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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Herkunft und Einordnung
Hylodesmum nudiflorum, vielen noch unter dem älteren Namen Desmodium nudiflorum bekannt, ist eine ausdauernde Waldstaude aus der Familie der Fabaceae. Sie ist im östlichen Nordamerika heimisch und wächst dort in Laubwäldern, lichten Waldgesellschaften und an Waldrändern.
Lange wurde die Art zur großen Gattung Desmodium gestellt. Heute wird sie in der nordamerikanischen Flora als Hylodesmum nudiflorum geführt. Der bekannte Name Desmodium nudiflorum ist jedoch weiterhin häufig in älterer botanischer und gärtnerischer Literatur zu finden.
Einen fest etablierten deutschen Namen besitzt die Art kaum. „Nacktblühender Waldklee“ beschreibt ihr ungewöhnliches Erscheinungsbild jedoch recht anschaulich. Das lateinische nudiflorum bedeutet sinngemäß „nacktblütig“ und bezieht sich auf eines ihrer auffälligsten Merkmale: Die Blütenstände stehen auf weitgehend blattlosen Stängeln.
Wuchs und Blätter
Das Erscheinungsbild unterscheidet sich deutlich von vielen anderen Stauden.
Die dreiteiligen Blätter stehen an eigenen vegetativen Trieben und konzentrieren sich dort auf einen relativ kurzen Abschnitt. Jedes Blatt besteht aus drei vergleichsweise großen, elliptischen bis eiförmigen Teilblättchen. Die Oberseite ist grün und matt bis leicht glänzend, die Unterseite behaart.
Davon deutlich getrennt erscheinen die aufrechten Blütenstängel. Sie entspringen unmittelbar aus dem bodennahen Pflanzenbereich und tragen oberhalb ihrer Basis keine normalen Laubblätter.
Genau dadurch entsteht der Eindruck, die Blütenstände würden nahezu frei über beziehungsweise neben dem Laub stehen.
Die Art ist ausdauernd und zieht zum Winter oberirdisch ein. Die nordamerikanische Flora gibt eine Spannweite bis etwa 100 cm an; die tatsächliche Höhe hängt stark vom Standort ab.
Blüte und Früchte
Die langen, lockeren Blütenstände tragen zahlreiche kleine Schmetterlingsblüten. Ihre Farbe reicht von blass rosa über rosaviolett bis purpurfarben; auch sehr helle Blüten kommen vor.
Durch die fast vollständig fehlenden Blätter an den Blütenstängeln wirken die Blütenstände ausgesprochen leicht und transparent. Gerade dieses ungewöhnliche Nebeneinander aus getrenntem Blatt- und Blütentrieb unterscheidet die Art von vielen verwandten Pflanzen.
Nach der Blüte entstehen flache, gegliederte Hülsenfrüchte. Botanisch handelt es sich um sogenannte Lomente: Die Hülse zerfällt bei der Reife in einzelne, jeweils einen Samen enthaltende Glieder.
Ihre Oberfläche trägt kleine hakenförmige Haare. Dadurch können sich die Fruchtglieder an Tierfell, Kleidung und anderen vorbeistreifenden Oberflächen festsetzen und über größere Entfernungen transportiert werden.
Dieses Prinzip der Samenausbreitung ist so charakteristisch, dass die nordamerikanischen Namen vieler verwandter Arten „tick-trefoil“ lauten – die haftenden Fruchtglieder erinnern dabei an festgesetzte Zecken.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die eigentliche Besonderheit von Hylodesmum nudiflorum ist nicht eine spektakuläre Einzelblüte, sondern seine ungewöhnliche Konstruktion.
Während bei den meisten Stauden Blätter und Blüten am selben Spross sitzen, trennt diese Art beide Funktionen optisch auffällig voneinander. Die Blätter stehen an kurzen vegetativen Trieben, daneben erheben sich die nahezu nackten Blütenstängel.
Diese Besonderheit fiel bereits Carl von Linné auf. Er beschrieb die Art 1753 unter dem Namen Hedysarum nudiflorum. Später wurde sie als Desmodium nudiflorum geführt, bevor botanische Untersuchungen zur Abtrennung der Gattung Hylodesmum führten.
In älteren Pflanzenbüchern, Herbarien und Sammlungen begegnet man deshalb mehreren Namen für dieselbe Art, darunter Hedysarum nudiflorum, Meibomia nudiflora und vor allem Desmodium nudiflorum.
Anders als gelegentlich dargestellt, handelt es sich nicht generell um eine gefährdete nordamerikanische Waldpflanze. Die Häufigkeit ist regional unterschiedlich. In Teilen ihres natürlichen Verbreitungsgebietes kann sie durchaus regelmäßig auftreten.
Standort und Pflege
Geeignet sind halbschattige bis schattige Standorte unter lichten Gehölzen oder am Gehölzrand.
In der Natur kommt die Art vor allem in mäßig trockenen bis frischen Wäldern und Waldsäumen vor. Ein humoser, lockerer und gut durchlässiger Gartenboden bietet daher gute Voraussetzungen.
Der Boden muss nicht ständig feucht gehalten werden. Gleichmäßige Bodenverhältnisse sind günstig, dauerhafte Staunässe sollte jedoch vermieden werden.
Eine natürliche Laubauflage kann im Herbst auf der Fläche verbleiben. Sie schützt den Boden und entspricht den Bedingungen vieler natürlicher Waldstandorte.
Die abgestorbenen oberirdischen Pflanzenteile können im Spätwinter oder vor dem neuen Austrieb entfernt werden.
Klimatische Aspekte
Das große natürliche Verbreitungsgebiet im östlichen Nordamerika umfasst Regionen mit ausgeprägt kalten Wintern. Die Art ist daher grundsätzlich an ein kontinentales Klima mit winterlichen Frostperioden angepasst.
Wichtiger für die Kultur ist ein geeigneter Waldstandort mit durchlässigem Boden. Die Pflanze überwintert unterirdisch und bildet ihre oberirdischen Triebe im Frühjahr neu.
Praxistipp
Am besten steht Hylodesmum nudiflorum dort, wo seine ungewöhnliche Wuchsweise sichtbar bleibt. Zwischen sehr hohen oder dicht wachsenden Stauden würden die getrennt erscheinenden Blatt- und Blütentriebe schnell untergehen.
Besonders interessant ist die Pflanze während der Fruchtreife. Die gegliederten Hülsen besitzen winzige Haken und können erstaunlich hartnäckig an Kleidung haften. Wer nach der Samenreife durch den Bestand läuft, trägt deshalb möglicherweise einen Teil der nächsten Generation gleich mit sich davon.
Für eine Sammlung nordamerikanischer Waldstauden ist die Art gerade wegen dieser ungewöhnlichen Kombination aus getrennt wirkenden Blatt- und Blütentrieben und den haftenden Gliederhülsen eine interessante Ergänzung.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
rosa
Blütezeit
-
Juli
Früchte
Besonderes
-
Schmetterlings/Falterweide
-
Hummel und/oder Bienenweide
Boden
-
sandig
-
trocken
-
sauer
Standort
-
halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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