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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Cornus alternifolia, der Wechselblättrige Hartriegel oder Pagoden-Hartriegel, stammt aus dem östlichen Nordamerika. Sein natürliches Verbreitungsgebiet reicht von Neufundland westwärts bis ins südliche Manitoba und nach Minnesota. Nach Süden erstreckt es sich durch die östlichen und mittleren USA bis Arkansas, Mississippi, Alabama und in den äußersten Norden Floridas.
Die Art wächst als Unterwuchsgehölz in sommergrünen Wäldern, an Waldrändern, Bachläufen und Sumpfrändern sowie am Fuß bewaldeter Hänge. Sie kommt sowohl in feuchten als auch in mäßig trockenen Waldgesellschaften vor, entwickelt sich jedoch besonders gut auf tiefgründigen, kühlen und gut durchlässigen Böden.
Der Gattungsname Cornus leitet sich vom lateinischen Wort cornu für Horn ab und verweist auf das harte, dichte Holz vieler Hartriegel. Das Artepitheton alternifolia bedeutet „wechselblättrig“. Diese Blattstellung ist innerhalb der Gattung ungewöhnlich, da die meisten Hartriegel gegenständige Blätter besitzen. Die Bezeichnung Pagoden-Hartriegel bezieht sich auf die waagerechten, deutlich voneinander abgesetzten Astetagen.
Wuchs und Blätter
Cornus alternifolia entwickelt sich zu einem großen, häufig mehrstämmigen Strauch oder kleinen Baum. In Gärten erreicht er meist etwa 4,5 bis sieben Meter Höhe. Sehr alte Exemplare können unter günstigen Bedingungen bis ungefähr neun oder zehn Meter hoch werden.
Die Krone wächst breit ausladend und kann mit sechs bis neun Metern deutlich breiter als hoch werden. Die waagerechten Seitenäste stehen in übereinanderliegenden Etagen und biegen sich an ihren Enden leicht aufwärts. Bei frei stehenden Exemplaren entsteht dadurch die charakteristische flache, pagodenartige Silhouette. Die jungen Zweige sind grünlich bis rötlich-violett; ältere Stämme entwickeln eine graubraune, zunehmend flach gefurchte Rinde.
Die vier bis 13 Zentimeter langen Blätter sind elliptisch bis eiförmig und besitzen eine lang ausgezogene Spitze sowie einen leicht gewellten Blattrand. Obwohl sie tatsächlich wechselständig stehen, sammeln sie sich häufig so dicht an den Triebenden, dass sie beinahe quirlständig erscheinen. Die Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite heller bis weißlich-grün.
Im Herbst färbt sich das Laub gelb, rot oder rötlich-violett. Intensität und Farbton hängen von Standort, Witterung und Sämlingsherkunft ab.
Blüte
Von Mai bis Juni erscheinen nach dem Laubaustrieb zahlreiche kleine, cremeweiße bis gelblich-weiße Blüten. Sie stehen in offenen, flachen und doldenähnlichen Trugdolden von etwa fünf bis sieben Zentimetern Durchmesser oberhalb des Laubes.
Anders als bei Cornus florida oder Cornus kousa werden die eigentlichen Blütenstände nicht von großen, auffälligen Hochblättern umgeben. Die Wirkung ist daher feiner und zurückhaltender. Die Einzelblüten duften leicht. Während der Blüte lassen sich an ihnen unterschiedliche blütenbesuchende Insekten beobachten.
Früchte
Aus den Blüten entwickeln sich rundliche, etwa sieben bis zehn Millimeter große Steinfrüchte. Sie sind zunächst grünlich bis hell gefärbt und reifen im Hoch- oder Spätsommer dunkelblau bis blau-schwarz aus. Besonders auffällig ist der Kontrast zu den sich orange- bis korallenrot färbenden Fruchtstielen.
Die Früchte stehen in lockeren Gruppen oberhalb des Laubes und besitzen einen deutlichen Zierwert. Häufig werden sie von Vögeln rasch abgeerntet, sodass der Fruchtschmuck nicht jedes Jahr lange an der Pflanze verbleibt.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Unter den nordamerikanischen Hartriegeln lässt sich Cornus alternifolia besonders leicht an seiner wechselständigen Blattstellung erkennen. Zusammen mit dem ostasiatischen Riesen-Hartriegel Cornus controversa gehört er zu den wenigen kultivierten Arten der Gattung, bei denen dieses Merkmal auftritt.
