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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Dianella tasmanica, die Tasmanische Flachslilie, stammt aus dem südöstlichen Australien. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet reicht vom südöstlichen New South Wales über Victoria bis nach Tasmanien. Dort wächst sie vor allem in feuchten Hartlaub- und Regenwäldern, zwischen Felsen und auf bewaldeten Hängen.
Trotz ihres deutschen Namens ist sie weder Flachs noch eine echte Lilie. Sie gehört zur Familie der Affodillgewächse. Der Gattungsname Dianella lässt sich sinngemäß als „kleine Diana“ übersetzen und erinnert an die römische Göttin der Jagd und der Wälder. tasmanica verweist auf Tasmanien.
Wuchs und Blätter
Die immergrüne Staude bildet kräftige, langsam breiter werdende Horste. Ihre festen, riemenförmigen Blätter können etwa 60–95 cm lang werden. Während der Blüte erreichen ausgewachsene Pflanzen einschließlich der Blütenstände ungefähr 100–120 cm Höhe.
Die dunkelgrünen Blätter besitzen eine vertiefte Mittelrippe und fein gezähnte, etwas raue Ränder. An der Blattbasis zeigt sich häufig eine schmale rötliche Färbung. Im ersten Moment erinnert die Pflanze an ein zierliches Phormium – spätestens bei den Blüten zeigt sie jedoch, dass sie ihre ganz eigene Vorstellung von australischem Blattschmuck hat.
Mit der Zeit breitet sie sich über kurze Rhizome aus. Unter geschützten Bedingungen können daraus stattliche, dicht belaubte Bestände entstehen.
Blüte
Vom späten Frühjahr bis in den Sommer schieben sich locker verzweigte Blütenstände über das Laub. Die einzelnen, etwa zwei Zentimeter großen Blüten sind sternförmig und lavendelblau bis violett gefärbt.
In ihrer Mitte sitzen auffallend gelbe Staubgefäße. Durch diese ungewöhnliche Farbkombination wirken die zarten Blüten wesentlich auffälliger, als ihre geringe Größe zunächst vermuten lässt.
Früchte
Nach der Blüte können große, glänzende Beeren entstehen. Sie färben sich intensiv violettblau bis metallisch blau und erreichen etwa ein bis zweieinhalb Zentimeter Länge. Zwischen den schmalen grünen Blättern sehen sie beinahe aus, als hätte jemand kleine blaue Glaskugeln verteilt.
Die Früchte sind ausschließlich als Zierschmuck zu betrachten und dürfen nicht gegessen werden. Für Haushalte mit kleinen Kindern oder Tieren sollte dies bei der Standortwahl berücksichtigt werden.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Das erste wissenschaftlich bekannte Exemplar wurde 1837 von Ronald Gunn auf Tasmanien gesammelt. Joseph Dalton Hooker beschrieb die Art 1858 in seiner Flora Tasmaniens.
Für einige indigene Gemeinschaften Australiens besaßen die auffällig blauen Früchte eine praktische Bedeutung: Ihr Farbstoff wurde verwendet, um Blätter von Lomandra einzufärben, aus denen anschließend Körbe gefertigt wurden. Der Fruchtschmuck war also schon lange interessant, bevor europäische Gärtner darin einen Grund sahen, die Pflanze in einen Topf zu setzen.
In der Baumschule wird Dianella tasmanica ausgepflanzt im Kalthaus kultiviert. Diese Kulturform kommt ihren Bedürfnissen sehr entgegen: Der Wurzelraum bleibt gleichmäßig temperiert, während das Dach vor starkem Frost, kaltem Wind und übermäßiger Winternässe schützt.
Standort und Pflege
Ideal ist ein heller, halbschattiger Standort. Auch lichter Schatten wird gut vertragen. Volle Sonne ist möglich, wenn der Boden während der Wachstumszeit nicht vollständig austrocknet.
Geeignet ist eine humose, lockere und gut durchlässige Erde mit saurer bis neutraler Bodenreaktion. Während des Frühjahrs und Sommers sollte gleichmäßig gegossen werden. Kurzzeitig nasse Böden werden eher vertragen als bei vielen mediterranen Kübelpflanzen; dauerhaft kalte und vernässte Erde ist im Winter dennoch ungünstig.
Eine regelmäßige Düngung ist nicht notwendig. Im Frühjahr genügt etwas Kompost oder ein mäßig dosierter Langzeitdünger. Alte oder beschädigte Blätter werden möglichst tief am Ansatz entfernt. Ein vollständiger Rückschnitt ist normalerweise nicht erforderlich.
Zu große Horste lassen sich im Frühjahr teilen. Dies ist zugleich die einfachste und zuverlässigste Vermehrungsmethode.
Klimatische Aspekte
WHZ: etwa 9–11
In europäischen Gartenquellen wird Dianella tasmanica meist nur als bedingt frosthart eingestuft. Kurzzeitige Temperaturen um etwa −5 °C können an einem geschützten Standort überstanden werden; längere Frostperioden oder ein vollständiges Durchfrieren des Bodens sind jedoch riskant. Einzelne Herkünfte und Sorten können davon abweichen.
In ausgesprochen milden Küsten- und Weinbauregionen ist ein Versuch im Freien möglich. Für die meisten mitteleuropäischen Regionen sind ein Kalthaus, ein Wintergarten oder ein großes Pflanzgefäß mit geschützter Überwinterung die verlässlichere Lösung.
Im Winter wird nur so viel gegossen, dass der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet. Die Verbindung aus niedrigen Temperaturen und dauerhaft nasser Erde sollte vermieden werden.
Praxistipp
Ausgepflanzt im Kalthaus kann sich Dianella tasmanica wesentlich natürlicher entwickeln als in einem kleinen Topf. Besonders schön wirkt sie zwischen Farnen, immergrünen Waldstauden oder anderen australischen Pflanzen mit ähnlichen Standortansprüchen.
Im Kübel sollte ein breites, standfestes Gefäß verwendet werden. Die Blätter beanspruchen mit der Zeit mehr Raum, als der anfangs harmlose kleine Horst vermuten lässt. Ein heller Platz, regelmäßiges Wasser im Sommer und ein kühler, geschützter Winterstand genügen – australische Diva ja, aber eine erfreulich unkomplizierte.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
lavendel
Blütezeit
-
Mai, Juni
Früchte
Besonderes
-
blaue Früchte
Boden
Standort
-
sonnig
-
warm
-
Kalthaus
-
Kübel
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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