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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Herkunft und Einordnung
Cistus × creticus ‘Ano Moulia’ ist eine besonders niedrig und kompakt wachsende Auslese der Kretischen Zistrose aus der Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae).
Die Kretische Zistrose stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum, wo sie auf sonnigen, felsigen Hängen, in offenen Gebüschen und in der typischen mediterranen Strauchvegetation wächst. Besonders auf Kreta ist sie weit verbreitet.
Der Sortenname ‘Ano Moulia’ verweist auf den gleichnamigen Ort auf Kreta. Die Pflanze zeichnet sich durch ihren ausgesprochen niedrigen, dichten Wuchs aus und gehört damit zu den besonders interessanten Zistrosen für kleinere Gartenbereiche.
Auf einigen Seiten (z.B. Mediterranean Gardening France) wird 'Ano Moulina' gleichgestellt mit ‘Lasithi’. Weitere Belege haben wir aber nicht gefunden.
Wuchs und Blätter
‘Ano Moulia’ entwickelt sich zu einem kleinen, immergrünen Zwergstrauch mit flachem, dicht verzweigtem Wuchs.
Die Pflanze erreicht gewöhnlich nur etwa 20–30 cm Höhe und breitet sich auf eine Breite von ungefähr 40–50 cm aus. Mit zunehmendem Alter entsteht ein niedriges, leicht gewölbtes Polster, das sich besonders schön über Steine oder niedrige Mauerkanten legen kann. Diese Höhe wird aber nur erreicht, wenn der Standort trocken ist. Bekommt die Pflanze das Jahr über mehr Wasser, werden auch Höhen um die 60cm erreicht.
Die kleinen, graugrünen Blätter sind länglich bis elliptisch, leicht gewellt und fein behaart. Bei Berührung verströmen sie einen aromatischen Duft.
Durch das dichte, graugrüne Laub besitzt die Pflanze auch außerhalb der Blütezeit einen schönen, mediterranen Charakter.
Blüte und Früchte
Ab Mai erscheinen zahlreiche rosafarbene bis kräftig pinkfarbene Blüten, die für die geringe Größe der Pflanze auffallend groß wirken.
Die fünf zarten, leicht zerknittert erscheinenden Blütenblätter umgeben eine leuchtend gelbe Mitte mit zahlreichen Staubgefäßen.
Wie bei vielen Zistrosen sind die einzelnen Blüten nur kurzlebig. Da sich jedoch über einen längeren Zeitraum immer neue Knospen öffnen, entsteht während der Blütezeit ein besonders schöner Blütenflor.
Die kräftige Blütenfarbe bildet einen reizvollen Kontrast zum graugrünen Laub.
Nach der Blüte entwickeln sich kleine, braune Kapselfrüchte mit zahlreichen feinen Samen.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die Kretische Zistrose gehört zu den charakteristischen Pflanzen der mediterranen Landschaften. Auf Kreta wächst sie häufig an sonnigen, steinigen Hängen und in offenen Strauchgesellschaften.
Eine Besonderheit dieser Pflanzengruppe ist das aromatische Harz, das als Ladanum bekannt ist und bereits in der Antike als Duftstoff geschätzt wurde.
Auch heute wird Ladanum in der Parfümherstellung verwendet. Die traditionelle Gewinnung ist besonders mit den Zistrosen des östlichen Mittelmeerraums verbunden.
Die Auslese ‘Ano Moulia’ unterscheidet sich von den üblichen, deutlich höher wachsenden Formen der Kretischen Zistrose durch ihren niedrigen, fast bodendeckenden Wuchs.
Dadurch eignet sie sich besonders für kleinere Steingärten, niedrige Beetvorderkanten und Pflanzgefäße, in denen größere Zistrosen schnell zu viel Raum einnehmen würden.
Standort und Pflege
Cistus × creticus ‘Ano Moulia’ benötigt einen vollsonnigen, warmen Standort mit sehr gut durchlässigem Boden.
Besonders günstig sind mineralische, sandige oder steinige Substrate, in denen überschüssiges Wasser schnell ablaufen kann.
Auch leicht kalkhaltige Böden werden vertragen, sofern sie nicht zu schwer und dauerhaft feucht sind.
Nach dem Einwurzeln kommt die Pflanze mit längeren trockenen Phasen gut zurecht. Besonders empfindlich reagiert sie dagegen auf anhaltende Nässe im Wurzelbereich, vor allem während der Wintermonate.
In niederschlagsreichen Regionen empfiehlt sich deshalb eine leicht erhöhte Pflanzung, beispielsweise in einem Steingarten oder auf einer kleinen Böschung.
Auch für die Kultur in Töpfen und Schalen ist diese kompakte Zistrose gut geeignet. Wichtig sind ausreichend große Abzugslöcher und ein sehr durchlässiges Substrat.
Ein kräftiger Rückschnitt ins alte Holz sollte vermieden werden. Bei Bedarf können die jungen Triebe nach der Blüte leicht eingekürzt werden.
Klimatische Aspekte
‘Ano Moulia’ stammt aus dem mediterranen Formenkreis der Kretischen Zistrose und bevorzugt sonnige Standorte mit trockenen, warmen Sommern.
Die Winterhärte wird ungefähr der USDA-Zone 8 zugeordnet. Kurzzeitig können unter günstigen Bedingungen Temperaturen um −10 °C vertragen werden, wobei diese Angabe nicht als gesicherter Grenzwert für die Sorte zu verstehen ist.
Entscheidend sind neben der Temperatur vor allem die Dauer der Frostperiode, der Schutz vor kaltem Wind und die Feuchtigkeit des Bodens.
In Regionen mit kalten, niederschlagsreichen Wintern empfiehlt sich ein besonders geschützter Standort oder die Kultur in einem Pflanzgefäß, das bei stärkerem Frost geschützt aufgestellt werden kann.
Praxistipp
Mit ihrem niedrigen, dichten Wuchs ist ‘Ano Moulia’ eine besonders schöne Zistrose für kleine Steingärten, sonnige Mauerkronen, Trockenmauern und flache Pflanzschalen.
Auch an der Vorderkante eines mediterran gestalteten Beetes kommt sie gut zur Geltung, wo sich ihre Zweige leicht über Steine und Kanten legen können.
Besonders harmonisch wirkt sie in Kombination mit niedrigem Thymian, kompakten Lavendelsorten oder silberlaubigen Halbsträuchern wie Santolina.
Eine mineralische Drainageschicht und ein sonniger, möglichst wintertrockener Standort sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine langfristig erfolgreiche Kultur.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
rosa
Blütezeit
Früchte
Besonderes
-
Insektenmagnet
Boden
-
humos
-
leicht kalkhaltig
-
durchlässig
Standort
-
sonnig
-
halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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