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Corylopsis veitchiana - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Corylopsis veitchiana - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Veitchs Winterhasel

Corylopsis veitchiana

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
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Wesentliches Merkmal
    Strauch
Vermehrungshinweis
    kein Saatgut

4.8 (50 reviews)

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Corylopsis veitchiana, Veitchs Scheinhasel oder Veitchs Winterhasel, stammt aus China. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst die Provinzen Anhui und Hubei sowie das östliche Sichuan. Dort wächst sie in montanen Wäldern in Höhenlagen um etwa 1.200 Meter; einzelne Aufsammlungen stammen auch aus höheren Lagen.

Die Art gehört zu den Zaubernussgewächsen. Der Gattungsname Corylopsis setzt sich aus dem griechischen korylos für Hasel und opsis für Aussehen oder Ähnlichkeit zusammen. Er verweist auf die haselähnlichen Blätter und entspricht damit dem deutschen Namen Scheinhasel. Mit den eigentlichen Haseln ist die Gattung jedoch nicht näher verwandt.

Die botanische Einordnung wird nicht einheitlich behandelt. Nach einer Revision der Gattung aus dem Jahr 1977 wurde die Pflanze als Corylopsis sinensis var. calvescens f. veitchiana eingestuft. Die Royal Horticultural Society verwendet diesen Namen weiterhin. Kew Science erkennt Corylopsis veitchiana inzwischen wieder als eigenständige Art an. Dieser kürzere Name kann daher für den Shop verwendet werden.

Wuchs und Blätter

Veitchs Scheinhasel entwickelt sich zu einem sommergrünen, mehrstämmigen Strauch mit lockerem, rundlichem bis breit buschigem Aufbau. Die Grundtriebe wachsen zunächst aufrecht, während sich die Seitenäste mit zunehmendem Alter ausbreiten und leicht bogig überhängen.

In Gärten erreicht der Strauch langfristig meist etwa 2,5 bis 3,5 Meter Höhe und zwei bis drei Meter Breite. Unter besonders günstigen Bedingungen können ältere Exemplare annähernd vier Meter hoch werden. Die Entwicklung verläuft eher langsam bis mäßig schnell.

Die jungen Triebe sind rötlich und weitgehend unbehaart. Später nehmen sie einen dunkelbraunen Farbton an und zeigen deutlich erkennbare helle Lentizellen. Die ältere Rinde kann zimt- bis rotbraun erscheinen.

Die wechselständig angeordneten Blätter sind oval, eiförmig bis elliptisch und etwa fünf bis zehn Zentimeter lang. Ihre Basis ist meist leicht herzförmig, die Spitze kurz ausgezogen und der Rand fein borstig gesägt. Die deutlich hervortretenden Blattadern geben der Blattfläche ein leicht gefaltetes Aussehen.

Der Austrieb ist zunächst rötlich bis purpurfarben und teilweise noch seidig behaart. Später werden die Blätter frisch- bis dunkelgrün. Die Unterseite ist dann nahezu vollständig unbehaart und kann einen leicht blaugrünen Schimmer besitzen. Dieses kahle Laub ist eines der Merkmale, durch die sich die Art von behaarteren Formen der Chinesischen Scheinhasel unterscheidet. Im Herbst verfärben sich die Blätter überwiegend gelb bis goldgelb.

Blüte

Die Blütezeit liegt gewöhnlich im März und April. In milden, geschützten Lagen können sich die ersten Knospen bereits etwas früher öffnen. Die Blüten erscheinen vor dem Laubaustrieb oder gleichzeitig mit den ersten jungen Blättern an den im Vorjahr gebildeten Trieben.

Die kleinen, glockenförmigen Einzelblüten stehen in hängenden Blütentrauben. Diese werden meist etwa zweieinhalb bis fünf Zentimeter lang, können bei kräftigen Gartenpflanzen jedoch auch deutlich länger ausfallen. Jeder Blütenstand trägt gewöhnlich etwa zehn bis 15 Einzelblüten.

Die Blütenblätter sind hell- bis buttergelb und verströmen einen feinen, süßlichen Duft. Besonders auffällig sind die weit aus den Blüten hervortretenden rotbraunen bis dunkelroten Staubbeutel. Sie bilden einen deutlichen Kontrast zu den gelben Blütenblättern und gelten als wichtiges Erkennungsmerkmal von Corylopsis veitchiana.

Bei gut entwickelten älteren Sträuchern sitzen die Blütentrauben dicht entlang der Zweige und können den noch unbelaubten Strauch beinahe vollständig überziehen. Während der Blüte lassen sich an ihnen unterschiedliche blütenbesuchende Insekten beobachten.

Früchte

Nach der Blüte entwickeln sich rundliche bis leicht kreiselförmige Kapselfrüchte. Sie werden ungefähr sieben bis acht Millimeter groß und sind anfangs dicht mit sternförmigen Haaren besetzt.

