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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Diospyros lotus, die Dattelpflaume oder Lotuspflaume, gehört zur Familie der Ebenholzgewächse. Ihr ausgedehntes natürliches Verbreitungsgebiet reicht von der nordöstlichen und südlichen Türkei über den Kaukasus, Iran, Afghanistan und Teile Zentralasiens bis zum westlichen Himalaja, nach Nepal, China und Korea.
Die Art wächst vor allem in sommergrünen Mischwäldern, an Waldrändern, in Tälern und Schluchten sowie auf steinigen Hängen. In China kommt sie in Höhenlagen von etwa 500 bis 2.500 Metern vor. Die weite Verbreitung erklärt die beträchtliche Unterschiede zwischen einzelnen Herkünften hinsichtlich Behaarung, Fruchtform, Fruchtfarbe und Frosthärte.
Im Mittelmeerraum und auf der Balkanhalbinsel wird die Dattelpflaume seit langer Zeit kultiviert und ist vielerorts verwildert. Kew führt sie unter anderem für Griechenland, Italien, Spanien, Frankreich, Albanien und Bulgarien als eingeführt.
Der Gattungsname Diospyros leitet sich vom griechischen Dios für Zeus und pyros für Korn oder Getreide ab und bedeutet wörtlich etwa „Korn des Zeus“. Die häufig verwendete Übersetzung „Frucht der Götter“ gibt den Sinn nur frei wieder. Die antiken Autoren bezeichneten mit diospyros zudem nicht eindeutig die heutige Dattelpflaume.
Auch das Artepitheton lotus geht auf einen antiken Pflanzennamen zurück, der für mehrere, botanisch nicht miteinander verwandte Pflanzen verwendet wurde. Der deutsche Name Lotuspflaume übernimmt diese Bezeichnung. Dattelpflaume verweist dagegen auf die kleinen Früchte, die besonders nach dem Trocknen in Geschmack und Konsistenz an Datteln erinnern können.
Wuchs und Blätter
Die Dattelpflaume entwickelt sich zu einem sommergrünen, mittelgroßen Baum. In Gärten und Parks erreicht sie langfristig meist etwa acht bis zwölf Meter Höhe und vier bis acht Meter Breite. An günstigen, ausreichend warmen Standorten können alte Exemplare deutlich höher werden. Aus den Naturbeständen sind Bäume von 20 bis annähernd 30 Metern bekannt.
Junge Bäume wachsen zunächst verhältnismäßig straff aufrecht und dicht. Mit zunehmendem Alter wird die Krone lockerer, breit eiförmig bis rundlich und kann weit ausladende Äste entwickeln. Die Rinde ist an jungen Stämmen graubraun und relativ glatt. Später wird sie deutlich gefurcht und löst sich teilweise in kleinen rechteckigen oder unregelmäßigen Platten.
Die wechselständig angeordneten Blätter sind oval, elliptisch bis breit lanzettlich und werden meist etwa fünf bis zwölf, gelegentlich bis 14 Zentimeter lang. Der Blattrand ist ganzrandig, die Spitze deutlich ausgezogen. Die Oberseite erscheint glatt und glänzend dunkelgrün, während die Unterseite heller und je nach Herkunft mehr oder weniger behaart ist.
Im Herbst verfärbt sich das Laub überwiegend gelb bis goldgelb. Die Färbung kann in sonniger Lage kräftiger ausfallen, ist jedoch von Witterung und Herkunft abhängig.
Blüte
Die Blütezeit liegt gewöhnlich im Mai und Juni. In kühleren Regionen oder nach einem späten Frühjahr können sich die Blüten erst im Juni oder Anfang Juli öffnen. Sie erscheinen in den Blattachseln der jungen Triebe und bleiben zwischen dem Laub leicht verborgen.
Die kleinen, urnen- bis glockenförmigen Blüten sind blassgrün, gelblich oder leicht rötlich überlaufen. Sie besitzen einen auffallend großen Kelch, der später an der Frucht erhalten bleibt.
Diospyros lotus ist überwiegend zweihäusig. Männliche und weibliche Blüten befinden sich daher gewöhnlich auf verschiedenen Bäumen. Die etwas kleineren männlichen Blüten stehen einzeln oder zu zweit bis dritt an kurzen Stielen. Die größeren weiblichen Blüten erscheinen meist einzeln und beinahe sitzend.
Während der Blütezeit lassen sich an den kleinen Blüten verschiedene blütenbesuchende Insekten beobachten. Für den Zierwert des Baumes spielt die Blüte gegenüber Laub, Wuchsform und Fruchtbehang jedoch nur eine geringe Rolle.
