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Clethra barbinervis - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Japanische Zimterle

Clethra barbinervis

Hersteller: Herrenkamper Gärten

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Wesentliches Merkmal
    Strauch

4.8 (50 reviews)

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Clethra barbinervis ist eine ostasiatische Verwandte der nordamerikanischen Erlenblättrigen Scheineller Clethra alnifolia. Sie wird im Deutschen als Japanische Scheineller oder Japanische Zimterle bezeichnet. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst Japan, die Koreanische Halbinsel sowie Teile des östlichen, südöstlichen und südlich-zentralen China.

In Japan kommt die Art von Kyūshū bis in den Süden Hokkaidōs vor. Sie wächst in offenen Bergwäldern, an sonnigen Hängen und Bergrücken sowie in lichten Sekundärwäldern. Anders als häufig beschrieben, ist sie am Naturstandort nicht ausschließlich auf ausgesprochen feuchte Plätze beschränkt. In China wird sie in sommergrünen Bergwäldern und teilweise eher mäßig trockenen Lagen in etwa 800 bis 1.800 Metern Höhe gefunden.

Der Gattungsname Clethra geht auf das griechische Wort klēthra für Erle zurück und verweist auf die erlenähnlichen Blätter. Das Artepitheton barbinervis bedeutet sinngemäß „mit bärtigen Blattnerven“. Gemeint sind die feinen Haare, die besonders auf den Blattadern der Unterseite zu erkennen sind.

Wuchs und Blätter

Am Naturstandort entwickelt sich Clethra barbinervis zu einem großen Strauch oder kleinen Baum von etwa acht bis zehn Metern Höhe. In mitteleuropäischen Gärten bleibt sie gewöhnlich kleiner. Meist sind langfristig etwa drei bis fünf Meter zu erwarten; alte Exemplare können an günstigen, geschützten Standorten ungefähr sechs Meter oder mehr erreichen.

Die Pflanze wächst mehrtriebig, aufrecht und mit zunehmendem Alter breit ausladend. Charakteristisch ist eine etagenartige, mitunter als pagoden- oder kandelaberförmig beschriebene Verzweigung. Nach einer gelegentlich langsamen Anwachsphase entwickelt sie sich bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit mäßig zügig. Aus der Wurzelbasis können neue Triebe entstehen, sodass ältere Pflanzen allmählich breiter werden oder kleine Gruppen bilden.

Die wechselständig angeordneten Blätter stehen häufig dicht an den Enden der Zweige. Sie sind etwa fünf bis zwölf Zentimeter lang, oval bis verkehrt eiförmig, am Grund keilförmig verschmälert und laufen in eine deutliche Spitze aus. Der Blattrand ist scharf gesägt. Die Oberseite erscheint dunkelgrün und leicht glänzend, die Unterseite heller. Junge Blätter und Triebe tragen feine Sternhaare; an älteren Blättern bleiben vor allem die behaarten Blattadern der Unterseite erkennbar.

Im Herbst kann sich das Laub gelb, orange, bronzefarben oder rot verfärben. Die Ausprägung schwankt je nach Herkunft, Standort und Witterung. Einen besonderen Zierwert entwickelt die Rinde älterer Pflanzen: Die glatte graubraune bis rötlich-braune Borke löst sich in dünnen Schuppen und Platten ab. Darunter erscheinen hellere beige, graue, zimtbraune und rosabraune Partien. Farbe und Stärke der Rindenzeichnung können bei Sämlingspflanzen deutlich variieren.

Blüte

Von Juli bis August, je nach Standort und Witterung auch bis in den September, erscheinen an den Enden der diesjährigen Triebe zahlreiche kleine weiße Blüten. Sie stehen in meist acht bis 15 Zentimeter langen, dicht besetzten Trauben.

Anders als bei Clethra alnifolia sind die Blütenstände nicht durchgehend straff aufgerichtet. Sie stehen häufig waagerecht, nicken seitwärts oder hängen im vollständig entwickelten Zustand leicht über. Auch dadurch erhält die Japanische Zimterle eine lockerere, etwas natürlichere Erscheinung.

Die Blüten verströmen einen angenehm süßlich-würzigen Duft, der meist weniger kräftig ausfällt als bei der nordamerikanischen Art. Während der Blüte lassen sich an ihnen unterschiedliche blütenbesuchende Insekten beobachten.

Früchte

Nach der Blüte entstehen rundliche, etwa vier bis fünf Millimeter große Kapselfrüchte. Sie reifen im Herbst braun aus und enthalten zahlreiche kleine, abgeflachte Samen.

Die trockenen Fruchtstände können nach dem Laubfall bis weit in den Winter an den Zweigen verbleiben. Ihr Zierwert ist zurückhaltend, zusammen mit der abblätternden Rinde geben sie älteren Pflanzen jedoch auch im Winter eine deutlich erkennbare Struktur.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

In Japan trägt Clethra barbinervis den Namen Ryōbu. Die Art wurde dort nicht nur als Ziergehölz verwendet. Ihre jungen, noch zarten Blätter und Triebe wurden traditionell gekocht, getrocknet oder als Bestandteil von Reisgerichten gegessen. Besonders bekannt war Ryōbu als sogenannte Not- oder Hungerpflanze, deren getrocknete Blätter in Zeiten schlechter Ernten als Vorrat dienten.

