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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Herkunft und Einordnung
Cistus × verguinii ‘Paul Pècherat’ ist eine besonders schöne Auslese der Verguin-Zistrose aus der Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae).
Die Hybride entstand aus der Kreuzung von Cistus ladanifer und Cistus salviifolius, zwei im westlichen Mittelmeerraum verbreiteten Zistrosenarten. Natürliche Vorkommen der Hybride sind aus Spanien und Marokko bekannt.
Der Name verguinii erinnert an den französischen Botaniker Louis Verguin, während ‘Paul Pècherat’ eine gärtnerische Auslese bezeichnet.
Besonders auffällig sind die großen weißen Blüten mit ihren tief kastanienbraunen bis purpurroten Flecken. Diese ungewöhnliche Zeichnung macht die Sorte zu einer der reizvollsten weiß blühenden Zistrosen.
Wuchs und Blätter
‘Paul Pècherat’ entwickelt sich zu einem dicht verzweigten, buschigen und immergrünen Kleinstrauch.
Die Pflanze erreicht gewöhnlich etwa 80–100 cm Höhe und eine ähnliche Breite. Mit zunehmendem Alter entsteht ein rundlicher, gut geschlossener Strauch.
Die länglichen, dunkelgrünen Blätter besitzen eine leicht glänzende Oberfläche und bilden einen schönen Kontrast zu den hellen Blüten.
Besonders die jungen Triebe sind etwas klebrig und verströmen bei Wärme einen aromatischen, harzigen Duft.
Im Gegensatz zu vielen graulaubigen Zistrosen wirkt ‘Paul Pècherat’ durch ihr sattgrünes Laub auch außerhalb der Blütezeit ausgesprochen frisch und elegant.
Blüte und Früchte
Im späten Frühjahr erscheinen zahlreiche große, weiße Blüten, die durch ihre auffällige Zeichnung sofort ins Auge fallen.
Jedes der fünf Blütenblätter trägt an der Basis einen kräftigen, kastanienbraunen bis dunkelpurpurfarbenen Fleck. Gemeinsam bilden diese Flecken einen markanten dunklen Ring um die leuchtend gelben Staubgefäße.
Die zarten Blütenblätter besitzen die für Zistrosen typische, leicht zerknitterte Oberfläche und wirken beinahe wie feines Seidenpapier.
Die Hauptblüte liegt gewöhnlich zwischen April und Juni, wobei sich der genaue Beginn nach Standort und Witterung richtet.
Wie bei anderen Zistrosen hält die einzelne Blüte nur kurze Zeit. Während der Blütezeit öffnen sich jedoch fortlaufend neue Knospen.
Anschließend können sich kleine, rundliche Kapselfrüchte mit zahlreichen feinen Samen entwickeln.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die Verguin-Zistrose wurde bereits 1908 wissenschaftlich beschrieben und gehört zu den natürlichen Hybriden des westlichen Mittelmeerraums.
Die Sorte ‘Paul Pècherat’ zeichnet sich durch ihre besonders kontrastreich gezeichneten Blüten und ihren gleichmäßigen, buschigen Wuchs aus.
In der südfranzösischen Gärtnerei von Olivier Filippi wird sie seit vielen Jahren kultiviert und als eine der Zistrosen beschrieben, die auch mit zunehmendem Alter eine besonders schöne Entwicklung zeigen.
Bemerkenswert ist außerdem ihre Fähigkeit, sich an gut durchlässigen Standorten auch unter der Wurzelkonkurrenz größerer Gehölze zu behaupten.
Mit ihrer eleganten Blütenzeichnung und dem dunkelgrünen Laub ist ‘Paul Pècherat’ eine interessante Sorte für Sammlungen mediterraner Gehölze und sonnige Gartenbereiche.
Standort und Pflege
Cistus × verguinii ‘Paul Pècherat’ bevorzugt einen vollsonnigen, warmen Standort. Auch leichter Halbschatten wird vertragen, besonders in warmen Regionen.
Der Boden sollte mager bis mäßig nährstoffreich, mineralisch und ausgesprochen gut durchlässig sein. Geeignet sind steinige, sandige oder kiesige Substrate. Auch kalkhaltige Böden werden vertragen.
Besonders wichtig ist eine leicht erhöhte Pflanzung. Ein kleiner Pflanzhügel, ein erhöhtes Beet oder eine sonnige Böschung sorgen dafür, dass überschüssiges Regenwasser schnell vom Wurzelbereich ablaufen kann.
Schwere Böden sollten großzügig mit grobem Sand, Splitt oder Lavagranulat verbessert werden. Standorte, an denen sich im Winter Wasser sammelt, sind ungeeignet.
Während der Anwachsphase benötigt die Zistrose regelmäßige Wassergaben. Erst nach guter Durchwurzelung entwickelt sie ihre ausgeprägte Trockenheitsverträglichkeit.
Eine zusätzliche Düngung ist auf normalen Gartenböden kaum erforderlich.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht notwendig. Falls einzelne Triebe eingekürzt werden sollen, empfiehlt sich ein vorsichtiger Formschnitt nach der Hauptblüte. Ein starker Rückschnitt ins alte Holz sollte vermieden werden.
Klimatische Aspekte
‘Paul Pècherat’ gehört zu den vergleichsweise frostverträglichen Zistrosen.
Die südfranzösische Gärtnerei Filippi gibt eine Frostverträglichkeit von etwa −12 bis −15 °C an. Andere französische Anbieter nennen ähnliche Werte.
Diese Angaben gelten jedoch nur unter günstigen Standortbedingungen und sind nicht als garantierte Temperaturgrenze zu verstehen.
Entscheidend für eine erfolgreiche Überwinterung ist ein sehr gut durchlässiger Boden. Besonders anhaltende Winternässe kann die Pflanze schädigen.
In den ersten beiden Wintern empfiehlt sich ein leichter Schutz mit locker aufgelegtem Reisig, insbesondere gegen kalten Wind und intensive Wintersonne.
In Regionen mit länger anhaltenden strengen Frösten ist ein besonders geschützter Pflanzplatz sinnvoll. Alternativ kann die Pflanze im Kübel hell, kühl und möglichst frostfrei überwintert werden.
Praxistipp
‘Paul Pècherat’ eignet sich besonders schön für sonnige Kiesbeete, mediterrane Pflanzungen und geschützte Böschungen.
Ihre weißen Blüten mit den dunklen Basalflecken harmonieren hervorragend mit Lavendel, Salbei, Rosmarin und silberlaubigen Stauden.
Für die Freilandpflanzung empfiehlt sich ein leicht erhöhter, mineralischer Pflanzhügel mit grobem Sand, Splitt oder Lavagranulat. So kann überschüssiges Regenwasser auch während der Wintermonate zuverlässig ablaufen.
Am besten wird im Frühjahr gepflanzt, damit sich bis zum Winter ein kräftiges Wurzelsystem entwickeln kann. Während dieser Zeit sollte regelmäßig gegossen werden.
In den ersten beiden Wintern ist eine lockere Reisigabdeckung empfehlenswert. Sie schützt die junge Pflanze, ohne die notwendige Luftzirkulation zu behindern.
Ein leichter Formschnitt nach der Hauptblüte kann bei Bedarf helfen, die rundliche Wuchsform zu erhalten. Dabei sollte ausschließlich in junge, noch belaubte Triebe geschnitten werden.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
Boden
-
kiesig
-
durchlässig
-
keine Staunässe
Standort
-
sonnig
-
wintertrocken
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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