen Blüten.
Blüte
Vom späten Frühjahr bis in den Frühsommer erscheinen zahlreiche große, reinweiße Blüten. In ihrer Mitte stehen die leuchtend gelben Staubgefäße, während die für die typische Hybride charakteristischen dunklen Basalflecken vollständig fehlen.
Jede einzelne Blüte hält nur einen Tag. Da sich über längere Zeit immer neue Knospen öffnen, bleibt davon im Garten jedoch kaum etwas zu bemerken. Bei warmer Witterung und guter Wasserversorgung können auch später im Sommer noch einzelne Blütenwellen folgen.
Früchte
Nach der Blüte entstehen kleine, verholzte Kapselfrüchte. Sie besitzen nur geringen Zierwert und können an jungen Pflanzen entfernt werden, wenn ein besonders kompakter Aufbau gewünscht ist.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
In Zistrosensammlungen wird f. albiflorus als deutlich wüchsiger und robuster beschrieben als die gewöhnliche, dunkel gezeichnete Cistus × verguinii. Auch ihre Blüten fallen meist etwas größer aus.
Die Pflanze zeigt damit recht schön, dass „ohne Flecken“ bei Zistrosen keineswegs „ohne Charakter“ bedeutet. Durch die breite Wuchsform und das dunkle Laub wirkt sie außerhalb der Blütezeit eher ruhig; während der Blüte legt sie dann überraschend großzügig Weiß auf.
Eine Verwechslung besteht mit Cistus × dansereaui ‘Portmeirion’, die früher ebenfalls unter ‘Albiflorus’ gehandelt wurde. Diese besitzt mit Cistus inflatus jedoch eine andere Elternart und ist botanisch nicht dieselbe Pflanze.
Standort und Pflege
Ideal ist ein vollsonniger, warmer und möglichst geschützter Standort. Der Boden sollte mager bis mäßig nährstoffreich und ausgesprochen gut durchlässig sein. Sandige, kiesige oder steinige Böden sind gut geeignet. Schwere Erde muss großflächig verbessert oder durch eine leicht erhöhte Pflanzung entschärft werden.
Nach dem Anwachsen kommt die Pflanze mit längeren Trockenperioden gut zurecht. Im Kübel wird durchdringend gegossen, anschließend darf das Substrat deutlich abtrocknen. Dauerhaft nasse Erde ist wesentlich gefährlicher als ein gelegentlich vergessener Gießgang.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Junge Triebe können nach der Blüte leicht eingekürzt werden, damit sich der Strauch stärker verzweigt. In altes, kahles Holz sollte nicht geschnitten werden, da Zistrosen daraus nur unzuverlässig wieder austreiben.
Klimatische Aspekte
WHZ: etwa 7b–9
Die reinweiße Form gilt innerhalb von Cistus × verguinii als vergleichsweise robust. Entscheidend ist jedoch ein wintertrockener Standort. Anhaltende Nässe, kalter Wind und ein schwerer Boden können bereits bei mäßigem Frost größere Schäden verursachen.
In milden Regionen ist eine Auspflanzung an einer warmen Hauswand, in einem Kiesbeet oder am oberen Rand einer Böschung möglich. In raueren Lagen empfiehlt sich die Kultur in einem Gefäß, das im Winter hell, luftig und vor strengem Frost geschützt steht.
Praxistipp
Für die Kübelkultur eignet sich ein breites, standfestes Gefäß besser als ein schmaler hoher Topf. Das Substrat sollte lehm- oder erdbasiert und großzügig mit Splitt, Bims oder Lavagranulat aufgelockert sein. Eine reine, stark humose Topferde hält im Winter zu lange Wasser und macht aus der Zistrose schneller eine Sumpfpflanze, als ihr lieb sein kann.
Durch ihren breiten Wuchs eignet sich f. albiflorus außerdem für sonnige Böschungen, erhöhte Kiesbeete und den Vordergrund mediterran gestalteter Pflanzungen.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
Schmetterlings/Falterweide
-
Hummel und/oder Bienenweide
Boden
-
trocken
-
durchlässig
Standort
-
sonnig
-
Kalthaus
-
windgeschützt
-
wärmeliebend
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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