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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Cistus × laxus ist eine natürliche Zistrosenhybride aus Cistus inflatus und Cistus populifolius. Sie kommt im Südwesten Europas vor, insbesondere in Spanien, Portugal und Südwestfrankreich. Dieselbe Kreuzung ist außerdem wiederholt in Gärten entstanden.
Der lateinische Name laxus bedeutet „locker“ oder „weit“. Er beschreibt den entspannten, häufig breit gelagerten Wuchs recht treffend – diese Zistrose hält wenig von militärisch strammer Haltung.
Wuchs und Blätter
Der immergrüne Strauch wächst rundlich bis breitbuschig und entwickelt mit zunehmendem Alter locker überhängende Zweige. Je nach Herkunft und Gartenform erreicht er etwa 80–120 cm Höhe und 120–180 cm Breite. Besonders kräftige Pflanzen können unter günstigen Bedingungen noch größer werden.
Die kurz gestielten Blätter sind eiförmig bis lanzettlich und besitzen drei auffällige Hauptadern. Junge Blätter und Triebe sind deutlich behaart; später erscheint das Laub mattgrün bis graugrün. Bei Wärme oder Berührung kann es einen leicht aromatischen Duft entwickeln.
Blüte
Vom späten Frühjahr bis in den Sommer erscheinen zahlreiche weiße, etwa sechs Zentimeter große Blüten. Die Blütenblätter besitzen an ihrer Basis einen zarten gelben Fleck, der optisch in die kräftig goldgelbe Mitte übergeht.
Wie bei Zistrosen üblich, hält die einzelne Blüte höchstens einen Tag. Dafür öffnen sich über Wochen hinweg immer neue Knospen. Die Pflanze wirkt dadurch deutlich ausdauernder, als es ihre etwas verschwenderisch mit Blütenblättern umgehenden Einzelblüten vermuten lassen.
Früchte
Nach der Blüte entstehen kleine, braune Kapselfrüchte mit zahlreichen feinen Samen. Da es sich um eine Hybride handelt, können Fruchtansatz und Keimfähigkeit unterschiedlich ausfallen. Sämlinge müssen außerdem nicht genau den Eigenschaften der Mutterpflanze entsprechen.
Für eine sortenechte Vermehrung werden deshalb Stecklinge verwendet.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Cistus × laxus gehört zu den erstaunlich lange kultivierten Zistrosenhybriden. Nach William Aiton soll die Pflanze bereits 1656 im Garten von John Tradescant gestanden haben. Aiton veröffentlichte den Namen 1789 in seinem Verzeichnis der im königlichen Garten von Kew kultivierten Pflanzen.
Damit war diese Zistrose schon in englischen Gärten unterwegs, als mediterrane Pflanzungen noch kein Gartencenter-Thema, sondern eine Angelegenheit neugieriger Pflanzensammler waren.
Unter dem Namen Cistus × laxus werden verschiedene natürliche und gärtnerisch entstandene Formen zusammengefasst. Sie unterscheiden sich etwas in Wuchshöhe, Behaarung und Winterhärte. Zu den bekanntesten Auslesen gehört ‘Snow White’, eine besonders reich blühende und vergleichsweise robuste Gartenform.
Standort und Pflege
Ideal ist ein vollsonniger, warmer und möglichst geschützter Standort. Der Boden sollte mager bis mäßig nährstoffreich und sehr gut durchlässig sein. Sandige, kiesige oder steinige Gartenböden eignen sich besonders gut.
Frisch gepflanzte Exemplare benötigen zunächst regelmäßig Wasser. Nach dem Einwurzeln kommt die Pflanze mit längeren Trockenperioden zurecht. Im Kübel wird gründlich gegossen; anschließend sollte das Substrat vor der nächsten Wassergabe wieder deutlich abtrocknen.
Eine regelmäßige Düngung ist nicht erforderlich. Zu viele Nährstoffe fördern weiche, lange Triebe, die im Winter empfindlicher sind und schneller auseinanderfallen.
Junge, noch belaubte Triebe können nach der Blüte leicht eingekürzt werden. Ein kräftiger Rückschnitt in altes, kahles Holz ist zu vermeiden, da ältere Zweige daraus nur unzuverlässig neu austreiben.
Klimatische Aspekte
WHZ: etwa 8
Cistus × laxus gehört zu den vergleichsweise robusten Zistrosenhybriden. Etablierte Pflanzen können an einem geschützten und wintertrockenen Standort kurzfristig Temperaturen um −10 °C überstehen. Zwischen den verschiedenen Formen bestehen jedoch merkliche Unterschiede.
Problematischer als ein kurzer Frost ist die Verbindung aus Kälte und dauerhaft nassem Boden. In rauen oder niederschlagsreichen Regionen empfiehlt sich deshalb ein Platz an einer warmen Hauswand, auf einer Böschung oder in einem erhöhten Kiesbeet. Kübelpflanzen benötigen zusätzlichen Schutz, da ihr Wurzelballen schneller durchfriert.
Praxistipp
Mit ausreichend Raum entwickelt Cistus × laxus eine breite, beinahe kissenförmige Gestalt. Besonders schön wirkt sie über einer niedrigen Mauer, an einer sonnigen Böschung oder im Vordergrund eines großzügigen Kiesbeetes.
Für die Kübelkultur sollte ein breites, standfestes Gefäß gewählt werden. Ein lehmhaltiges, mit Splitt, Bims oder Lavagranulat gelockertes Substrat ist geeigneter als reine, stark humose Topferde. Diese Zistrose mag zwar einen lockeren Auftritt – bei der Drainage versteht sie dagegen keinen Spaß.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
Früchte
Besonderes
-
Duftend
Boden
-
durchlässig
Standort
-
sonnig
-
windgeschützt
-
warm
-
Kübel
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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