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Davidia involucrata var.vilmoriniana - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Taschentuchbaum

Davidia involucrata var.vilmoriniana

Hersteller: Herrenkamper Gärten

Hersteller: Herrenkamper Gärten
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Wesentliches Merkmal
    Großer Baum

4.8 (50 reviews)

€ 12,00

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Fotos

Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden

Info zur Pflanze

Beschreibung

Herkunft und Einordnung

Davidia involucrata var. vilmoriniana, der Taschentuchbaum oder Taubenbaum, gehört zur Familie der Nyssaceae und stammt aus den Bergwäldern Zentral- und Südwestchinas.

Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst unter anderem die Provinzen Sichuan, Hubei, Hunan, Guizhou und Yunnan. Dort wächst er in sommerfeuchten Bergwäldern und an geschützten Hängen.

Die Gattung Davidia wurde zu Ehren des französischen Missionars und Naturforschers Armand David (1826–1900) benannt, der die Art im 19. Jahrhundert in China entdeckte.

Der Name involucrata bezieht sich auf die auffälligen Hochblätter, die den eigentlichen Blütenstand umgeben. Die Bezeichnung vilmoriniana erinnert an die französische Gärtnerfamilie Vilmorin, die eine bedeutende Rolle bei der Einführung zahlreicher asiatischer Pflanzen nach Europa spielte.

Seinen deutschen Namen verdankt der Taschentuchbaum den großen, weißen Hochblättern, die während der Blütezeit wie unzählige flatternde Taschentücher in den Zweigen hängen.

Wuchs und Blätter

Der Taschentuchbaum entwickelt sich zu einem mittelgroßen, sommergrünen Baum mit einer zunächst aufrechten, später breit ausladenden und malerisch aufgebauten Krone.

In mitteleuropäischen Gärten erreicht er gewöhnlich etwa 8–12 m Höhe und entwickelt mit zunehmendem Alter eine ähnlich breite Krone. An besonders günstigen Standorten kann er auch größer werden. In seiner chinesischen Heimat sind Höhen von 20 m und mehr möglich.

Die großen, herzförmigen Blätter besitzen eine auffällige, zugespitzte Form und einen fein gesägten Rand. Sie können etwa 8–15 cm lang werden und verleihen dem Baum ein üppiges, beinahe exotisches Erscheinungsbild.

Im Austrieb zeigen sich die Blätter häufig leicht bronzefarben, bevor sie sich frischgrün verfärben.

Ein botanisches Unterscheidungsmerkmal der Varietät vilmoriniana sind die weitgehend kahlen Blattunterseiten. Die typische Varietät Davidia involucrata var. involucrata besitzt dagegen eine deutlich stärkere Behaarung.

Im Herbst färbt sich das Laub gelblich, bevor es abfällt.

Blüte und Früchte

Die außergewöhnliche Blüte ist das unverwechselbare Kennzeichen des Taschentuchbaums.

Im Mai und Juni erscheinen kleine, kugelige Blütenköpfchen, die aus zahlreichen unscheinbaren Einzelblüten bestehen.

Begleitet werden sie von zwei unterschiedlich großen, cremeweißen Hochblättern, die locker von den Zweigen herabhängen.

Das größere Hochblatt kann eine Länge von etwa 15–20 cm erreichen, während das zweite gewöhnlich deutlich kleiner bleibt.

Bei leichtem Wind bewegen sich die weißen Hochblätter zwischen dem grünen Laub und erinnern an flatternde Taschentücher oder weiße Tauben. Daher wird der Baum auch als Taubenbaum bezeichnet.

Während der Hauptblüte entsteht ein außergewöhnlicher Anblick, der den Taschentuchbaum zu einem der eindrucksvollsten Blütengehölze überhaupt macht.

Bis zur ersten Blüte ist allerdings etwas Geduld erforderlich. Aus Samen gezogene Pflanzen benötigen häufig 10–20 Jahre, gelegentlich auch länger. Vegetativ vermehrte Exemplare können deutlich früher blühen.

Nach der Blüte entwickeln sich grünliche, später bräunliche, eiförmige bis rundliche Steinfrüchte, die an langen Stielen hängen. Sie können etwa 3–4 cm groß werden und bleiben teilweise bis in den Herbst am Baum.

Besonderheiten und Kulturgeschichte

Die Entdeckung und Einführung des Taschentuchbaums gehört zu den interessanten Geschichten der botanischen Erforschung Chinas.

Der französische Missionar Armand David entdeckte die Art 1869 in den Bergen Chinas. Die wissenschaftliche Beschreibung erfolgte 1871 durch den französischen Botaniker Henri Ernest Baillon.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gelangten erste Samen nach Europa. Eine besondere Rolle spielte dabei der französische Pflanzensammler Paul Guillaume Farges, dessen Saatgut in der Gärtnerei Vilmorin erfolgreich angezogen wurde.

