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Clethra acuminata - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Scheineller, Zimterle

Clethra acuminata

Hersteller: Herrenkamper Gärten

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Wesentliches Merkmal
    Großstrauch

4.8 (50 reviews)

€ 10,00

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Clethra acuminata, die Appalachen-Zimterle oder Spitzblättrige Zimterle, gehört zur Familie der Clethraceae. Die Art ist auf die zentralen und südlichen Appalachen im Osten der Vereinigten Staaten beschränkt. Ihr Verbreitungsgebiet reicht vom südwestlichen Pennsylvania über West Virginia, Virginia, Tennessee und Kentucky bis in die Bergregionen der Carolinas, Georgias und des nordöstlichen Alabama.

Dort wächst sie überwiegend in Höhenlagen zwischen ungefähr 500 und 1.400 Metern. Typische Standorte sind feuchte Bergwälder, schattige Schluchten, Bachufer, Heidegebüsche der Hochlagen und die Ränder felsiger Aufschlüsse. Die Böden sind meist humusreich und sauer, können aber durch den hohen Steinanteil oder die Hanglage gut entwässert sein.

Der Gattungsname Clethra geht auf das griechische Wort klēthra für Erle zurück. Das lateinische Artepitheton acuminata bedeutet „lang zugespitzt“ und bezieht sich auf die auffälligen Blattspitzen.

Der amerikanische Name „Cinnamon Clethra“ beschreibt die zimtbraune Färbung der sich ablösenden Rinde. „Mountain Sweet-pepperbush“ verbindet den Lebensraum im Bergland mit dem Blütenduft und den kleinen, entfernt an Pfefferkörner erinnernden Kapselfrüchten.

Wuchs und Blätter

Die Art wächst als sommergrüner, mehrstämmiger Großstrauch oder kleiner Baum. Junge Pflanzen entwickeln zunächst eine aufrechte Grundform. Ältere Äste stehen häufig waagerecht oder leicht überhängend, wodurch ein lockerer, teilweise etagenartiger Kronenaufbau entsteht.

In Kultur werden gewöhnlich etwa 2,5 bis 4 Meter Höhe erreicht. Alte Exemplare können unter günstigen Bedingungen 5 bis 6 Meter hoch werden. Die Breite liegt meist bei ungefähr 1,5 bis 3 Metern. Aus dem Wurzel- oder Stammbereich können zusätzliche Triebe entstehen, sodass sich mit der Zeit ein breiterer, mehrstämmiger Bestand entwickelt.

Besonders auffällig ist die Rinde älterer Triebe. Die zunächst graubraune bis rötlich braune Außenrinde löst sich in dünnen Streifen oder Schuppen ab und gibt unterschiedlich helle zimt- bis rotbraune Partien frei. Dieses Merkmal ist vor allem im Winter gut sichtbar.

Die wechselständig angeordneten Blätter stehen häufig dicht an den Enden der Zweige. Sie sind länglich elliptisch bis eiförmig, etwa 8 bis 20 Zentimeter lang und enden in einer lang ausgezogenen Spitze. Der Rand ist fein gesägt, die Oberseite mittel- bis dunkelgrün und die Unterseite meist heller und leicht behaart.

Im Herbst verfärbt sich das Laub überwiegend gold- bis warmgelb. Orangefarbene Töne sind möglich, hängen aber von Standort, Witterung und Herkunft der Pflanze ab.

Blüte

Die kleinen weißen Blüten erscheinen überwiegend im Juli und August an den jungen Trieben des laufenden Jahres. Sie stehen in schmalen, meist einzeln angeordneten endständigen Trauben von ungefähr 8 bis 20 Zentimetern Länge. Die Blütenstände werden zunächst aufrecht getragen und können sich mit zunehmender Länge leicht neigen.

Die glockenförmigen Einzelblüten öffnen sich nach und nach von der Basis zur Spitze des Blütenstandes. Ihr Duft wird je nach Quelle und Pflanze als leicht süßlich, würzig oder pfefferartig beschrieben. Er kann bei warmer, windstiller Witterung deutlicher wahrnehmbar sein als an kühlen Tagen.

Früchte

Nach der Blüte entstehen kleine, annähernd kugelige Kapselfrüchte. Sie sind zunächst grün, reifen im Herbst braun aus und öffnen sich schließlich in drei Fächern. Der Kelch bleibt an der Frucht erhalten.

Die trockenen Fruchtstände verbleiben häufig bis weit in den Winter an den Zweigen. Sie sind weniger auffällig als Blüten und Rinde, verleihen der Pflanze nach dem Laubfall aber eine feine Struktur.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

Die Art wurde von dem französischen Botaniker André Michaux während seiner Reisen durch den Osten Nordamerikas untersucht und 1803 in seiner Flora Boreali-Americana wissenschaftlich beschrieben. Bereits 1806 gelangte sie nach den Angaben der älteren britischen Gehölzliteratur in europäische Kultur.

Trotz dieser frühen Einführung blieb Clethra acuminata in europäischen Gärten wesentlich seltener als Clethra alnifolia. Das dürfte teilweise an der langsameren Entwicklung, dem größeren Platzbedarf und den speziellen Ansprüchen an Boden und Sommerklima liegen. Ihre zimtfarbene Rinde macht sie allerdings zu einer der auffälligsten laubabwerfenden Arten der Gattung.

