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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Eleutherococcus leucorrhizus var. setchuenensis, die Westchinesische Stachelkraftwurz, stammt aus den Bergregionen Zentral- und Westchinas. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst die Provinzen Gansu, Guizhou, Henan, Hubei, Shaanxi und Sichuan. Dort wächst sie in Höhenlagen von etwa 1.000–3.200 m in Gebüschen und an offenen Waldstandorten.
Die Art gehört zur Familie der Araliengewächse und ist mit Efeu, Aralia und der bekannten Taigawurzel, Eleutherococcus senticosus, verwandt. Unter den älteren Namen Acanthopanax setchuenensis und Eleutherococcus setchuenensis ist sie ebenfalls noch in Sammlungen und älterer Gartenliteratur zu finden.
Der Gattungsname setzt sich aus den griechischen Wörtern eleutheros für „frei“ und kokkos für „Frucht“ oder „Samen“ zusammen. Leucorrhizus bedeutet „weißwurzelig“. Die Bezeichnung setchuenensis geht auf die ältere Schreibweise der chinesischen Provinz Sichuan zurück.
Wuchs und Blätter
Der sommergrüne Strauch entwickelt einen aufrechten, später zunehmend breitbuschigen und locker überhängenden Wuchs. Er erreicht gewöhnlich etwa 2–3 m Höhe und 1,5–2,5 m Breite. Die Zweige sind glatt und tragen je nach Pflanze nur wenige kurze Stacheln oder bleiben beinahe unbestachelt.
Die lang gestielten Blätter bestehen meistens aus drei Fiederblättchen. Vier oder fünf Blättchen kommen gelegentlich ebenfalls vor. Sie sind länglich bis breit oval, oberseits dunkelgrün und auf der Unterseite deutlich heller bis leicht blaugrün. Der Blattrand ist entweder nahezu glatt oder unregelmäßig und fein gezähnt.
Durch die großen, fingerartig zusammengesetzten Blätter erhält der Strauch ein angenehm lockeres, fast etwas exotisches Erscheinungsbild, ohne im Garten gleich den Platz für sich allein zu beanspruchen.
Blüte
Im Juli erscheinen an den Enden der diesjährigen Triebe verzweigte Blütenstände aus mehreren kugeligen Dolden. Die kleinen Einzelblüten sind grünlich weiß bis blass gelbgrün und wirken aus der Nähe betrachtet beinahe wie winzige Sterne.
Die Blüte ist eher zurückhaltend. Ihre eigentliche Wirkung entsteht durch die zahlreichen runden Dolden, die locker über dem Laub stehen und bereits die späteren Fruchtstände ankündigen.
Früchte
Vom Spätsommer bis in den Herbst entwickeln sich kleine, rundliche bis leicht ovale Steinfrüchte. Sie werden etwa 5–7 mm groß und färben sich bei der Reife blauschwarz bis glänzend schwarz.
Mehrere Früchte stehen dicht zusammen in kugeligen Dolden. Gerade bei älteren Pflanzen können diese dunklen Fruchtstände einen schönen Kontrast zum helleren, fingerförmigen Laub bilden. Wie stark der Fruchtansatz ausfällt, hängt von Alter, Standort und Witterungsverlauf ab.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die Pflanze wurde zunächst als eigenständige Art unter dem Namen Acanthopanax setchuenensis beschrieben. Der Pflanzensammler Ernest Henry Wilson führte sie um 1904 für die englische Baumschule Veitch in die westliche Gartenkultur ein. Erst 2007 wurde sie in der Flora of China als Varietät von Eleutherococcus leucorrhizus eingeordnet.
Die Gesamtart Eleutherococcus leucorrhizus wird in chinesischen botanischen Quellen als medizinisch genutzte Pflanze erwähnt. Eine eindeutig dokumentierte, eigenständige Verwendung der Varietät setchuenensis ist jedoch kaum belegt. Sie sollte insbesondere nicht mit der als Taigawurzel verwendeten Art Eleutherococcus senticosus gleichgesetzt werden – botanische Verwandtschaft ersetzt schließlich noch kein Arzneibuch.
Standort und Pflege
Geeignet ist ein sonniger bis halbschattiger Standort. Besonders wohl fühlt sich die Stachelkraftwurz in hellem Halbschatten oder an einem Platz mit Morgensonne. Auf heißen, vollsonnigen Standorten sollte der Boden im Sommer nicht vollständig austrocknen.
Ideal ist ein tiefgründiger, humoser und frischer, zugleich aber gut durchlässiger Gartenboden. Neutrale bis leicht saure Substrate sind besonders geeignet. Schwere Böden sollten vor der Pflanzung gelockert werden, da länger anhaltende Staunässe schlecht vertragen wird.
Während der Anwachsphase benötigt die Pflanze eine gleichmäßige Wasserversorgung. Gut eingewurzelte Exemplare kommen später auch mit vorübergehenden Trockenperioden zurecht. Für eine zuverlässig kräftige Entwicklung und einen guten Fruchtansatz ist ein dauerhaft trockener Platz jedoch nicht ideal.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Im Spätwinter können abgestorbene, nach innen wachsende oder sich kreuzende Zweige entfernt werden. Ältere Pflanzen lassen sich bei Bedarf durch das bodennahe Herausnehmen einzelner alter Triebe auslichten.
Klimatische Aspekte
WHZ: etwa 6–8
Die Westchinesische Stachelkraftwurz gilt als ausreichend winterhart und kann an einem geschützten Standort Temperaturen um −20 °C überstehen. Ihre Vorkommen in chinesischen Gebirgslagen erklären die gute Frostverträglichkeit.
Junge Pflanzen profitieren während der ersten Winter von einer schützenden Mulchschicht über dem Wurzelbereich. Wichtig ist zudem ein Boden, der winterliche Niederschläge ableiten kann. Kalter Wind und ein gleichzeitig vernässter Boden sind problematischer als ein kurzer, trockener Frost.
Nach strengen Wintern können einzelne Triebspitzen zurückfrieren. Diese werden im Frühjahr bis in das gesunde Holz zurückgeschnitten; normalerweise treibt der Strauch anschließend wieder zuverlässig aus.
Praxistipp
Die Stachelkraftwurz eignet sich für lichte Gehölzränder, lockere Strauchgruppen und den Hintergrund größerer Beete. Besonders gut passt sie in asiatisch gestaltete Pflanzungen mit Farnen, Hortensien, Bambus oder anderen Araliengewächsen.
Für eine gute Entwicklung sollte sie nicht unmittelbar zwischen stark wuchernde Nachbarn gesetzt werden. Ein Platz, an dem die lockeren Zweige und die dunklen Fruchtdolden frei zur Geltung kommen, ist günstiger. Wegen der gelegentlich auftretenden Stacheln empfiehlt sich außerdem etwas Abstand zu schmalen Wegen
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
Blütezeit
Früchte
Besonderes
Boden
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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