Wenig später sammelte auch der englische Pflanzenjäger Ernest Henry Wilson im Auftrag der Gärtnerei Veitch Samen des Taschentuchbaums in China.

Als die ersten europäischen Exemplare zur Blüte kamen, erregten sie großes Aufsehen. Die ungewöhnlichen weißen Hochblätter waren mit keinem der damals verbreiteten Gartenbäume vergleichbar.

Bis heute gehört Davidia involucrata zu den begehrtesten Gehölzen für größere Gärten, Arboreten und botanische Sammlungen.

Die Varietät vilmoriniana wird in der Gartenkultur besonders häufig angeboten und zeichnet sich durch ihre weitgehend kahlen Blattunterseiten aus.

Standort und Pflege

Der Taschentuchbaum bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen, möglichst windgeschützten Standort.

Besonders gut entwickelt er sich auf tiefgründigen, humosen, nährstoffreichen und gleichmäßig frischen Gartenböden.

Ideal sind leicht saure bis neutrale Substrate mit guter Wasserdurchlässigkeit. Dauerhafte Staunässe sollte ebenso vermieden werden wie stark austrocknende Böden.

Vor allem junge Pflanzen benötigen während der Anwachsphase eine regelmäßige Wasserversorgung. Auch ältere Exemplare profitieren in längeren Trockenperioden von zusätzlichen Wassergaben.

Eine lockere Mulchschicht aus Laubkompost oder Rindenhumus hilft, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren und den Wurzelbereich vor starker Erwärmung zu schützen.

Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Die natürliche, breit ausladende Krone entwickelt sich am schönsten, wenn der Baum möglichst ungestört wachsen darf.

Lediglich abgestorbene, beschädigte oder ungünstig stehende Zweige sollten bei Bedarf entfernt werden.

Klimatische Aspekte

Davidia involucrata var. vilmoriniana gilt als gut winterhart und eignet sich für zahlreiche mitteleuropäische Gartenlagen.

Die Art wird in der internationalen Gartenliteratur häufig den USDA-Winterhärtezonen 6–8 zugeordnet. Gut eingewachsene Exemplare können auch stärkere Fröste überstehen.

Junge Pflanzen und frisch austreibende Triebe können allerdings durch Spätfröste beeinträchtigt werden. Ein etwas geschützter Standort ist deshalb besonders in den ersten Standjahren empfehlenswert.

Wichtig ist eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit während warmer Sommerperioden. Längere Trockenheit kann das Wachstum beeinträchtigen und zu vorzeitigem Blattfall führen.

Auf tiefgründigen, gleichmäßig frischen Böden entwickelt sich der Taschentuchbaum besonders zuverlässig und kann über viele Jahrzehnte zu einem eindrucksvollen Gartenbaum heranwachsen.

Praxistipp

Der Taschentuchbaum ist ein außergewöhnlicher Solitär für größere Gärten, weitläufige Rasenflächen und parkähnliche Anlagen.

Besonders schön wirkt er an einem Platz, an dem sich seine Krone frei entwickeln kann und die weißen Hochblätter während der Blütezeit gut sichtbar sind.

Sehr reizvoll sind Kombinationen mit Rhododendren, Farnen und anderen Gehölzen, die humose, gleichmäßig frische Böden bevorzugen.

Bei der Pflanzung sollte ausreichend Platz für die spätere Kronenentwicklung eingeplant werden. Ein möglichst tiefgründiger, lockerer Boden erleichtert das Anwachsen.

Junge Pflanzen sollten in trockenen Perioden regelmäßig gewässert werden. Eine Mulchschicht unterstützt die gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit.

Wer einen Taschentuchbaum pflanzt, sollte ihm Zeit geben. Die erste Blüte lässt manchmal viele Jahre auf sich warten, doch der Anblick der großen, weißen Hochblätter gehört zu den schönsten Erlebnissen, die ein Gartenbaum bieten kann.

Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.

Wesentliche Eigenschaften

Blütenfarbe

Blütenfarbe
    weiß

Blütezeit

Blütezeit
    April

Früchte

Früchte
  • groß

Besonderes

Besonderes 1
    Hummel und/oder Bienenweide

Boden

Boden 1
    mäßig feucht
Boden 2
    nahrhaft

Standort

Standort 1
    sonnig bis halbschattig
Davidia involucrata var.vilmoriniana - Herrenkamper Gärten - Pflanzenraritäten
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Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden

Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.

Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

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Pflanzenmarkt

Sie finden uns auf einigen Pflanzenmärkten in ganz Deutschland. Dort können Sie gern Ihre hier im Shop bestellten Pflanzen abholen.

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Abholung

.... geht natürlich auch in der Gärtnerei. Bitte vorher per Mail anfragen, da wir keine regulären Öffnungszeiten haben.

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