Eine überlieferte Deutung des japanischen Namens bringt ihn mit dem Wort für Erlass oder Verordnung in Verbindung. Demnach soll die Anpflanzung des Gehölzes früher behördlich angeordnet worden sein, um Reserven für Hungerzeiten bereitzuhalten. Ob sich der Name tatsächlich auf diese Praxis zurückführen lässt, ist sprachgeschichtlich nicht abschließend geklärt.

Das harte, dichte Holz wurde außerdem zur Herstellung von Holzkohle, gedrechselten Gegenständen, Geräten und kleineren Bauteilen genutzt. Stämme mit erhaltener Rinde fanden auch als dekorative Pfosten in traditionellen japanischen Innenräumen Verwendung.

Nach Europa gelangte die Art um 1870. In die Vereinigten Staaten wurde sie 1886 eingeführt, als Saatgut aus Hokkaidō an das Arnold Arboretum geschickt wurde. Trotz dieser frühen Einführung ist Clethra barbinervis in europäischen Gärten bis heute vergleichsweise selten geblieben.

Standort und Pflege

Am besten eignet sich ein halbschattiger bis lichtschattiger Standort. Auch Sonne wird vertragen, wenn der Boden während des Sommers gleichmäßig feucht bleibt. Heiße, trockene und durch Mauern oder Pflaster stark aufgeheizte Plätze sind ungeeignet. Dort können die Blattränder eintrocknen und Spinnmilben auftreten.

Der Boden sollte humusreich, sauer bis schwach sauer und frisch bis feucht sein. Sandige, lehmige und tonige Substrate kommen infrage, wenn sie ausreichend organische Substanz enthalten. Auf kalkreichen Böden kann das Laub aufhellen und das Wachstum nachlassen.

Zeitweilige Nässe wird besser vertragen, als es die pauschale Angabe „keine Staunässe“ vermuten lässt. Geeignet sind beispielsweise feuchte Böden an Bachläufen und oberhalb von Teichrändern. Dauerhaft überstaute, verdichtete oder vollkommen luftlose Böden bleiben dennoch ungünstig. Eine Mulchauflage aus Laubkompost oder anderem schwach saurem organischem Material schützt die flacheren Wurzeln und hält die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßiger.

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Beschädigte, sich kreuzende oder überalterte Triebe können im Spätwinter entfernt werden. Da die Blüten am diesjährigen Austrieb entstehen, wird ein maßvoller Schnitt vor dem Austrieb vertragen. Soll die Pflanze zu einem kleinen Baum erzogen werden, können untere Seitentriebe über mehrere Jahre schrittweise entfernt werden.

Klimatische Aspekte

WHZ: 5–8

Clethra barbinervis ist gut winterhart, erreicht jedoch nicht ganz die Kältetoleranz von Clethra alnifolia. Je nach Quelle wird sie der USDA-Zone 5 zugeordnet. In sehr kalten Regionen und an offenen Standorten können junge Triebe zurückfrieren. Besonders innerhalb der kälteren Bereiche von WHZ 5 ist ein vor austrocknenden Winterwinden geschützter Platz sinnvoll.

Frisch gepflanzte Exemplare profitieren während der ersten Winter von einer Mulchauflage über dem Wurzelbereich. Auch junge Frühjahrstriebe können durch späte Fröste geschädigt werden.

Im Sommer sind anhaltende Hitze und austrocknende Böden meist problematischer als mäßige Winterkälte. An einem luftigen, halbschattigen Platz mit gleichmäßiger Bodenfeuchtigkeit bleibt das Laub deutlich länger ansehnlich.

Praxistipp

Die auffällige Rinde kommt besonders gut zur Geltung, wenn Clethra barbinervis mehrstämmig oder als kleiner Baum erzogen wird. Bei jungen Pflanzen können einzelne bodennahe Seitentriebe nach und nach entfernt werden, ohne den natürlichen kandelaberartigen Aufbau zu zerstören.

Geeignete Standorte sind lichte Waldgärten, halbschattige Gehölzränder und feuchte Bereiche oberhalb von Teichen oder Bachläufen. Ein dunkler Hintergrund aus immergrünen Gehölzen hebt sowohl die weißen Blüten als auch die helle, gefleckte Rinde hervor.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    weiß

Blütezeit

Blütezeit
    August

Früchte

Besonderes

Besonderes 1
    Schmetterlings/Falterweide
Besonderes
    Hummel und/oder Bienenweide
Besonderes
    Duftend
Besonderes
    Rindenschmuck

Boden

Boden 1
    humos
Boden 2
    feucht

Standort

Standort 1
    halbschattig
Standort 2
    schattig
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Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

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