Clethra alnifolia ‘Rosea’ ist eine rosablühende Auslese des nordamerikanischen Silberkerzenstrauchs (auch Scheineller genannt). Die Art Clethra alnifolia ist an der Ostküste Nordamerikas beheimatet, wo sie in feuchten Wäldern, Mooren und entlang von Gewässern wächst. Sorten wie ‘Rosea’ wurden wegen ihrer Blütenfarbe und langen Blütezeit in Kultur genommen.
Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte
‘Rosea’ wächst als locker bis straff aufrechter Strauch und erreicht in der Regel 2–3 m Höhe. Die Blätter sind elliptisch, mittelgrün und färben sich im Herbst gelblich.
Die Blüte erscheint im Hoch- bis Spätsommer, meist von Juli bis August. Die aufrecht stehenden Blütenrispen tragen kräftig rosafarbene Einzelblüten, die zum Ende der Blütezeit etwas aufhellen. Die Blüte ist ausgesprochen ausdauernd und kann an guten Standorten bis zu vier Wochen anhalten. Wie bei allen Clethra-Sorten verströmen die Blüten einen intensiven, süßlichen Duft und werden stark von Bienen, Hummeln und anderen Insekten besucht.
Nach der Blüte entwickeln sich kleine Kapselfrüchte, die für den Zierwert jedoch kaum Bedeutung haben.
Besonderheit / Verwendung in der Heimat / Kulturgeschichte
Rosablühende Formen wie ‘Rosea’ stellen eine gärtnerische Bereicherung gegenüber der meist weiß blühenden Wildart dar. In der Gartengestaltung wird die Sorte vor allem wegen ihrer Duftwirkung und der späten Blüte geschätzt, wenn viele andere Gehölze bereits verblüht sind.
Standort & Pflege
Bevorzugt werden feuchte, humose Böden im Halbschatten. Auch schattige Lagen werden gut vertragen, solange der Boden nicht austrocknet. Kurzzeitige Überschwemmungen oder Staunässe werden besser toleriert als Trockenheit.
Ein Schnitt ist meist nicht erforderlich; ältere Sträucher können im Spätwinter ausgelichtet oder bodennah verjüngt werden.
Klimatische Aspekte
Sehr winterhart (WHZ 3–8). Die Sorte gilt als robust und zuverlässig frostfest.
Praxistipp
Ideal für feuchte Gehölzränder, Waldgärten, Bachläufe oder Moorbeet-ähnliche Pflanzungen. Besonders wirkungsvoll in der Nähe von Sitzplätzen oder Wegen, wo der intensive Duft der Blüten gut zur Geltung kommt.













