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Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Distylium racemosum, gelegentlich Isu-Baum genannt, gehört zur Familie der Zaubernussgewächse. Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst den Südosten Chinas einschließlich Hainan, Taiwan, das nördliche Vietnam, Korea sowie das mittlere und südliche Japan mit den Nansei-Inseln.
Die Art wächst in warmgemäßigten bis subtropischen immergrünen Laubwäldern. In China wird sie vor allem aus Wäldern der montanen Lagen bis etwa 1.300 Meter Höhe angegeben. In Japan gehört sie unter anderem zu immergrünen Wäldern mit verschiedenen Eichen- und Scheinkastanienarten, kommt dort aber regional auch in tieferen, klimatisch milden Lagen vor.
Der Gattungsname Distylium setzt sich aus den griechischen Wörtern dis für zwei und stylos für Griffel zusammen. Er bezieht sich auf die beiden Griffel, die noch an den Früchten deutlich erkennbar sind. Das Artepitheton racemosum bedeutet traubenförmig und verweist auf die kurzen, traubenähnlichen Blütenstände.
Der englische Name Isu tree geht auf die japanische Bezeichnung Isu-no-ki zurück. Die gelegentlich verwendete deutsche Bezeichnung Isu-Baum ist lediglich eine Übernahme dieses Namens und kein fest etablierter deutscher Volksname.
Wuchs und Blätter
Distylium racemosum ist ein langsam bis mäßig wachsendes, immergrünes Gehölz. Die in europäischen Gärten verbreiteten Pflanzen entwickeln sich meist zu breit aufrechten oder ausladenden, dicht verzweigten Sträuchern. Nach einigen Jahren werden gewöhnlich etwa 2,5 bis 4 m Höhe und eine ähnliche Breite erreicht.
Diese Größenangabe ist jedoch keine absolute Endhöhe. In britischen Sammlungen stehen alte, ungefähr 7 m hohe Sträucher. Am Naturstandort kann die Art zu einem bis etwa 18 m hohen Baum mit grauer, lange Zeit verhältnismäßig glatter Rinde heranwachsen. Der Wuchs unterscheidet sich offenbar deutlich zwischen einzelnen Herkünften: Neben kompakten strauchigen Formen existieren aufrechtere und ausgesprochen baumartige Typen.
Die jungen Zweige sind mit feinen sternförmigen Schuppen besetzt. Später werden sie dunkelbraun und weitgehend glatt. Die Zweige wirken häufig etwas steif und tragen die Blätter auffallend regelmäßig.
Die wechselständig angeordneten, häufig beinahe zweizeilig stehenden Blätter werden meist drei bis sieben Zentimeter lang. Sie sind elliptisch bis verkehrt eiförmig, ledrig und auf der Oberseite glänzend dunkelgrün. Die Unterseite ist heller. Der Blattrand bleibt gewöhnlich ganzrandig, kann aber nahe der Spitze einige sehr flache Zähnchen besitzen.
Das feste Laub erinnert entfernt an kleine Lorbeer-, Myrten- oder immergrüne Rhododendronblätter. Es bildet ganzjährig eine ruhige, dicht wirkende Blattfläche. In kalten oder windoffenen Lagen kann die Winterfärbung matter oder leicht bronzefarben ausfallen.
Blüte
Die Blütezeit ist stark vom Klima abhängig. In Japan liegt sie überwiegend im April, für chinesische Naturbestände wird April bis Juni genannt. In europäischen Gärten können sich die ersten Blüten bereits gegen Ende des Winters öffnen; gelegentlich folgt im Sommer eine schwächere zweite Blüte. Unter kontinentaleren Bedingungen ist eher mit einer Blüte im Frühjahr bis Frühsommer zu rechnen.
Die kleinen Blüten stehen in den Blattachseln in kurzen, aufrechten und meist dicht gedrängten, traubenähnlichen Blütenständen. Einzelne Blüten besitzen weder auffällige Blütenblätter noch einen klassischen Blütenkelch. Sichtbar sind vor allem rötlich braune, fein behaarte Hüllblätter und die purpurroten bis dunkelvioletten Staubbeutel.
