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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Clethra alnifolia ‘Paniculata’ ist eine alte Gartenform der Erlenblättrigen Scheineller, die auch Erlenblättrige Zimterle genannt wird. Die Wildart stammt aus dem östlichen Nordamerika. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht vom südöstlichen Kanada entlang der Atlantik- und Golfküste bis Florida und in das östliche Texas.
Dort wächst sie in feuchten Küstenwäldern, sumpfigen Gebüschen, Moorbereichen sowie an Bach-, See- und Teichufern. Die Böden sind meist sauer, sandig oder reich an organischer Substanz und können zeitweise vernässt sein.
Der Gattungsname Clethra geht auf das griechische Wort klēthra für Erle zurück. Das Artepitheton alnifolia bedeutet ebenfalls „erlenblättrig“. Die deutschen Namen beziehen sich auf die Ähnlichkeit der Blätter mit denen einer Erle; botanisch sind die Gattungen jedoch nicht näher verwandt.
Wuchs und Blätter
‘Paniculata’ wächst als sommergrüner, kräftiger und dicht verzweigter Strauch. Mit einer Höhe und Breite von gewöhnlich 1,5 bis 2,5 Metern bleibt sie nicht wesentlich kleiner als die Wildart. Durch kurze Wurzelausläufer kann sich der Strauch mit zunehmendem Alter verbreitern und allmählich einen dichteren Bestand bilden.
Die verkehrt eiförmigen bis elliptischen Blätter sind am Rand fein gesägt und frisch- bis dunkelgrün. Im Herbst verfärben sie sich gelb bis goldgelb.
Blüte
Die Blütezeit liegt überwiegend zwischen Juli und September. Im Unterschied zur Wildart, deren Blütentrauben meist unverzweigt oder lediglich gehäuft angeordnet sind, entwickelt ‘Paniculata’ deutlich verzweigte, endständige Blütenrispen.
Die zahlreichen kleinen Einzelblüten sind weiß bis cremeweiß und verströmen einen ausgeprägten süßlich-würzigen Duft. Die verzweigten Rispen wirken besonders füllig und bleiben häufig über einen längeren Zeitraum ansehnlich. Während der Blüte lassen sich an ihnen Bienen und weitere blütenbesuchende Insekten beobachten.
Früchte
Nach der Blüte entstehen kleine, rundliche Kapselfrüchte. Sie reifen im Herbst braun aus und können bis weit in den Winter an den Zweigen verbleiben. Ihr Zierwert ist zurückhaltend, nach dem Laubfall verleihen die feinen Fruchtstände dem Strauch jedoch zusätzliche Struktur.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
‘Paniculata’ gehört zu den ältesten kultivierten Formen von Clethra alnifolia. Sie wurde bereits 1770 eingeführt und 1789 von William Aiton zunächst als eigenständige Art unter dem Namen Clethra paniculata beschrieben. Später wurde sie auch als Clethra alnifolia var. paniculata geführt.
Botanisch gilt sie heute nicht als eigene Art oder Varietät, sondern als besonders ausgeprägte Form von Clethra alnifolia. Da sie gärtnerisch klar unterscheidbar ist und vermutlich auf einen einzigen Klon zurückgeht, wird sie als Sorte ‘Paniculata’ behandelt.
Kennzeichnend sind nicht in erster Linie besonders lange Einzeltrauben, sondern die verzweigten endständigen Rispen. Im Handel können allerdings Pflanzen unter diesem Namen angeboten werden, deren Blütenstände kaum von der gewöhnlichen Art abweichen.
Standort und Pflege
Geeignet ist ein halbschattiger bis sonniger Standort. In voller Sonne entwickelt sich eine reiche Blüte, sofern der Boden gleichmäßig feucht bleibt. Auch lichter Schatten wird gut vertragen. Heiße, trockene und stark aufgeheizte Plätze sind weniger geeignet.
Der Boden sollte humusreich, sauer bis schwach sauer und frisch bis feucht sein. Sandige, lehmige und tonige Böden werden vertragen, solange sie nicht austrocknen. Auf kalkreichen Böden können gelbliche Blätter und ein schwächeres Wachstum auftreten.
Zeitweilige Vernässung wird gut vertragen. Dauerhaft verdichtete, vollkommen luftlose Böden oder eine ständig überstaute Flachwasserzone sind dagegen ungeeignet. Eine Mulchauflage aus Laubkompost oder anderem schwach saurem organischem Material hilft, die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßig zu halten.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Beschädigte oder überalterte Grundtriebe können im Spätwinter bodennah entfernt werden. Da die Blüten am diesjährigen Austrieb entstehen, wird auch ein maßvoller Rückschnitt vor dem Austrieb vertragen.
Klimatische Aspekte
WHZ: 4–9
‘Paniculata’ gilt als gut winterhart. Die Angaben zur genauen Einstufung reichen je nach Quelle von WHZ 3 bis 9; für die Gartenkultur ist eine vorsichtigere Einordnung ab WHZ 4 sinnvoll.
Kritischer als winterliche Kälte sind sommerliche Trockenheit und stark aufgeheizte Böden. Bei ausreichender Wasserversorgung wird Wärme gut vertragen. Der Austrieb erfolgt im Frühjahr vergleichsweise spät.
Praxistipp
‘Paniculata’ eignet sich für feuchte Rabatten, Gehölzränder, Moorbeete, Regengärten und die höheren Randbereiche von Teichen oder Bachläufen. Wegen des kräftigen Wuchses sollten etwa zwei Meter seitlicher Raum eingeplant werden.
Ein Platz in der Nähe eines Weges oder Sitzplatzes macht den sommerlichen Blütenduft besonders gut wahrnehmbar. Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf blühende Pflanzen: Eine echte ‘Paniculata’ sollte deutlich verzweigte endständige Rispen und nicht nur einzelne aufrechte Blütentrauben zeigen.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
cremeweiß
Blütezeit
-
August
Früchte
Besonderes
-
Schmetterlings/Falterweide
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
Boden
-
feucht
-
frisch
Standort
-
halbschattig
-
schattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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