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Silberkerzenstrauch, Zimterle, Scheineller

Clethra alnifolia 'September Beauty'

Hersteller: Herrenkamper Gärten

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Wesentliches Merkmal
    Strauch

4.8 (50 reviews)

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Clethra alnifolia ‘September Beauty’ ist eine spätblühende Auslese der Erlenblättrigen Scheineller, die auch Erlenblättrige Zimterle oder Silberkerzenstrauch genannt wird. Die Wildart stammt aus dem östlichen Nordamerika. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht vom südöstlichen Kanada entlang der Atlantik- und Golfküste bis Florida und in das östliche Texas.

Dort wächst Clethra alnifolia in feuchten Küstenwäldern, sumpfigen Gebüschen, Moorbereichen sowie an Bach-, See- und Teichufern. Die Böden sind meist sauer, sandig oder reich an organischer Substanz und können zeitweise vernässt sein.

Der Gattungsname Clethra geht auf das griechische Wort klēthra für Erle zurück. Auch das Artepitheton alnifolia bedeutet „erlenblättrig“. Die deutschen Namen beziehen sich auf die Ähnlichkeit der Blätter mit denen einer Erle; botanisch sind beide Gehölze nicht näher miteinander verwandt.

Wuchs und Blätter

‘September Beauty’ entwickelt sich zu einem aufrechten, dicht verzweigten und vieltriebigen Strauch. Sie wächst verhältnismäßig langsam und breitet sich mit zunehmendem Alter allmählich aus. Gewöhnlich erreicht sie etwa 1,5 bis 2 Meter Höhe; unter günstigen Bedingungen sind ungefähr 2,3 Meter möglich. Die Breite liegt meist zwischen 1,2 und 1,5 Metern.

Damit wächst die Sorte vergleichsweise schlank und kompakt, ist jedoch kein ausgesprochenes Zwerggehölz. Aus den flach verlaufenden Wurzeln können kurze Ausläufer entstehen, durch die sich ältere Pflanzen langsam verbreitern.

Die verkehrt eiförmigen bis elliptischen Blätter werden etwa 8 bis 9 Zentimeter lang. Sie sind auffallend fest, am Rand mäßig gesägt und dunkelgrün. Im Herbst verfärbt sich das Laub klar gelb bis goldgelb.

Blüte

Die Blüte beginnt gewöhnlich in der zweiten Augusthälfte und erreicht ihren Höhepunkt im September. Sie erscheint damit ungefähr zwei bis vier Wochen später als bei vielen anderen Sorten von Clethra alnifolia. In milden Jahren können einzelne Blütenstände bis Anfang Oktober erhalten bleiben.

An den Enden der diesjährigen Triebe entstehen mehrere dicht besetzte, aufrechte Blütentrauben. Sie werden meist etwa 10 Zentimeter, gelegentlich bis ungefähr 15 Zentimeter lang. Aus blassgrünen Knospen öffnen sich zahlreiche kleine, reinweiße Blüten mit auffallend orangebraunen Staubbeuteln.

Die Blüten verströmen einen ausgeprägten süßlich-würzigen Duft. Während der Blüte lassen sich an ihnen Bienen, Hummeln und weitere blütenbesuchende Insekten beobachten.

Früchte

Nach der Blüte entwickeln sich kleine, trockene Kapselfrüchte. Sie reifen im Herbst braun aus und können bis in den Winter an den Zweigen verbleiben. Ihr Zierwert ist zurückhaltend, nach dem Laubfall geben die feinen Fruchtstände dem Strauch jedoch zusätzliche Struktur.

Die entfernt an Pfefferkörner erinnernden Kapseln erklären den amerikanischen Namen „Sweet Pepperbush“. Als Pfeffer oder Gewürz werden sie nicht verwendet.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

‘September Beauty’ entstand in einer Baumschule in der Nähe von Plainsboro Township im US-Bundesstaat New Jersey. Als Mutterpflanze diente die alte rosablühende Sorte Clethra alnifolia ‘Rosea’; die Bestäubung erfolgte offen, sodass der Pollenspender nicht bekannt ist.