Auf einer Pflanze kommen sowohl zwittrige als auch rein männliche Blüten vor. Botanisch wird diese Verteilung als Andromonözie bezeichnet. Die ungewöhnlich aufgebauten Blüten zeigen die Zugehörigkeit zu den Zaubernussgewächsen, bleiben im Gesamteindruck des Strauches jedoch unauffällig und lassen sich am besten aus der Nähe betrachten.
Früchte
Nach der Blüte bilden sich eiförmige, verholzende Kapselfrüchte. Sie werden ungefähr zehn bis 13 Millimeter lang und sind zunächst dicht mit braunen Sternhaaren besetzt.
An der Spitze sitzen die beiden erhalten bleibenden Griffel, durch die die Frucht deutlich zweischnäbelig erscheint. Bei der Reife öffnet sich die Kapsel mit zwei Klappen und gibt die etwa vier bis fünf Millimeter langen, eiförmigen Samen frei.
Abhängig vom Klima reifen die Früchte vom Sommer bis in den Herbst. Sie besitzen nur einen geringen Zierwert, sind aber wegen ihrer beiden bleibenden Griffel botanisch interessant.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Distylium racemosum wurde von Philipp Franz von Siebold und Joseph Gerhard Zuccarini anhand japanischen Pflanzenmaterials beschrieben. Kew datiert die Veröffentlichung des heute anerkannten Artnamens in der „Flora Japonica“ auf 1841. In europäischen Gärten wird die Art seit etwa 1876 kultiviert.
In Japan wurde das sehr schwere, harte und dauerhafte Holz traditionell für Möbel, gedrechselte Gegenstände, Werkzeuge und Musikinstrumente verwendet. Auch Bokken, die hölzernen Übungsschwerter japanischer Kampfkünste, werden aus diesem Holz hergestellt. Asche aus Holz und Rinde diente außerdem bei der Herstellung bestimmter Porzellanglasuren als Rohstoff.
Eine weitere japanische Geschichte betrifft auffällige Gebilde, die leicht mit Früchten verwechselt werden können. Verschiedene Blattlausarten erzeugen an den Blättern große, teilweise verholzende Gallen. Nachdem die Tiere sie verlassen haben, bleibt eine hohle Galle mit einer Öffnung zurück. Kinder verwendeten solche Gallen früher als kleine Pfeifen. Aus dem dabei entstehenden „hyon“-ähnlichen Ton soll sich der japanische Beiname Hyon-no-ki entwickelt haben.
In Europa dürften diese charakteristischen Gallen gewöhnlich fehlen, da die daran beteiligten ostasiatischen Blattlausarten hier nicht verbreitet sind.
Die heute häufiger angebotenen niedrigen oder besonders dicht wachsenden Distylium-Sorten sind vielfach Hybriden aus Distylium myricoides und Distylium racemosum. Ihre geringe Endhöhe, ausgeprägte Hitzeverträglichkeit und Verwendung als Ersatz für Buchsbaum oder Kirschlorbeer dürfen nicht ohne Weiteres auf die reine Art übertragen werden. Distylium racemosum selbst kann als Schnittgehölz verwendet werden, benötigt langfristig aber wesentlich mehr Raum.
Standort und Pflege
Am günstigsten ist ein heller, halbschattiger und vor kalten Winden geschützter Standort. Morgensonne, Abendsonne oder gefiltertes Licht unter hoch aufgeasteten Gehölzen werden gut vertragen. Auch ein sonniger Platz ist möglich, wenn der Boden während des Sommers ausreichend feucht bleibt. In tiefem Schatten wächst der Strauch lockerer und bildet gewöhnlich weniger Blüten.
Der Boden sollte humusreich, locker und frisch bis mäßig feucht sein. Schwach saure bis neutrale Substrate gelten als besonders günstig. Nach Angaben der Royal Horticultural Society werden bei geeigneter Bodenstruktur auch mäßig alkalische Böden vertragen. Wichtiger als der genaue pH-Wert sind eine gleichmäßige Wasserversorgung und ein ausreichender Wasserabzug.
