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Clethra fargesii - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Clethra fargesii - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Farges Zimterle

Clethra fargesii

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
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Wesentliches Merkmal
    Strauch

4.8 (50 reviews)

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Clethra fargesii ist eine sommergrüne Scheineller aus dem zentralen und südlichen China. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst die Provinzen Guizhou, Hubei, Hunan, Jiangxi und Sichuan. Dort wächst sie in montanen Laubwäldern, lichten Gehölzbeständen, Gebüschen und an Waldrändern in Höhenlagen von etwa 700 bis 2.100 Metern.

Ältere Gartenliteratur beschreibt Clethra fargesii häufig als nahe Verwandte oder chinesisches Gegenstück der Japanischen Zimterle Clethra barbinervis. Beide Arten ähneln sich im Wuchs, in den weißen Sommerblüten und in der abblätternden Rinde. Botanisch lassen sie sich jedoch unter anderem anhand der Blattform, der Behaarung und der Kelchblätter unterscheiden. Die Blätter von Clethra fargesii sind gewöhnlich in der Mitte am breitesten und unterseits weniger dauerhaft behaart.

Der Gattungsname Clethra geht auf das griechische Wort klēthra für Erle zurück und verweist auf die Ähnlichkeit der Blätter mit denen einer Erle. Das Artepitheton fargesii erinnert an den französischen Missionar und Pflanzensammler Paul Guillaume Farges, der viele Jahre in China lebte und umfangreiche Pflanzensammlungen an das Muséum national d’Histoire naturelle in Paris sandte.

Wuchs und Blätter

Am Naturstandort kann Clethra fargesii je nach Standort und Herkunft als Strauch oder kleiner Baum wachsen. Die Flora of China nennt eine ungewöhnlich große Spanne von einem bis 15 Metern. In mitteleuropäischen Gärten ist eher mit einem großen Strauch von etwa 2,5 bis vier Metern Höhe zu rechnen. Unter besonders günstigen Bedingungen kann sich langfristig ein noch größeres, kleinbaumartiges Exemplar entwickeln.

Die Art wächst aufrecht, mehrtriebig und locker bis mäßig dicht verzweigt. Ältere Pflanzen können durch bodennahe Triebe oder kurze Ausläufer allmählich breiter werden. Die in der Gartenliteratur gelegentlich genannte Endbreite von etwa zwei Metern dürfte daher nur für jüngere oder regelmäßig ausgelichtete Pflanzen gelten.

Die wechselständig angeordneten Blätter sind elliptisch bis oval-lanzettlich, etwa sieben bis 14 Zentimeter lang und laufen in eine deutlich ausgezogene Spitze aus. Ihr Rand ist scharf gesägt. Die Oberseite erscheint dunkelgrün und leicht glänzend, während die hellere Unterseite entlang der Blattadern und in den Nervenwinkeln fein behaart sein kann. Junge Triebe und Blattstiele tragen ebenfalls eine feine, teilweise sternförmige Behaarung.

Im Herbst verfärbt sich das Laub je nach Standort und Herkunft gelb bis goldgelb, gelegentlich auch bronzerot oder stumpf rötlich.

Einen zusätzlichen Zierwert entwickelt die Rinde älterer Triebe. Die zunächst braune bis zimtfarbene Borke löst sich in dünnen Schuppen und Platten ab. Darunter kommen glatte, hellere Partien zum Vorschein, wodurch eine marmorierte Zeichnung entsteht. Dieses Merkmal erinnert deutlich an Clethra barbinervis und bleibt auch nach dem Laubfall sichtbar.

Blüte

Die Blütezeit liegt überwiegend im Juli und August. An den Enden der diesjährigen Triebe entwickeln sich mehrere schlanke Blütentrauben, die gemeinsam einen großen, locker verzweigten Blütenstand bilden. Die einzelnen Trauben werden meist etwa 15 bis 25 Zentimeter lang.

Sie stehen zunächst aufrecht bis schräg aufsteigend und können sich mit zunehmender Länge etwas zur Seite neigen. Bei kräftigen älteren Exemplaren kann die gesamte endständige Blütengruppe annähernd 30 Zentimeter Länge und eine beträchtliche Breite erreichen.

Die zahlreichen kleinen Einzelblüten sind reinweiß und verströmen einen deutlich wahrnehmbaren süßlichen Duft. Während der Blüte lassen sich an ihnen unterschiedliche blütenbesuchende Insekten beobachten. Eine gleichmäßige Wasserversorgung im Sommer unterstützt die Ausbildung zahlreicher und gut entwickelter Blütentrauben.

Früchte

Nach der Blüte entstehen kleine, nahezu kugelige Kapselfrüchte von etwa drei Millimetern Durchmesser. Sie reifen im Herbst braun aus und enthalten zahlreiche sehr kleine, abgeflachte Samen.

Die Kapseln besitzen keinen auffälligen Fruchtschmuck, bleiben jedoch eine Zeit lang an den langen Blütentrauben erhalten. Nach dem Laubfall geben die trockenen Fruchtstände dem Strauch zusammen mit der marmorierten Rinde eine feine winterliche Struktur.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

Die Art wurde 1895 von dem französischen Botaniker Adrien René Franchet wissenschaftlich beschrieben. Grundlage war das von Paul Guillaume Farges in Sichuan gesammelte Herbarexemplar mit der Sammelnummer 108. Farges führte die lebende Pflanze jedoch offenbar nicht selbst in den europäischen Gartenbau ein.