Ausgewählt wurde der Sämling von William Flemer III. Ausschlaggebend waren die reinweißen Blüten, das feste dunkelgrüne Laub, der aufrechte Wuchs und vor allem die außergewöhnlich späte Blüte. Während ‘Rosea’ dort bereits Ende Juli und im August blühte, erreichte der neue Sämling seine Vollblüte erst im September.

Das amerikanische Pflanzenpatent wurde 1996 angemeldet und 1998 unter der Nummer USPP10,481 veröffentlicht. Der Sortenname verweist unmittelbar auf das wichtigste Merkmal: die weiße, duftende Septemberblüte.

Standort und Pflege

Geeignet ist ein sonniger bis halbschattiger Standort. Auch lichter Schatten wird vertragen. In voller Sonne entwickelt sich gewöhnlich eine besonders reiche Blüte, sofern der Boden gleichmäßig feucht bleibt. Heiße, trockene und stark aufgeheizte Plätze sind weniger geeignet.

Der Boden sollte humusreich, sauer bis schwach sauer und frisch bis feucht sein. Sandige, lehmige und tonige Böden werden vertragen, solange sie ausreichend organische Substanz enthalten und nicht austrocknen. Auf kalkreichen Böden können gelbliche Blätter und ein schwächeres Wachstum auftreten.

Zeitweilige Vernässung wird besser vertragen als anhaltende Trockenheit. Dauerhaft verdichtete, vollkommen luftlose Böden oder eine ständig überstaute Flachwasserzone sind dennoch ungeeignet. Eine Mulchauflage aus Laubkompost oder anderem schwach saurem organischem Material hilft, die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßig zu halten.

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Beschädigte oder überalterte Grundtriebe können im Spätwinter bodennah entfernt werden. Da die Blüten am diesjährigen Austrieb entstehen, wird auch ein maßvoller Rückschnitt vor dem Austrieb vertragen. Unerwünschte Wurzelausläufer lassen sich direkt am Ansatz abstechen.

Klimatische Aspekte

WHZ: 4–9

‘September Beauty’ gilt als gut winterhart; einzelne Quellen ordnen sie sogar ab WHZ 3 ein. Gut eingewurzelte Pflanzen benötigen gewöhnlich keinen zusätzlichen Winterschutz.

Kritischer als winterliche Kälte sind sommerliche Trockenheit und stark aufgeheizte Böden. Die späte Blütezeit ist ein festes Sortenmerkmal, ihr genauer Beginn hängt jedoch von Witterung und Standort ab. Nach kühlen Sommern kann sich die Blüte weiter verzögern. In Lagen mit frühen Herbstfrösten besteht deshalb die Möglichkeit, dass die letzten Blütenstände nicht mehr vollständig aufblühen.

Der Austrieb erfolgt im Frühjahr vergleichsweise spät. Eine noch kahle Pflanze sollte daher nicht vorschnell als erfroren angesehen werden.

Praxistipp

‘September Beauty’ eignet sich besonders für feuchte Rabatten, lichte Gehölzränder, Waldgärten, Regengärten sowie die höheren Randbereiche von Teichen oder Bachläufen. Für ein älteres Exemplar sollten etwa 1,5 Meter seitlicher Raum eingeplant werden.

In Kombination mit früher blühenden Sorten wie ‘Ruby Spice’, ‘Rosea’ oder ‘Hummingbird’ lässt sich die Blütezeit der Gattung deutlich verlängern. Ein Platz in der Nähe eines Weges, Sitzplatzes oder häufig geöffneten Fensters macht den späten Blütenduft besonders gut wahrnehmbar.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    cremeweiß

Blütezeit

Blütezeit
    September

Früchte

Besonderes

Besonderes 1
    Schmetterlings/Falterweide
Besonderes
    Hummel und/oder Bienenweide
Besonderes
    Duftend

Boden

Boden 1
    feucht
Boden 2
    frisch

Standort

Standort 1
    halbschattig
Standort 2
    schattig
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Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

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