Früchte
Nur weibliche Bäume können Früchte tragen. Eine Besonderheit der Art ist die Fähigkeit zur Parthenokarpie: Manche weiblichen Pflanzen bilden auch ohne Bestäubung kernlose Früchte. Das geschieht jedoch nicht bei jedem Sämling gleich zuverlässig. Nach einer Bestäubung enthalten die Früchte meist mehrere verhältnismäßig große, harte Samen.
Die rundlichen bis leicht ovalen Früchte werden gewöhnlich etwa ein bis zwei Zentimeter groß. Sie sind damit eher kirsch- oder heidelbeergroß als pflaumengroß. Der große, vier- bis fünfteilige Kelch bleibt an ihrer Basis deutlich sichtbar.
Die Fruchtfarbe ist variabler, als der Ausgangstext vermuten lässt. Unreife Früchte sind grün und werden zunächst blassgelb bis gelborange. Je nach Herkunft reifen sie später gelblich-braun, dunkelbraun, purpurfarben oder blau- bis violettschwarz aus. Dunkle Früchte sind häufig mit einem feinen hellen Wachsüberzug versehen.
Die Reifezeit liegt gewöhnlich im Oktober und November, in kühleren Regionen teilweise noch später. Unreife und lediglich äußerlich gefärbte Früchte enthalten viele Tannine und schmecken ausgesprochen herb und zusammenziehend. Genießbar werden sie erst, wenn sie vollständig ausgereift, sehr weich und teilweise bereits leicht eingeschrumpft sind. Dann entwickelt sich ein hoher Zuckergehalt und ein süßes, mildes Aroma.
Frost ist für diesen Reifeprozess nicht zwingend notwendig. Ein erster leichter Frost kann die Erweichung beschleunigen, entscheidend sind jedoch Vollreife und Nachreife. Traditionell werden die Früchte deshalb häufig getrocknet. Dabei nimmt ihre Adstringenz ab und die Konsistenz erinnert stärker an eine Dattel. In zu kühlen Sommern können die Früchte am Baum klein, kernreich oder trotz später Ernte herb bleiben.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die Dattelpflaume gehört zu den traditionsreichen Nutzgehölzen Eurasiens. Die häufig wiederholte Aussage, sie sei nachweislich „eine der ältesten Kulturpflanzen“, lässt sich allerdings nicht so eindeutig belegen.
Bei Ausgrabungen im römischen Mutina, dem heutigen Modena, wurden zwei Fruchtkelche von Diospyros lotus in einer Schicht aus dem ersten Jahrhundert nach Christus gefunden. Vermutlich stammten sie von getrockneten, als besondere Handelsware eingeführten Früchten. Der Fund beweist, dass die Römer die Früchte kannten, nicht jedoch, dass der Baum damals bereits in Italien angebaut wurde.
Gelegentlich wird Diospyros lotus mit dem honigsüßen Lotos in Homers „Odyssee“ in Verbindung gebracht, dessen Genuss die Gefährten des Odysseus zur Heimkehr unfähig gemacht haben soll. Die botanische Identität dieses sagenhaften Lotos ist jedoch ungeklärt. Der antike Name wurde für zahlreiche Pflanzen verwendet; auch verschiedene Zürgelbaum- und Jujubenarten kommen als Vorbild infrage. Die Verbindung zur Dattelpflaume ist daher eine reizvolle Überlieferung, aber keine gesicherte Bestimmung.
Als tatsächlich kultivierter Baum ist die Art in Italien ab dem 16. Jahrhundert eindeutig nachweisbar. Exemplare wurden in mehreren zwischen 1551 und 1570 angelegten Herbarien erhalten. Pietro Andrea Mattioli veröffentlichte 1565 eine frühe sichere Abbildung.
In Teilen der Türkei, des Kaukasus, Irans, Pakistans und Zentralasiens werden die Früchte traditionell gesammelt, vollständig ausgereift gegessen oder getrocknet. Außerdem wurden sie regional zu verschiedenen Getränken verarbeitet.
Heute besitzt Diospyros lotus vor allem als Sämlingsunterlage für Diospyros kaki Bedeutung. Sie wird besonders für zahlreiche adstringierende Kakisorten verwendet und zeichnet sich durch gleichmäßiges Wachstum und eine höhere Frosttoleranz als Diospyros kaki aus. Sie ist jedoch keine Universalunterlage: Bei ‘Fuyu’ und einigen anderen nicht adstringierenden Kakis können langfristige Unverträglichkeiten an der Veredelungsstelle auftreten.
Entgegen älteren Beschreibungen ist das Wurzelsystem nicht besonders tief reichend. Neuere Untersuchungen beschreiben es als dicht, faserig und überwiegend oberflächennah. Die Art reagiert außerdem empfindlich auf erhöhte Salz- und Chloridgehalte im Boden oder Gießwasser.
Standort und Pflege
Geeignet ist ein sonniger, warmer und möglichst windgeschützter Standort. Im lichten Halbschatten wächst der Baum ebenfalls, für eine zuverlässige Fruchtreife sind jedoch viel Sonne und ein langer warmer Herbst günstiger.