Bei der Reife öffnen sich die verholzenden Kapseln mit zwei Klappen und geben gewöhnlich zwei glänzend schwarze Samen frei. Der Fruchtschmuck bleibt gegenüber der frühen Blüte unauffällig, lässt den Aufbau der ehemaligen Blütenstände jedoch noch längere Zeit erkennen.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

Die Einführung nach Europa ist eng mit dem englischen Pflanzenjäger Ernest Henry Wilson verbunden. Er sammelte die Pflanze 1900 im westlichen Hubei während einer Expedition für die Gärtnerei James Veitch & Sons. Die aus den Samen gezogenen Pflanzen wurden erstmals in der zur Gärtnerei gehörenden Coombe Wood Nursery kultiviert.

William Jackson Bean beschrieb die Art 1910 unter dem Namen Corylopsis veitchiana. Das Artepitheton erinnert an die Gärtnerei Veitch, die Wilsons Expeditionen finanzierte und zahlreiche damals neue ostasiatische Gehölze in den europäischen Gartenbau einführte.

Später wurde die Pflanze zeitweise lediglich als Form von Corylopsis sinensis betrachtet. Neben der weitgehend kahlen Blattunterseite sprechen unter anderem die auffällig rotbraunen Staubbeutel für ihre Abgrenzung. Bis heute spiegelt sich die unterschiedliche taxonomische Beurteilung in den Namen botanischer Sammlungen und Pflanzenkataloge wider.

Standort und Pflege

Geeignet ist ein lichtschattiger bis halbschattiger Standort. Morgensonne oder gefiltertes Licht unter hohen Gehölzen werden gut vertragen. An vollsonnigen Plätzen muss der Boden im Sommer gleichmäßig feucht bleiben; stark aufgeheizte Standorte vor südlich ausgerichteten Mauern sind ungünstig.

Der Boden sollte humusreich, locker und frisch bis mäßig feucht sein. Bevorzugt werden saure bis schwach saure, gut durchlässige Substrate. Auch ein annähernd neutraler Boden kann vertragen werden, während stark kalkhaltige Böden häufig zu schwächerem Wachstum und aufgehelltem Laub führen.

Schwere Böden sollten vor der Pflanzung durch organisches Material strukturell verbessert werden. Dauerhafte Staunässe wird nicht vertragen. Ebenso ungünstig ist ein Boden, der während des Sommers regelmäßig vollständig austrocknet. Eine Mulchauflage aus Laubkompost oder anderem schwach saurem organischem Material hält den Wurzelbereich kühl und die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßiger.

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Trockene, beschädigte oder ungünstig stehende Zweige können unmittelbar nach der Blüte entfernt werden. Auch einzelne ältere Grundtriebe lassen sich zu diesem Zeitpunkt bodennah herausnehmen. Spätere starke Schnittmaßnahmen würden bereits angelegte Blütenknospen des folgenden Frühjahrs beseitigen.

Klimatische Aspekte

WHZ: 6–8

Das Holz von Corylopsis veitchiana gilt in den Winterhärtezonen 6 bis 8 als ausreichend frosthart. Junge Pflanzen sollten in kälteren Lagen dennoch einen geschützten Standort und während der ersten Winter eine Mulchauflage über dem Wurzelbereich erhalten.

Empfindlicher als der Strauch selbst sind die früh erscheinenden Blüten. Spätfröste, kalter Ostwind, Hagel und schwerer Nassschnee können geöffnete Blütentrauben schädigen, ohne die Pflanze dauerhaft zu beeinträchtigen. Ein warmer Platz an einer Südwand ist deshalb nicht unbedingt vorteilhaft: Dort beginnt die Blüte besonders früh und gerät leichter in einen späteren Kälterückfall.

Auch sommerliche Hitze in Verbindung mit trockenem Boden wird nur schlecht vertragen. Ein gleichmäßig kühler Wurzelbereich ist für die langfristige Entwicklung wichtiger als ein möglichst warmer Standort.

Praxistipp

Für ein älteres Exemplar sollten mindestens zweieinhalb bis drei Meter seitlicher Raum eingeplant werden. Die lockere, rundliche Wuchsform und die entlang der Zweige hängenden Blütentrauben kommen nur zur Geltung, wenn der Strauch nicht zwischen stark wachsenden Nachbargehölzen eingeengt wird.

Besonders wirkungsvoll ist ein Standort vor einem dunklen immergrünen Hintergrund. Ein geschützter Platz mit Morgen- oder Abendsonne verzögert die Blüte etwas und kann dadurch das Risiko von Frostschäden verringern. Schneeglöckchen, Winterlinge, Lenzrosen und Farne eignen sich als zurückhaltende Unterpflanzung. In der Nähe eines Weges oder Sitzplatzes lässt sich zudem der feine Blütenduft wahrnehmen.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    gelb

Blütezeit

Blütezeit
    März

Früchte

Besonderes

Besonderes 1
    Hummel und/oder Bienenweide

Boden

Boden 1
    humos
Boden 2
    feucht
Boden 3
    durchlässig

Standort

Standort 1
    halbschattig
Corylopsis veitchiana - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
Corylopsis veitchiana - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten

Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

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