Ethnobotanische Aufzeichnungen dokumentieren verschiedene traditionelle Verwendungen. Bei den Menominee wurde die Pflanze als Bestandteil von Kinnikinnick genannten Rauchmischungen verwendet. Für die Cherokee ist eine traditionelle Nutzung der Wurzelrinde bei Fieber überliefert. Diese Angaben sind kulturgeschichtlich zu verstehen und stellen keine Empfehlung zur medizinischen Verwendung dar.
Als Gartengehölz wird die Art vor allem wegen ihrer deutlich gegliederten Krone geschätzt. Ihre Wirkung beruht weniger auf einem einzelnen besonders auffälligen Merkmal als auf dem Zusammenspiel aus Astaufbau, heller Blüte, blau-schwarzen Früchten, Herbstfärbung und der im Winter sichtbaren Verzweigung.
Standort und Pflege
Am besten eignet sich ein halbschattiger bis lichtschattiger Platz mit kühlem Wurzelbereich. Sonne wird in Regionen mit gemäßigten Sommern vertragen, sofern der Boden gleichmäßig frisch bleibt. Heiße, durch Mauern oder Pflaster aufgeheizte Standorte sind ungeeignet.
Der Boden sollte humusreich, tiefgründig, sauer bis neutral und frisch bis mäßig feucht sein. Sandige oder lehmige Substrate kommen infrage, wenn sie genügend organische Substanz enthalten und nicht vollständig austrocknen. Dauerhafte Staunässe und verdichtete, schlecht belüftete Böden werden nicht vertragen.
Das flache, faserige Wurzelsystem reagiert empfindlich auf Austrocknung und stärkere Bodenbearbeitung. Eine Mulchauflage aus Laubkompost oder anderem organischem Material hält den Wurzelbereich kühl und die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßiger. Ältere Pflanzen lassen sich wegen des flachen, weitreichenden Wurzelsystems nur ungern verpflanzen.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Trockene, beschädigte oder sich kreuzende Äste können während der Winterruhe entfernt werden. Starke Formkorrekturen sollten unterbleiben, da der natürliche Etagenaufbau den wesentlichen Zierwert ausmacht.
Eine für diese Art charakteristische Erkrankung ist der Goldkrebs, verursacht durch den Pilz Cryptodiaporthe corni. Befallene Zweige zeigen auffällig gelb bis orange verfärbte Rindenpartien. Sie sollten während der Winterruhe bis in gesundes Holz zurückgeschnitten und die Schnittwerkzeuge anschließend gereinigt werden.
Klimatische Aspekte
WHZ: 3–7
Cornus alternifolia ist ausgesprochen winterhart. Die Zuordnung zu den Winterhärtezonen 3 bis 7 wird durch mehrere nordamerikanische Fachquellen gestützt. Junge Triebe können durch späte Fröste geschädigt werden, gewöhnlich treibt die Pflanze jedoch wieder aus.
Die eigentliche klimatische Grenze liegt weniger bei der Winterkälte als bei heißen, trockenen Sommern. In warmen Regionen sind ein halbschattiger Standort, eine Mulchauflage und eine gleichmäßige Wasserversorgung besonders wichtig. Trockenstress schwächt das Gehölz und kann das Auftreten von Blatt- und Trieberkrankungen begünstigen.
Auch sehr offene, windige Standorte sind ungünstig. Die weit ausladenden, waagerechten Äste können durch starken Wind, Eislast oder schweren Nassschnee beschädigt werden.
Praxistipp
Für Cornus alternifolia sollte von Anfang an ausreichend seitlicher Raum eingeplant werden. Die charakteristische Aststruktur entwickelt sich nur, wenn die Krone nicht zwischen anderen Gehölzen eingeklemmt oder regelmäßig zurückgeschnitten werden muss.
Besonders gut kommt die pagodenartige Silhouette vor einem dunklen Hintergrund aus immergrünen Gehölzen oder einer ruhigen Wandfläche zur Geltung. Farne, Waldstauden und Frühjahrsgeophyten eignen sich als Unterpflanzung. Wegen des flachen Wurzelsystems sollten sie möglichst schon bei der Pflanzung des Gehölzes eingesetzt oder später nur vorsichtig ergänzt werden.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
weiß
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Vogelnahrung
Boden
-
sandig
-
feucht
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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