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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Diervilla sessilifolia ‘Butterfly’, das Stiellose Buschgeißblatt, ist ein sommergrüner Strauch aus der Familie der Geißblattgewächse. Die Wildart stammt aus den südlichen Appalachen und ist in Teilen von Alabama, Georgia, North Carolina, South Carolina und Tennessee verbreitet. Dort wächst sie vor allem auf felsigen Berghängen, an lichten Waldrändern und Straßenböschungen sowie gelegentlich an Bachufern.
Der Artname sessilifolia bedeutet „mit sitzenden Blättern“ und verweist auf die kaum erkennbaren Blattstiele. Obwohl Diervillien mit Weigelien verwandt sind, bilden sie eine eigene Gattung und entwickeln durch ihre bodennahen Ausläufer einen deutlich anderen Wuchs.
Wuchs & Blätter / Blüte / Früchte
‘Butterfly’ wächst dicht verzweigt, aufrecht bis breit rundlich und bleibt dabei vergleichsweise standfest. Ausgewachsene Pflanzen erreichen etwa 90 bis 150 cm Höhe und eine ähnliche, mit zunehmendem Alter gelegentlich größere Breite.
Kurze Ausläufer sorgen dafür, dass der Strauch allmählich breiter wird. Auf lockeren, frischen Böden fällt diese Ausbreitung meist stärker aus als auf trockenen oder steinigen Standorten.
Die gegenständig angeordneten Blätter sind länglich-eiförmig bis lanzettlich und fein gesägt. Der Austrieb zeigt bronzerote bis rötliche Farbtöne und häufig einen schmalen roten Blattrand. Im Sommer entwickelt sich ein frisches bis dunkles, leicht glänzendes Grün. Im Herbst kann sich das Laub rötlich, bronzefarben bis purpurfarben verfärben.
Von Juni bis August erscheinen zahlreiche kleine, schwefel- bis goldgelbe Röhrenblüten in dichten Blütenständen. Ältere Blüten nehmen teilweise orangegelbe bis rötliche Töne an. Einzelne Nachblüten können sich noch bis in den September entwickeln.
Nach der Blüte entstehen schmale, bräunlich ausreifende Kapselfrüchte mit zahlreichen feinen Samen. Im Gegensatz zu den eigentlichen Geißblättern der Gattung Lonicera bildet Diervilla keine fleischigen Beeren.
Besonderheit / Kulturgeschichte
Die Gattung Diervilla erinnert an den französischen Arzt und Reisenden Marin Dièreville. Er brachte um 1700 eine nordamerikanische Diervillie nach Frankreich. Dabei handelte es sich allerdings um Diervilla lonicera; Diervilla sessilifolia wurde erst 1843 wissenschaftlich beschrieben.
Die Sorte ‘Butterfly’ wurde von Pieter Zwijnenburg in Boskoop in den Niederlanden ausgelesen. Zwijnenburg ist vor allem als Züchter der Rispenhortensie ‘Limelight’ bekannt. Bei ‘Butterfly’ standen ein gleichmäßig verzweigter, nicht auseinanderfallender Wuchs, kräftiges grünes Laub und eine reiche gelbe Blüte im Vordergrund.
In den frühen 2000er-Jahren wurde ‘Butterfly’ sogar für Kreuzungsversuche mit Weigela florida verwendet. Zwar entstanden daraus lebende Pflanzen, diese erwiesen sich jedoch als schwachwüchsig und gelangten nie in den Handel. Die botanische Familienzusammenführung blieb damit im Versuchsgarten stecken.
Standort & Pflege
Geeignet sind sonnige bis halbschattige Standorte. Auch lichter Schatten wird vertragen. Einige Stunden Sonne fördern jedoch einen dichten Wuchs, eine reiche Blüte und eine kräftigere Herbstfärbung.
‘Butterfly’ ist hinsichtlich der Bodenart anpassungsfähig und wächst auf sandigen, lehmigen, steinigen und mäßig tonigen Böden. Wichtig ist, dass überschüssiges Wasser ablaufen kann. Dauerhaft vernässte oder stark verdichtete Standorte sind ungeeignet.
Junge Pflanzen benötigen während der Anwachsphase eine gleichmäßige Wasserversorgung. Gut eingewurzelte Sträucher überstehen anschließend auch vorübergehende Trockenperioden.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht notwendig. Alte oder beschädigte Triebe können im zeitigen Frühjahr entfernt werden. Auch ein kräftigerer Verjüngungsschnitt wird vertragen, da die Blüten an den jungen Trieben des laufenden Jahres entstehen. Er sollte jedoch nicht jedes Jahr erfolgen, weil sich der Blühbeginn dadurch verzögern kann.
Klimatische Aspekte
WHZ: 4–7
Die für ‘Butterfly’ verantwortliche Sortenquelle führt die Sorte für die USDA-Winterhärtezonen 4 bis 7. Damit ist sie sehr frosthart. Junge Triebspitzen können nach Spätfrösten zurückfrieren, werden durch den kräftigen Neuaustrieb aber gewöhnlich schnell ersetzt.
Neben Winterkälte verträgt die Sorte sommerliche Wärme und zeitweise Trockenheit. Kritischer als niedrige Temperaturen ist ein dauerhaft nasser, schlecht belüfteter Boden.
Praxistipp
‘Butterfly’ eignet sich für niedrige Hecken, Gehölzränder, Böschungen und größere Gruppenpflanzungen. Für eine geschlossene Pflanzung ist ein Abstand von etwa 80 bis 100 cm sinnvoll. Als einzelner Strauch sollte sie mindestens 120 bis 150 cm seitlichen Platz erhalten.
In kleineren Beeten können unerwünschte Ausläufer im Frühjahr einfach abgestochen werden. Die gelben Blüten und das später rötliche Herbstlaub kommen neben dunkelgrünen Gräsern, Farnen und ruhig belaubten Stauden besonders gut zur Geltung.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
gelb
Blütezeit
-
Juli
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
Boden
-
anspruchslos
Standort
-
anspruchslos
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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