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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Cistus × purpureus ‘Betty Taudevin’ ist eine immergrüne Zistrose aus der Familie der Zistrosengewächse. Die Grundhybride gilt als Kreuzung zwischen Cistus creticus und Cistus ladanifer. Sie verbindet die purpurrosa Blüten der ersten Art mit den auffälligen dunklen Basalflecken und dem aromatisch-harzigen Laub der zweiten.
‘Betty Taudevin’ ist eine kompaktere und vergleichsweise robuste Auslese dieser Hybride. Der korrekte und bereits historisch belegte Sortenname lautet ‘Betty Taudevin’.
Wuchs und Blätter
Die Sorte entwickelt sich zu einem dicht verzweigten, rundlichen Strauch. Gewöhnlich erreicht sie etwa 80–100 cm Höhe und eine ähnliche bis etwas größere Breite. An ausgesprochen günstigen Standorten können ältere Pflanzen ungefähr 120 cm hoch werden.
Die schmalen, matt dunkel- bis graugrünen Blätter sind weniger stark gewellt als bei der gewöhnlichen Form von Cistus × purpureus. Bei warmem Wetter fühlen sie sich leicht klebrig an und verströmen bei Berührung einen würzig-harzigen Duft. Junge Triebe und Blütenstiele können sich auffällig rötlich bis purpurviolett färben.
Blüte
Die Hauptblüte fällt je nach Klima und Standort in die Zeit von Mai bis Juli. In kühleren Regionen kann sie entsprechend später beginnen.
Die etwa 7–8 cm breiten Blüten sind kräftig purpurrosa bis leuchtend magentafarben. Am Grund jedes Kronblattes sitzt ein markanter dunkel kastanien-, wein- bis purpurbrauner Fleck. Die Kronblätter sind weniger stark geknittert als bei vielen anderen Formen der Purpur-Zistrose. Dadurch erscheinen die Blüten besonders offen, glatt und groß.
Eine einzelne Zistrosenblüte hält meist nur einen Tag. Da sich über mehrere Wochen fortlaufend neue Knospen öffnen, entsteht dennoch eine anhaltende Blütenwirkung.
Früchte
Nach der Blüte können kleine, verholzende Kapselfrüchte entstehen. Sie enthalten zahlreiche feine Samen, besitzen jedoch nur geringen Zierwert.
Sämlinge entsprechen nicht zuverlässig der Sorte. Soll ‘Betty Taudevin’ mit ihren typischen Merkmalen erhalten bleiben, muss sie vegetativ durch Stecklinge vermehrt werden.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die Sorte wurde als Sämling im Betrieb Taudevin in Willaston in der englischen Grafschaft Cheshire aufgezogen. Bereits eine Beschreibung aus dem Jahr 1952 hebt ihre gegenüber der ursprünglichen Hybride verbesserte Winterhärte, das vollere und schmalere Laub sowie die kräftigere Blütenfarbe hervor. Besonders deutlich wurden schon damals die klar gezeichneten dunklen Basalflecken und die vergleichsweise glatten Kronblätter beschrieben. Trees and Shrubs Online dokumentiert diese frühe Beschreibung.
Im Handel begegnen gelegentlich Bezeichnungen wie ‘Betty Tandeville’ oder ‘Betty Taudeville’. Dabei handelt es sich um später entstandene Schreibfehler und nicht um eigenständige Sorten. Auch ein Herbarbeleg der Royal Horticultural Society führt die Pflanze als Cistus × purpureus ‘Betty Taudevin’.
Standort und Pflege
Optimal ist ein vollsonniger, warmer und möglichst geschützter Standort. Der Boden sollte mager bis mäßig nährstoffreich, mineralisch und ausgesprochen gut durchlässig sein. Sandige, kiesige und steinige Böden sind besonders geeignet.
Neutrale bis kalkhaltige Böden werden im Allgemeinen vertragen. Auf extrem kreidereichen Böden können jedoch mit zunehmendem Alter Blattaufhellungen auftreten. Entscheidend ist weniger der genaue pH-Wert als ein rascher Wasserabzug.
Gut eingewurzelte Pflanzen vertragen sommerliche Trockenheit sehr gut. Während der Anwachsphase und in Gefäßen muss gelegentlich gründlich gewässert werden. Zwischen den Wassergaben sollte die Erde oberflächlich abtrocknen. Nährstoffreiche, dauerhaft feuchte Böden fördern weiche Triebe und verschlechtern die Überwinterung.
Ein regelmäßiger starker Rückschnitt ist nicht empfehlenswert. Nach der Blüte können junge, noch belaubte Triebe leicht eingekürzt oder entspitzt werden, damit der Strauch dicht bleibt. Im Frühjahr werden vor allem abgestorbene und frostgeschädigte Zweige entfernt.
Bei zu lang gewordenen Kübelpflanzen ist Ende März oder Anfang April eine vorsichtige Korrektur möglich. Dabei nur in jüngeres, sichtbar belaubtes Holz schneiden und unterhalb jeder Schnittstelle ausreichend Knospen oder Blätter erhalten. Ein Schnitt bis um die Hälfte sollte die Ausnahme bleiben. Aus altem, kahlem Holz treiben Zistrosen häufig nicht mehr zuverlässig aus.
Klimatische Aspekte
WHZ: 8; an sehr geschützten, wintertrockenen Standorten begrenzt 7b
‘Betty Taudevin’ gilt innerhalb der Purpur-Zistrosen als vergleichsweise winterhart. Realistisch sind kurzzeitig etwa −10 bis −12 °C, sofern die Pflanze eingewurzelt ist, der Boden trocken bleibt und kein kalter Wind auf das immergrüne Laub trifft. Die Royal Horticultural Society ordnet die Grundhybride der Härtestufe H4 zu, entsprechend ungefähr −10 bis −5 °C.
Gefährlicher als kurzer trockener Frost ist die Verbindung aus Kälte, Winternässe und Wind. In kühleren Regionen empfiehlt sich deshalb eine Frühjahrspflanzung an einer geschützten Süd- oder Südwestseite.
Kübelpflanzen sollten hell, kühl und luftig, aber möglichst frostfrei überwintert werden. Da das Laub erhalten bleibt, darf der Wurzelballen auch im Winter nicht vollständig austrocknen. Warme, dunkle Wohnräume sind ungeeignet.
Praxistipp
Eine leicht erhöhte Pflanzung auf einem Hügelbeet oder am oberen Rand einer Trockenmauer verbessert den Wasserabzug und kann für die Überwinterung entscheidender sein als ein aufwendiges Abdecken.
Besonders harmonisch wirkt ‘Betty Taudevin’ zusammen mit Lavendel, Heiligenkraut, Currykraut, trockenheitsverträglichen Salbeiarten und niedrigen Ziergräsern. Die Begleitpflanzen sollten den Strauch nicht bedrängen oder beschatten – Zistrosen genießen Sonne schließlich nicht nur, sie bestehen beinahe darauf.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
rot
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
duftend
-
Hummel und/oder Bienenweide
Boden
-
durchlässig
-
kiesig
-
kalktolerant
Standort
-
sonnig
-
windgeschützt
-
wintertrocken
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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