Bevorzugt werden tiefgründige, mäßig nährstoffreiche bis nährstoffreiche und gut durchlässige Böden. Lehmige Substrate werden vertragen, wenn sie nicht verdichtet sind und überschüssiges Wasser ausreichend ablaufen kann. Die Bodenreaktion darf schwach sauer, neutral oder mäßig alkalisch sein. Kalkhaltige Böden sind daher nicht grundsätzlich problematisch; ein hoher Salzgehalt ist davon zu unterscheiden und wird deutlich schlechter vertragen.
Junge Pflanzen benötigen während der Anwachsphase eine gleichmäßige Wasserversorgung. Ältere Bäume können kurze sommerliche Trockenperioden überstehen. Die gelegentliche Beschreibung als ausgesprochen trockenheitsverträgliche, tiefwurzelnde Art ist jedoch zu weitgehend. Längere Trockenheit kann das Triebwachstum, den Fruchtansatz und die Fruchtgröße beeinträchtigen. Das eher oberflächennahe Wurzelsystem profitiert von einer lockeren Mulchauflage, die den Boden vor schneller Austrocknung schützt.
Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. In den ersten Jahren kann ein geeigneter Leittrieb ausgewählt und eine lockere, tragfähige Krone aufgebaut werden. Später beschränkt sich der Schnitt auf trockene, beschädigte, sich kreuzende oder zu dicht stehende Äste. Starke Rückschnitte fördern lange Neutriebe und können den Fruchtansatz für mehrere Jahre verringern.
Klimatische Aspekte
WHZ: 6b–9
Die Winterhärte wird in den Quellen unterschiedlich beurteilt, weil sie stark von Herkunft, Alter, Ausreife des Holzes und vorheriger Abhärtung abhängt. Ein japanischer Gefrierversuch an vollständig ruhenden einjährigen Trieben ergab bei −20 °C noch keine erkennbaren Schäden; bei etwa −25 °C waren rund die Hälfte der untersuchten Triebe geschädigt beziehungsweise abgestorben. Solche Laborwerte sind jedoch keine Garantie für das Überleben eines vollständigen jungen Baumes im Freiland.
Für gut eingewurzelte Pflanzen geeigneter Herkunft ist eine Einordnung in WHZ 6b bis 9 vertretbar. Die häufig genannte Spanne von −20 bis −23 °C kann von ausgereiften Pflanzen kurzzeitig überstanden werden, sollte für junge Pflanzen oder unbekannte Sämlingsherkünfte aber nicht pauschal zugesichert werden.
Junge Bäume sind in den ersten Wintern empfindlicher und sollten vor kalten, austrocknenden Winden geschützt stehen. Auch spät ausgereifte Jahrestriebe können zurückfrieren. Während der tiefen Winterruhe ist das Holz wesentlich frostfester als während des Austriebs. Spätfröste können junge Blätter und Blüten schädigen, ohne den gesamten Baum dauerhaft zu beeinträchtigen.
Die Frosthärte des Baumes darf nicht mit einer sicheren Fruchtreife gleichgesetzt werden. Auch ein vollkommen winterharter Baum kann in einer kühlen Lage Früchte tragen, die vor dem Winter nicht ausreichend ausreifen. Für die Nutzung als Obstgehölz sind daher ein warmer Sommer, ein langer Herbst und ein geschützter Standort wichtiger als für eine rein ornamentale Pflanzung.
Praxistipp
Bei sämlingsvermehrten Pflanzen lässt sich das Geschlecht vor der ersten Blüte nicht erkennen. Ein einzelner Baum kann männlich sein und dauerhaft ohne Früchte bleiben. Wer einen zuverlässigen Fruchtansatz anstrebt, sollte deshalb mehrere Sämlinge pflanzen oder später mit bekanntem weiblichem Pflanzenmaterial arbeiten. Parthenokarpische Früchte sind bei weiblichen Bäumen möglich, aber nicht bei jedem Sämling garantiert.
Für einen ausgewachsenen Baum sollten mindestens sechs bis acht Meter seitlicher Raum eingeplant werden. Als Solitär, am Rand einer Obstpflanzung oder in einer größeren Gehölzsammlung kommen die glänzenden Blätter, die gelbe Herbstfärbung und bei weiblichen Exemplaren der dunkle Fruchtbehang gut zur Geltung.
Die Früchte sollten nicht allein nach dem Kalender oder dem ersten Frost geerntet werden. Essreif sind sie erst, wenn sie dunkel, vollständig weich und beinahe überreif wirken. Noch feste, herb schmeckende Früchte können einige Zeit nachreifen oder getrocknet werden.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
grün
Blütezeit
-
Juni
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Vogelnahrung
Boden
-
nahrhaft
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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