Ethnobotanische Aufzeichnungen dokumentieren eine traditionelle Verwendung der Rinde durch die Cherokee. Abkochungen aus Rindenspänen wurden unter anderem bei hohem Fieber oder beim Erbrechen von Galle eingesetzt. Diese historische Überlieferung ist keine Empfehlung zur medizinischen Anwendung.

Standort und Pflege

Geeignet ist ein halbschattiger bis lichtschattiger Standort. Volle Sonne wird vertragen, wenn der Wurzelraum gleichmäßig frisch bleibt und sich nicht stark aufheizt. In sehr tiefem Schatten wächst die Pflanze lockerer und bildet gewöhnlich weniger Blütenstände.

Der Boden sollte sauer bis schwach sauer, humusreich und frisch bis feucht sein. Gleichzeitig muss überschüssiges Wasser zuverlässig abziehen können. Besonders günstig sind lockere, laubhumusreiche Böden mit einem gewissen Sand- oder Steinanteil.

Im Gegensatz zu Clethra alnifolia ist Clethra acuminata keine typische Pflanze sumpfiger Küstenebenen. Sie verträgt nach dem Einwurzeln vorübergehend trockenere Abschnitte, sollte aber nicht als trockenheitsverträgliches Gehölz eingeplant werden. Dauerhafte Staunässe kann Wurzelfäule und das Absterben einzelner Triebe begünstigen.

Auf schweren Lehm- oder Tonböden ist ein leicht erhöhter Pflanzplatz sinnvoll. Eine Mulchauflage aus Laubkompost oder anderem schwach saurem organischem Material hält die Feuchtigkeit gleichmäßiger und entspricht dem natürlichen Aufbau eines Waldbodens.

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Beschädigte, sich kreuzende oder ungünstig stehende Äste können im Spätwinter entfernt werden. Da die Blüten am diesjährigen Austrieb entstehen, wird ein vorsichtiger Schnitt vor dem Austrieb gut vertragen.

Soll die Pflanze als kleiner Baum wachsen, wird bereits bei jungen Exemplaren ein geeigneter Hauptstamm ausgewählt. Bei einer strauchartigen Erziehung bleiben mehrere Grundtriebe erhalten. Unerwünschte Wurzelausläufer können unmittelbar am Ansatz entfernt werden.

Klimatische Aspekte

WHZ: 5–8

Eine Winterhärte bis USDA-Zone 5 wird sowohl von nordamerikanischen Arboreten als auch in einer wissenschaftlichen Clethra-Züchtungsarbeit angegeben. Ältere britische Literatur beurteilt die Art vorsichtiger und bezeichnet sie als weniger winterhart als Clethra alnifolia. Unterschiede zwischen Herkünften sowie das Alter und die Ausreifung der Pflanzen dürften dabei eine Rolle spielen.

In kalten Regionen empfiehlt sich für junge Pflanzen ein geschützter Standort. Eine Mulchauflage über dem Wurzelbereich ist während der ersten Standjahre sinnvoll. Ein vollständiges Einwickeln des Gehölzes ist nach erfolgreichem Einwurzeln gewöhnlich nicht erforderlich.

Kritischer als kurze Frostperioden können heiße, trockene Sommer sein. Die Naturstandorte liegen überwiegend in feuchten Bergwäldern höherer Lagen. Auf stark aufgeheizten Böden können Blattränder eintrocknen und Blüte sowie Wachstum deutlich schwächer ausfallen. In sommerheißen Regionen ist leichter Nachmittagsschatten daher günstiger als eine ganztägig ungeschützte Sonnenlage.

Winterfeuchte wird auf lockeren Böden vertragen. Dauerhaft nasser, verdichteter Boden ist dagegen auch bei dieser feuchtigkeitsliebenden Art ungünstig – feucht und luftlos sind schließlich zwei sehr verschiedene Paar Gummistiefel.

Praxistipp

Clethra acuminata eignet sich für lichte Gehölzränder, humusreiche Waldgärten und höher gelegene Bereiche an Bach- oder Teichanlagen. Auf schweren Böden sollte sie nicht unmittelbar an die tiefste und nasseste Stelle gesetzt werden, sondern etwas erhöht, wo Wasser abziehen kann.

Als mehrstämmiger Strauch wirkt sie besonders natürlich. Eine einstämmige Erziehung bringt dagegen die zimtfarbene, sich abschälende Rinde besser zur Geltung. Ein Platz in der Nähe eines Weges ermöglicht es, sowohl die Sommerblüte als auch die Rinde aus der Nähe zu betrachten.

Farnen, Rhododendren und anderen Gehölzen für saure, humusreiche Böden bietet sie einen passenden lockeren Hintergrund. Für ein ausgewachsenes Exemplar sollten mindestens etwa drei bis vier Meter Höhe und zwei bis drei Meter seitlicher Raum eingeplant werden.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    weiß

Blütezeit

Blütezeit
    August

Früchte

Besonderes

Besonderes 1
    Schmetterlings/Falterweide
Besonderes
    Hummel und/oder Bienenweide
Besonderes
    Duftend
Besonderes
    Rindenschmuck

Boden

Boden 1
    humos
Boden 2
    feucht

Standort

Standort 1
    halbschattig
Standort 2
    schattig
Clethra acuminata - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

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Sie finden uns auf einigen Pflanzenmärkten in ganz Deutschland. Dort können Sie gern Ihre hier im Shop bestellten Pflanzen abholen.

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Abholung

.... geht natürlich auch in der Gärtnerei. Bitte vorher per Mail anfragen, da wir keine regulären Öffnungszeiten haben.

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