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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Cistus × aguilari ist eine natürliche Zistrosenhybride aus dem westlichen Mittelmeerraum. Wildvorkommen sind aus Spanien und Marokko bekannt. Als Eltern gelten Cistus ladanifer subsp. mauritianus und Cistus populifolius subsp. major.
Die heute kultivierte ‘Maculatus’ ist eine Gartenform mit etwas komplizierterem Stammbaum. Oscar Warburg kreuzte um 1920 Cistus × aguilari mit einer auffällig gefleckten Form von Cistus ladanifer. Der Sortenname bedeutet schlicht „gefleckt“ und bezieht sich auf die großen dunklen Zeichnungen der Blüten.
Wuchs und Blätter
‘Maculatus’ wächst kräftig, aufrecht und später breitbuschig. Unter durchschnittlichen Gartenbedingungen erreicht sie etwa 1–1,5 m Höhe und eine ähnliche oder etwas größere Breite. In warmen, günstigen Lagen sind auch rund 1,8 m möglich. Im Kübel oder in kühlerem Klima bleibt sie gewöhnlich kompakter.
Das immergrüne Laub ist kräftig dunkelgrün. Die länglich-eiförmigen Blätter besitzen deutlich gewellte Ränder und können bis etwa 10 cm lang werden. Junge Triebe und Blätter sind leicht klebrig und entwickeln bei Wärme einen harzig-balsamischen Duft.
Blüte
Vom späten Frühjahr bis in den Frühsommer öffnen sich außergewöhnlich große Blüten. Sie erreichen etwa 8–10 cm Durchmesser und gehören damit zu den auffälligsten innerhalb der Gattung.
Die fünf reinweißen, leicht zerknitterten Blütenblätter tragen an ihrer Basis jeweils einen großen kastanienbraunen bis dunkel purpurroten Fleck. Zusammen bilden diese Zeichnungen einen markanten Ring um die goldgelben Staubblätter.
Wie bei Zistrosen üblich, hält die einzelne Blüte nur einen Tag. Dafür folgen über mehrere Wochen ständig neue Knospen. Der Strauch betreibt bei der Blüte also keine langfristigen Beziehungen, sorgt aber zuverlässig für Nachschub.
Früchte
Nach der Blüte können kleine, braune Kapselfrüchte entstehen. Sie besitzen keinen besonderen Zierwert. Da ‘Maculatus’ eine komplexe Hybride ist, fallen Sämlinge nicht sortenecht aus.
Zur Erhaltung der typischen großen, dunkel gefleckten Blüten wird die Sorte durch Stecklinge vermehrt.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Oscar Warburg und sein Sohn Edmund gehörten im frühen 20. Jahrhundert zu den bedeutenden Kennern der Zistrosen. In ihrem Garten in Surrey sammelten, kreuzten und verglichen sie zahlreiche Arten und Hybriden. Ihre Veröffentlichungen trugen wesentlich dazu bei, das Interesse an der Gattung in europäischen Gärten neu zu beleben.
Die klebrigen Triebe von ‘Maculatus’ verraten deutlich den Einfluss von Cistus ladanifer. Aus dieser Art wurde traditionell das aromatische Harz Ladanum gewonnen, das seit der Antike als Duftstoff, Räucherwerk und Bestandteil verschiedener Zubereitungen diente.
‘Maculatus’ selbst ist jedoch eine im 20. Jahrhundert entstandene Gartenhybride und keine traditionell genutzte Heil- oder Harzpflanze. Die historische Ladanum-Geschichte gehört vor allem zu ihrem Elternteil Cistus ladanifer – Familienerbe gewissermaßen, aber kein eigener Beruf.
Standort und Pflege
Ideal ist ein vollsonniger, warmer und möglichst windgeschützter Standort. Leichter Halbschatten wird nur in sehr heißen, südlichen Regionen vertragen. In gemäßigten Klimazonen führt Schatten meist zu lockererem Wuchs und einer schwächeren Blüte.
Der Boden sollte mager bis mäßig nährstoffreich, sandig oder steinig und hervorragend durchlässig sein. Bevorzugt werden saure bis neutrale Substrate. Auf stark kalkhaltigen Böden können mit zunehmendem Alter Blattaufhellungen durch Chlorose auftreten.
Frisch gepflanzte Exemplare benötigen während der Anwachsphase regelmäßig Wasser. Später verträgt die Sorte längere Trockenperioden. Dauerhaft feuchte Böden und häufiges sommerliches Gießen sind ungünstig. Im Kübel wird durchdringend gegossen; anschließend sollte das Substrat vor der nächsten Wassergabe deutlich abtrocknen.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht notwendig. Junge Triebspitzen können nach der Blüte leicht eingekürzt werden, um die Verzweigung zu fördern. Ein starker Rückschnitt in altes, kahles Holz wird schlecht vertragen und kann größere Lücken hinterlassen.
Klimatische Aspekte
WHZ: 8
‘Maculatus’ gilt als mäßig frosthart. An einem geschützten und ausgesprochen gut drainierten Standort können ältere Pflanzen kurzfristig Temperaturen um etwa −10 °C überstehen. Angaben bis ungefähr −12 °C gelten nur für vollständig eingewurzelte Exemplare unter optimalen Bedingungen.
In einem mehrjährigen Versuch in Oregon zeigte die Sorte bei etwa −8 °C lediglich geringe Blattschäden. Die Pflanzen erreichten dort nach zwei Jahren ohne Schnitt bereits durchschnittlich rund 1,38 m Höhe und 1,76 m Breite – von einem kleinen Kübelzwerg konnte also keine Rede mehr sein.
Problematischer als ein kurzer Frost ist die Verbindung aus Kälte, Wind und nassem Boden. In rauen oder winterfeuchten Regionen empfiehlt sich deshalb die Kübelkultur mit heller, kühler und geschützter Überwinterung.
Praxistipp
‘Maculatus’ benötigt etwas mehr Raum, als junge Pflanzen zunächst vermuten lassen. Im Beet sollte mindestens ein guter Meter Abstand zu benachbarten Gehölzen eingeplant werden. Besonders wirkungsvoll steht sie frei vor einer dunklen Wand oder zwischen ruhigen, graulaubigen Begleitpflanzen.
Für die Kübelkultur eignet sich ein breites, schweres Gefäß mit einer mineralisch gelockerten Mischung aus strukturstabiler Erde, Splitt, Bims oder Lavagranulat. Wichtig ist ein vollkommen freier Wasserabzug. Bei dieser Zistrose darf das Gefäß gern großzügig ausfallen – die Blüten tun es schließlich auch.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
Schmetterlings/Falterweide
-
Hummel und/oder Bienenweide
Boden
-
sandig
-
trocken
-
durchlässig
-
toleriert Trockenheit
Standort
-
sonnig
-
warm
-
Kübel
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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