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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Clethra alnifolia ‘Hummingbird’ ist eine kompakt wachsende Auslese der Erlenblättrigen Scheineller, die auch Erlenblättrige Zimterle genannt wird. Die Art gehört zur Familie der Clethraceae und ist botanisch nicht mit den Erlen verwandt.
Das natürliche Verbreitungsgebiet von Clethra alnifolia erstreckt sich entlang der nordamerikanischen Ost- und Golfküste von Neuengland bis Florida und westwärts bis in das östliche Texas. Außerdem existieren kleine natürliche Vorkommen im südwestlichen Nova Scotia.
Die Art wächst in feuchten Küstenwäldern, sumpfigen Gebüschen, Moorbereichen sowie an Bach-, Teich- und Seeufern. Die Böden sind meist sauer, sandig oder reich an organischer Substanz und bleiben während der Vegetationszeit gleichmäßig feucht.
Der Gattungsname Clethra geht auf das griechische Wort klēthra für Erle zurück. Das lateinische Artepitheton alnifolia bedeutet ebenfalls „erlenblättrig“. Der deutsche Name Scheineller verweist auf die Ähnlichkeit der Blätter, ohne eine botanische Verwandtschaft mit den Erlen zu behaupten.
Wuchs und Blätter
‘Hummingbird’ wächst als sommergrüner, dicht verzweigter Strauch mit kompakter, breit rundlicher bis leicht kissenförmiger Grundform. Junge Pflanzen bleiben zunächst ausgesprochen niedrig. Ältere Exemplare erreichen gewöhnlich etwa 80 bis 120 Zentimeter Höhe und ungefähr 100 bis 150 Zentimeter Breite. Unter besonders günstigen Bedingungen können sie etwas größer werden.
Die Sorte wächst damit deutlich niedriger als die Wildart. Durch unterirdische Triebe kann sie sich mit zunehmendem Alter langsam verbreitern und größere Bestände bilden. Einzelne ältere Triebe können sich dabei leicht nach außen neigen.
Die wechselständig angeordneten Blätter sind elliptisch bis verkehrt eiförmig, am Rand fein bis deutlich gesägt und frisch- bis dunkelgrün. Ihre Oberfläche ist leicht glänzend. Im Herbst verfärbt sich das Laub gelb bis goldgelb, gelegentlich mit gelbbraunen Tönen.
Blüte
Von Juli bis August erscheinen zahlreiche aufrechte, meist etwa 10 bis 15 Zentimeter lange Blütentrauben. Sie bestehen aus vielen kleinen, cremeweißen, fünfzähligen Einzelblüten und stehen deutlich über dem Laub.
Die Blüten verströmen einen ausgeprägten süßlich-würzigen Duft, der häufig mit Gewürznelken oder Piment verglichen wird. Er ist besonders bei warmer, windstiller Witterung gut wahrnehmbar.
‘Hummingbird’ gilt als besonders reich und ausdauernd blühende Auslese. Häufig setzen bereits junge Pflanzen zahlreiche Blütenstände an. Während der Blütezeit lassen sich an den duftenden Blüten Bienen und verschiedene weitere blütenbesuchende Insekten beobachten.
Früchte
Nach der Blüte entwickeln sich kleine, rundliche, dreiteilige Kapselfrüchte. Sie sind zunächst grün und reifen im Herbst braun aus. Die trockenen Fruchtstände können bis weit in den Winter an den Zweigen verbleiben.
Ihr Zierwert ist zurückhaltend, nach dem Laubfall verleihen sie dem Strauch jedoch eine feine Struktur. Die entfernt an Pfefferkörner erinnernden Kapseln erklären den amerikanischen Namen „Sweet Pepperbush“. Als Gewürz werden sie nicht verwendet.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
‘Hummingbird’ wurde von dem amerikanischen Pflanzenkenner Fred Galle bei Callaway Gardens im Bundesstaat Georgia ausgewählt. Die ursprüngliche Pflanze wuchs am Ufer des dortigen Hummingbird Lake. Nach diesem Fundort erhielt die Sorte ihren Namen.