Ernest Henry Wilson fand Clethra fargesii im Jahr 1900 erneut, als er im Auftrag der englischen Gärtnerei Veitch in China sammelte. Aus diesen Aufsammlungen gelangte lebendes Material nach Europa. In Kew kam die Art im Juli 1921 erstmals zur Blüte.

Trotz dieser frühen Einführung ist Clethra fargesii in europäischen Gärten und Baumschulen bis heute selten geblieben. Dafür dürften neben der begrenzten Verfügbarkeit auch die Verwechslungsmöglichkeiten mit Clethra barbinervis verantwortlich sein. Unterscheiden lassen sich ältere Gartenexemplare vor allem anhand der schmaleren, meist in der Mitte breitesten Blätter sowie der langen, zu einer großen endständigen Gruppe vereinigten Blütentrauben.

Standort und Pflege

Geeignet ist ein halbschattiger bis lichtschattiger Standort. Auch ein sonniger Platz kommt infrage, wenn der Boden im Sommer gleichmäßig feucht bleibt. Heiße, trockene und durch Mauern oder Pflaster stark aufgeheizte Standorte sind ungeeignet. Bei Wassermangel können die Blütenstände spärlich bleiben, die Blattränder eintrocknen und Spinnmilben auftreten.

Der Boden sollte humusreich, locker und frisch bis feucht sein. Bevorzugt werden saure bis schwach saure, möglichst kalkarme Substrate. Sandige oder lehmige Böden sind geeignet, sofern sie ausreichend organische Substanz enthalten und die Feuchtigkeit halten können.

Zeitweilige Nässe wird vertragen, dauerhaft verschlämmte, verdichtete oder vollkommen luftlose Böden sind jedoch ungünstig. Clethra fargesii ist damit keine Pflanze für eine ständig überstaute Flachwasserzone. Eine Mulchauflage aus Laubkompost, Rindenhumus oder anderem schwach saurem organischem Material hält den Wurzelbereich gleichmäßiger kühl und feucht.

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht notwendig. Beschädigte, ungünstig stehende oder überalterte Grundtriebe können im Spätwinter entfernt werden. Da die Blüten am diesjährigen Austrieb entstehen, wird auch ein mäßiger Rückschnitt vor dem Austrieb vertragen. Soll sich die dekorative Rinde gut entwickeln, sollten jedoch genügend ältere Triebe erhalten bleiben.

Klimatische Aspekte

WHZ: 5–8

Die verfügbaren Kulturangaben ordnen Clethra fargesii überwiegend den USDA-Zonen 5 bis 8 zu. Aufgrund der Seltenheit der Art liegen jedoch deutlich weniger langfristige Gartenerfahrungen vor als bei Clethra alnifolia. Die Aussage, sie sei in sämtlichen kühleren Regionen vollkommen problemlos, wäre deshalb zu weitgehend.

Junge Pflanzen profitieren in den ersten Wintern von einem windgeschützten Standort und einer schützenden Mulchauflage über dem Wurzelbereich. Kritischer als mäßige Winterkälte sind häufig austrocknende Winterwinde sowie anhaltende Sommerhitze in Verbindung mit Wassermangel.

Der Austrieb erfolgt im Frühjahr vergleichsweise spät. Eine noch kahle Pflanze sollte daher nicht vorschnell für erfroren gehalten werden. Für eine reiche Blüte sind gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit und ein vor heißer Mittagssonne geschützter Standort wichtiger als ein besonders warmes Kleinklima.

Praxistipp

Clethra fargesii sollte so gepflanzt werden, dass nicht nur die Blüten, sondern auch die älteren Stämme sichtbar bleiben. Durch das schrittweise Entfernen einzelner bodennaher Seitentriebe lässt sich die marmorierte Rinde hervorheben, ohne den natürlichen mehrstämmigen Wuchs zu verlieren.

Geeignete Plätze sind lichte Waldgärten, halbschattige Gehölzränder sowie frische Bereiche oberhalb von Teichen oder Bachläufen. Farne, Rodgersien und Funkien passen zu den Bodenansprüchen und verdecken die älteren Stämme nicht vollständig. Ein dunkler Hintergrund aus immergrünen Gehölzen hebt sowohl die weißen Blütenstände als auch die helle Rindenzeichnung hervor. In der Nähe eines Weges oder Sitzplatzes lässt sich zudem der sommerliche Blütenduft gut wahrnehmen.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    weiß

Blütezeit

Blütezeit
    Juli

Früchte

Besonderes

Besonderes 1
    Schmetterlings/Falterweide
Besonderes
    Hummel und/oder Bienenweide
Besonderes
    Duftend

Boden

Boden 1
    feucht
Boden 2
    frisch

Standort

Standort 1
    halbschattig
Standort 2
    schattig
Clethra fargesii - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Clethra fargesii - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

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.... geht natürlich auch in der Gärtnerei. Bitte vorher per Mail anfragen, da wir keine regulären Öffnungszeiten haben.

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