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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Herkunft und Einordnung
Colquhounia coccinea gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht vom zentralen und östlichen Himalaya über Tibet und Myanmar bis nach Südzentral-China und Thailand. Kew nennt außerdem Assam und Bangladesh als natürliche Vorkommensgebiete.
In China wächst die Art vor allem auf steinigen und grasigen Berghängen sowie in Gebüschen, seltener auch in Wäldern. Dort kommt sie in Höhenlagen von etwa 1.400 bis 3.000 m vor.
Einen allgemein etablierten deutschen Namen besitzt die Art bislang kaum. Gelegentlich werden übersetzte Bezeichnungen verwendet; botanisch eindeutig bleibt daher der Name Colquhounia coccinea.
Die Gattung Colquhounia wurde nach Sir Robert Colquhoun benannt, einem naturkundlich interessierten Förderer des Botanischen Gartens in Kalkutta. Das lateinische Artepitheton coccinea bedeutet „scharlachrot“ und bezieht sich auf die auffällige Farbe der Blüten.
Wuchs und Blätter
Colquhounia coccinea wächst als aufrechter bis teilweise locker überhängender Strauch. In ihrer asiatischen Heimat erreicht sie gewöhnlich etwa 1 bis 2 m Höhe, unter günstigen Bedingungen sind jedoch Exemplare bis etwa 4,5 m dokumentiert.
In europäischen Gärten bleiben die Pflanzen häufig niedriger. Die Royal Horticultural Society gibt für kultivierte Exemplare etwa 1,5 bis 2,5 m Höhe und eine ähnliche Breite an.
Die Blätter sind gegenständig angeordnet, eiförmig bis eiförmig-lanzettlich und ungefähr 7 bis 11 cm lang. Ihr Rand ist gekerbt, die Spitze deutlich ausgezogen.
Besonders charakteristisch ist die Behaarung. Junge Zweige und die Unterseiten der Blätter tragen rostfarbene, sternförmige Haare, wodurch das Laub einen graugrünen bis leicht silbrig-rötlichen Eindruck erhalten kann.
Beim Zerreiben verströmen Blätter und andere Pflanzenteile einen aromatischen Duft, der in älterer dendrologischer Literatur als angenehm apfelartig beschrieben wird.
Blüte und Früchte
Die Blütezeit von Colquhounia coccinea beginnt vergleichsweise spät. Flora of China gibt August bis November, gelegentlich sogar bis Dezember an.
Die etwa 2 bis 2,5 cm langen Lippenblüten sind orange-rot bis kräftig scharlachrot. Sie stehen in mehrblütigen Scheinquirlen, die sich zu auffälligen endständigen Blütenständen zusammenschließen.
Die gebogenen Blütenröhren und die kräftige Farbe geben der Pflanze während der Blüte ein für ein Gehölz ungewöhnliches Erscheinungsbild.
Nach der Blüte entstehen die für viele Lippenblütler typischen kleinen Teilfrüchte. Flora of China beschreibt sie als schmal verkehrt-lanzettliche Nüsschen. Einen besonderen Zierwert besitzen die Früchte nicht.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die botanische Geschichte von Colquhounia coccinea beginnt im frühen 19. Jahrhundert mit dem dänischen Botaniker Nathaniel Wallich.
Wallich leitete den Botanischen Garten von Kalkutta und beschäftigte sich intensiv mit der Flora Indiens und des Himalaya. 1822 veröffentlichte er die wissenschaftliche Beschreibung von Colquhounia coccinea und stellte gleichzeitig die neue Gattung Colquhounia auf.
Den Namen wählte er zu Ehren von Sir Robert Colquhoun, den er als einen mit verschiedenen Bereichen der Naturgeschichte vertrauten Förderer des Botanischen Gartens in Kalkutta würdigte.
Nach Europa gelangte Colquhounia coccinea spätestens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Trees and Shrubs Online nennt eine Einführung vor 1850.
Später kamen weitere Herkünfte hinzu. Der britische Pflanzensammler Frank Kingdon-Ward führte beispielsweise 1938 eine großblütige Form aus dem Assam-Himalaya ein.
Die Art ist außerdem ausgesprochen variabel. Kew unterscheidet gegenwärtig drei Varietäten: Colquhounia coccinea var. coccinea, var. mollis und var. parviflora. Sie unterscheiden sich unter anderem in Behaarung, Blütengröße und Verbreitung.
Standort und Pflege
Colquhounia coccinea bevorzugt einen sonnigen, warmen und geschützten Standort.
Geeignet sind gut durchlässige Böden. Die Royal Horticultural Society nennt sandige, lehmige und kalkhaltige Böden und beschreibt die Art hinsichtlich des pH-Wertes als anpassungsfähig von sauer über neutral bis alkalisch.
Besonders wichtig ist eine gute Drainage. Winterliche Staunässe sollte vermieden werden.
Ein sehr nährstoffreicher Boden ist nicht notwendig. Auf mäßig fruchtbaren, durchlässigen Standorten entwickelt sich die Pflanze gut.
Im Frühjahr können erfrorene oder ungünstig stehende Triebe zurückgeschnitten werden. Auch stärker zurückgefrorene Pflanzen besitzen die Fähigkeit, erneut aus der Basis auszutreiben.
Eine Kultur im Kübel ist ebenfalls möglich. Dabei sollte besonders auf einen zuverlässigen Wasserabzug und einen angemessenen Winterschutz des Wurzelballens geachtet werden.
Klimatische Aspekte
Die Winterhärte von Colquhounia coccinea sollte nicht überschätzt werden. Die Royal Horticultural Society bewertet die Art mit H4, entsprechend ungefähr –10 bis –5 °C.
Die bisherige pauschale Angabe WHZ 7–9 lässt sich damit nicht ohne Weiteres gleichsetzen und würde für die mitteleuropäische Gartenkultur eine zu große Sicherheit vermitteln.
Hinzu kommt eine erhebliche Variabilität zwischen verschiedenen Herkünften. Trees and Shrubs Online weist ausdrücklich darauf hin, dass sich unterschiedliche Formen auch hinsichtlich ihrer Winterhärte unterscheiden.
Bei stärkeren Frösten können die oberirdischen Triebe geschädigt werden. Gut etablierte Pflanzen können anschließend wieder aus der Basis austreiben. Darauf sollte man sich in sehr kalten Regionen jedoch nicht als sichere Überwinterungsstrategie verlassen.
Ein warmer Platz mit Schutz vor kalten Nord- und Ostwinden sowie ein gut drainierter Boden verbessert die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Freilandkultur erheblich.
Praxistipp
Bei Colquhounia coccinea lohnt es sich, einen der wärmsten und geschütztesten Plätze des Gartens auszuwählen. Besonders geeignet kann beispielsweise eine sonnige Lage vor einer wärmespeichernden Mauer sein.
Man sollte der Pflanze außerdem mehr Platz zugestehen, als die häufig genannten 80 bis 120 cm vermuten lassen. In günstiger Lage kann daraus ein deutlich über 2 m hoher Strauch werden.
Gerade die späte Blüte macht die Art ungewöhnlich: Während viele andere Gehölze bereits auf den Herbst zugehen, können sich an Colquhounia coccinea noch bis weit in den Herbst hinein neue orange- bis scharlachrote Blüten öffnen.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
orange
Blütezeit
-
Juli
Früchte
Besonderes
-
Schmetterlings/Falterweide
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
Boden
-
feucht
-
durchlässig
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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