Es handelt sich um eine natürlich entstandene Sämlingsvariante, die durch ihren ungewöhnlich niedrigen Wuchs sowie ihre reiche und lang anhaltende Blüte auffiel. Fred Galle machte die Pflanze dem amerikanischen Gartenbau zugänglich; bereits Anfang der 1990er-Jahre wurde sie in größerer Stückzahl verbreitet.
Die Sorte erhielt mehrere gärtnerische Auszeichnungen. Seit 2012 trägt sie außerdem den Award of Garden Merit der Royal Horticultural Society.
Standort und Pflege
Geeignet ist ein halbschattiger bis lichtschattiger Standort. Auch sonnige Plätze sind möglich, wenn der Boden gleichmäßig feucht bleibt und sich im Sommer nicht zu stark aufheizt. Im lichten Schatten entwickelt sich die Sorte meist besonders ausgeglichen und blüht dennoch reichlich.
Der Boden sollte humusreich, sauer bis schwach sauer und frisch bis feucht sein. Sandige, lehmige und tonige Böden werden vertragen, sofern sie ausreichend organische Substanz enthalten und nicht austrocknen. Kalkreiche Böden können zu gelblichen Blättern und schwachem Wachstum führen.
Zeitweilige Vernässung wird gut vertragen. Dauerhaft verdichtete, vollkommen luftlose Böden sind dagegen auch für diese feuchtigkeitsliebende Art ungünstig. Für den Rand eines Teiches oder Bachlaufes eignet sie sich gut, nicht jedoch für eine ständig überstaute Flachwasserzone.
Eine Mulchauflage aus Laubkompost, Rindenhumus oder anderem schwach saurem organischem Material hält die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßiger. Während längerer Trockenperioden sollte durchdringend gewässert werden.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Beschädigte oder überalterte Grundtriebe können im Spätwinter bodennah entfernt werden. Da die Blüten am diesjährigen Austrieb entstehen, wird ein maßvoller Schnitt vor dem Austrieb gut vertragen. Unerwünschte Wurzelausläufer lassen sich unmittelbar am Ansatz abstechen.
Klimatische Aspekte
WHZ: 5–9
‘Hummingbird’ gilt als gut winterhart. Frisch gepflanzte Exemplare profitieren während des ersten Winters von einer schützenden Mulchauflage über dem Wurzelbereich. Gut eingewurzelte Pflanzen benötigen gewöhnlich keinen zusätzlichen Winterschutz.
Kritischer als winterliche Kälte sind sommerliche Hitze und anhaltende Trockenheit. Auf stark aufgeheizten, trockenen Böden können Blattränder eintrocknen, das Wachstum schwächer ausfallen und sich weniger Blütenstände entwickeln. In sommerheißen Regionen ist leichter Schatten während der heißesten Nachmittagsstunden günstig.
Der Austrieb erfolgt im Frühjahr vergleichsweise spät. Eine noch kahle Pflanze sollte daher nicht vorschnell als erfroren angesehen werden.
Praxistipp
‘Hummingbird’ eignet sich für kleinere Gärten, halbschattige Rabatten, lichte Gehölzränder, Regengärten und die höheren Randbereiche von Teich- oder Bachanlagen. Auch am Rand eines Moorbeetes findet die Sorte geeignete Bedingungen.
Wegen ihres ausgeprägten Duftes bietet sich ein Platz in der Nähe eines Sitzplatzes, Weges oder häufig geöffneten Fensters an. Für ein älteres Exemplar sollte trotz des niedrigen Wuchses mindestens etwa 1,2 bis 1,5 Meter seitlicher Raum eingeplant werden. Soll die Pflanze dauerhaft kompakt bleiben, werden seitlich erscheinende Ausläufer frühzeitig entfernt.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
cremeweiß
Blütezeit
-
Juli
Früchte
Besonderes
-
Schmetterlings/Falterweide
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
Boden
-
humos
-
feucht
-
anspruchslos
Standort
-
halbschattig
-
schattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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