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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Dierama pulcherrimum ‘Blackbird’ ist eine dunkelblühende Auslese der Engelangel aus der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Die Art stammt aus dem südöstlichen Südafrika. Viele Dierama-Arten besiedeln dort offene Grasländer und Berghänge in Regionen mit sommerlichen Niederschlägen und vergleichsweise trockenen Wintern.
Die Gattung reicht vom äthiopischen Hochland bis an die Südspitze Afrikas. Ihr Name leitet sich vom griechischen Wort für „Trichter“ ab und verweist auf die Form der Blüten.
Wuchs und Blätter
‘Blackbird’ wächst als langlebige, horstbildende Staude aus unterirdischen Sprossknollen, sogenannten Kormen. Das schmale, feste Laub erinnert an Gräser und bildet einen etwa 40–60 cm hohen Horst. Die feinen Blütenstiele erreichen gewöhnlich 100–120 cm, an günstigen Standorten gelegentlich auch etwa 150 cm.
In milden Wintern bleibt das Laub größtenteils grün. Bei stärkerem Frost können die Blätter zurückfrieren oder unansehnlich werden, ohne dass die unterirdischen Knollen zwangsläufig geschädigt sind.
Blüte
Von Juli bis September entwickeln sich lange, drahtige und elegant überhängende Blütenstiele. An ihnen öffnen sich nacheinander zahlreiche glocken- bis trichterförmige Blüten. Ihre Farbe reicht von dunklem Weinrot bis zu tiefem Rotpurpur und Burgunderrot.
Die einzelnen Blüten hängen locker zwischen hellen, papierartigen Hochblättern. Schon bei leichtem Wind geraten die Stiele in Bewegung und erzeugen die für Engelangeln charakteristische schwebende Wirkung.
Früchte
Nach der Blüte können rundliche Samenkapseln entstehen, die auch im trockenen Zustand dekorativ wirken. Eine Aussaat ist möglich, die Nachkommen fallen jedoch unterschiedlich aus und entsprechen nicht zuverlässig der Sorte ‘Blackbird’.
Wer eine Selbstaussaat verhindern möchte, entfernt die abgeblühten Stiele vor der Samenreife. Für einen natürlichen Charakter können einzelne Fruchtstände stehen bleiben.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Dierama pulcherrimum wurde 1866 durch den britischen Botaniker und Pflanzenzüchter James Backhouse in die westliche Gartenkultur eingeführt. Die ursprüngliche Hybride ‘Blackbird’ entstand vermutlich in den 1920er-Jahren.
Fachleute weisen darauf hin, dass die heute verbreiteten Pflanzen unter diesem Namen möglicherweise nicht mehr vollständig mit dem ursprünglichen Klon übereinstimmen. Gemeinsam sind ihnen jedoch die ungewöhnlich dunklen Blüten und der elegante, bogige Wuchs. Für den Handel ist deshalb die Blütenfarbe der tatsächlich angebotenen Partie wichtiger als eine vermeintlich lückenlose Sortengeschichte.
Standort und Pflege
Ideal ist ein vollsonniger, warmer und möglichst geschützter Standort. Der Boden sollte humos, mäßig nährstoffreich und während der Wachstumszeit gleichmäßig frisch sein. Gleichzeitig muss überschüssiges Wasser rasch ablaufen können. Unterschiedliche pH-Werte und auch kalkhaltige Böden werden vertragen.
Im Sommer darf der Boden nicht vollständig austrocknen. Im Winter sind schwere, vernässte oder verdichtete Böden dagegen problematisch. Auf solchen Standorten empfiehlt sich eine Pflanzung im Hochbeet, am Hang oder auf einem gut drainierten Hügel.
Engelangeln möchten möglichst ungestört wachsen. Ältere Horste sollten erst geteilt werden, wenn sie sehr dicht geworden sind und weniger blühen. Die Teilung erfolgt im Frühjahr; anschließend kann es ein bis zwei Jahre dauern, bis die Pflanzen wieder reich blühen.
Abgestorbene oder beschädigte Blätter werden im Frühjahr bodennah abgeschnitten. Sie sollten nicht gewaltsam herausgezogen werden, da dabei die Wachstumspunkte der Knollen beschädigt werden können.
Klimatische Aspekte
WHZ: 8
‘Blackbird’ verträgt kurze Fröste und wird vom RHS mit H4, entsprechend ungefähr −10 bis −5 °C, bewertet. An geschützten Standorten mit ausgesprochen durchlässigem Winterboden kann eine Kultur auch in günstigeren Bereichen der WHZ 7 gelingen. Eine verlässliche Winterhärte lässt sich dort jedoch nicht garantieren.
Kritisch ist vor allem die Verbindung aus anhaltendem Frost und nassem Boden. In den ersten Wintern schützt eine lockere Abdeckung aus Reisig oder trockenem Laub, ohne den Boden luftdicht abzuschließen.
Eine Kübelkultur ist möglich, aber nicht automatisch einfacher. Benötigt werden ein tiefes, ausreichend großes Gefäß, eine sehr gute Drainage und regelmäßige Wasserversorgung im Sommer. Im Winter sollte der Topf geschützt und möglichst kühl, aber nicht vollständig durchfrieren. Dauerhaft kleine Gefäße verträgt die Pflanze schlecht.
Praxistipp
Besonders schön wirkt ‘Blackbird’ zwischen niedrigen Ziergräsern und ruhig wachsenden Stauden, welche die dunklen Blüten nicht verdecken. Auch Böschungen und erhöhte Beete sind gut geeignet, weil dort die langen Stiele frei ausschwingen können und Wasser besser abläuft.
Am Teich sollte die Engelangel nicht unmittelbar in die nasse Uferzone gepflanzt werden, sondern auf eine erhöhte, drainierte Böschung. Wasser im Sommer ist willkommen – im Winter möchte sie allerdings nicht mit den Füßen im Teich stehen.
Das Bild ist ein KI - generiertes Beispielbild
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
lila
Blütezeit
-
Juni, Juli, August
Früchte
Besonderes
-
Schmetterlings/Falterweide
-
Hummel und/oder Bienenweide
Boden
-
feucht
-
durchlässig
Standort
-
sonnig
-
windgeschützt
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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