Dauerhafte Staunässe und verdichtete Böden sind ungeeignet. Ebenso sollte die bei modernen Distylium-Hybrideniden beschriebene Trockenheitstoleranz nicht uneingeschränkt auf die Art übertragen werden. Junge Pflanzen benötigen während längerer trockener Phasen regelmäßig Wasser. Eine Mulchauflage aus Laubkompost oder Rindenhumus hält den Wurzelbereich gleichmäßiger feucht.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Trockene, beschädigte oder ungünstig stehende Zweige können entfernt werden. Soll der Strauch dichter oder kleiner gehalten werden, erfolgt ein leichter Formschnitt nach der Hauptblüte. Späte kräftige Schnittmaßnahmen sind ungünstig, weil die danach gebildeten Triebe vor dem Winter möglicherweise nicht mehr vollständig ausreifen.
Klimatische Aspekte
WHZ: 7–9; geschützte Standorte und einzelne Herkünfte möglicherweise 6b
Die Angaben zur Winterhärte unterscheiden sich ungewöhnlich deutlich. Trees and Shrubs Online führt die Art in USDA-Zone 6 und bewertet sie zugleich mit RHS H5. Die aktuelle Pflanzendatenbank der Royal Horticultural Society nennt dagegen nur H4, entsprechend ungefähr −10 bis −5 °C. North Carolina State University ordnet sie den USDA-Zonen 7a bis 10b zu.
Die in Dirr’s „Manual of Woody Landscape Plants“ genannte Zone 6 kann somit für besonders winterharte Herkünfte und gut etablierte Exemplare zutreffen. Als allgemeine Zusicherung für junge Pflanzen unbekannter Herkunft ist sie jedoch zu weitgehend. Für eine vorsichtige gärtnerische Einordnung ist WHZ 7–9 sinnvoller; eine Kultur in 6b sollte sich auf einen geschützten Standort, eine bekannte Herkunft oder bereits vorliegende Freilanderfahrungen stützen.
Nicht nur die absolute Tiefsttemperatur ist entscheidend. Als immergrünes Gehölz reagiert Distylium racemosum empfindlicher auf die Verbindung aus Frost, Wintersonne, kaltem Wind und gefrorenem Boden. Ein Schutz vor austrocknenden Ostwinden ist deshalb besonders bei jungen Pflanzen wichtig.
Eine Laub- oder Mulchauflage schützt den Wurzelbereich während der ersten Winter. Kübelpflanzen sind wesentlich frostempfindlicher als ausgepflanzte Exemplare und sollten nicht ungeschützt vollständig durchfrieren.
Sommerliche Wärme wird grundsätzlich gut vertragen und kann die Ausreife der Triebe fördern. Sie sollte jedoch nicht mit Trockenheitsverträglichkeit gleichgesetzt werden. An stark aufgeheizten Standorten bleibt eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit wichtig.
Praxistipp
Für eine frei wachsende Pflanze sollten mindestens drei bis vier Meter seitlicher Raum eingeplant werden. Eine Platzierung am geschützten Gehölzrand oder vor einem lockeren, höheren Baumbestand entspricht den Licht- und Bodenansprüchen besser als ein windoffener Einzelstandort.
Die kleinen Blüten lassen sich am besten wahrnehmen, wenn der Strauch in der Nähe eines Weges steht. Farne, Schattengräser, Lenzrosen und andere Stauden mit ruhiger Blattstruktur bilden eine passende Unterpflanzung.
Soll Distylium racemosum als immergrünes Sichtschutz- oder Schnittgehölz verwendet werden, ist eine lockere, natürlich wirkende Form günstiger als eine sehr niedrige, streng geschnittene Buchsbaumhecke. Für diesen Zweck wären kompakte Distylium-Hybriden meist besser geeignet.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
rot
Blütezeit
-
April
Früchte
Besonderes
Boden
-
humos
-
durchlässig
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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