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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
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Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Elsholtzia stauntonii, der Chinesische Gewürzstrauch, stammt aus dem nördlichen Zentralchina und der Inneren Mongolei. Nachgewiesene Vorkommen liegen in den Provinzen Gansu, Hebei, Henan, Shaanxi und Shanxi. Die Art wächst an grasbewachsenen Hängen, auf felsigem Gelände, in Tälern sowie an Bach- und Flussufern in Höhenlagen von etwa 700–1.600 m.
Botanisch gehört sie zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist damit unter anderem mit Minze, Salbei und Thymian verwandt. Die jungen, vierkantigen Triebe, die gegenständigen Blätter und die zweilippigen Einzelblüten sind typische Familienmerkmale.
Der Gattungsname Elsholtzia erinnert an Johann Sigismund Elsholtz, einen brandenburgisch-preußischen Arzt, Botaniker und Gartenfachmann des 17. Jahrhunderts. Das Artepitheton stauntonii ehrt den britischen Diplomaten Sir George Leonard Staunton.
Wuchs und Blätter
Der sommergrüne Halbstrauch bildet aus einer verholzenden Basis zahlreiche aufrechte Triebe. Diese sind im oberen Bereich locker verzweigt und häufig purpurrot überlaufen. Die Pflanze erreicht gewöhnlich 120–150 cm Höhe und eine ähnliche Breite. Am Naturstandort kommen Exemplare zwischen etwa 70 und 170 cm vor.
Die oberen Teile der Triebe bleiben krautig und können im Winter vollständig zurückfrieren. Dadurch verhält sich der Gewürzstrauch im Garten eher wie eine kräftige Staude als wie ein dauerhaft bis in die Spitzen verholzendes Gehölz.
Die gegenständigen Blätter sind lanzettlich bis elliptisch-lanzettlich und etwa 8–12 cm lang. Ihr Rand ist deutlich gesägt bis gekerbt. Die Blattoberseite ist weitgehend glatt, entlang der Mittelrippe und am Rand jedoch fein behaart. Die Unterseite erscheint heller und ist dicht mit kleinen Drüsen besetzt.
Beim Berühren oder Zerreiben verströmen die Blätter einen kräftigen, minzeartig-würzigen Duft. Im Herbst kann sich das Laub gelblich, orangefarben oder rötlich verfärben. Die Intensität der Färbung hängt stark von Witterung und Standort ab.
Blüte
Die Blüte beginnt ungewöhnlich spät. Je nach Klima öffnen sich die ersten Blüten Ende August oder im September. Die Blütezeit kann bis in den Oktober reichen und wird gewöhnlich erst durch stärkere Fröste beendet.
An den Triebenden stehen mehrere schlanke, 3–12 cm lange Blütenähren. Die Einzelblüten sitzen überwiegend auf einer Seite der Ähre. Sie sind hell purpurrosa bis violettrosa und besitzen eine etwa 9 mm lange, zweilippige Krone. Die weit herausragenden Staubblätter geben den Blütenständen ihre leicht flaumige Wirkung.
Für eine reiche und vollständige Blüte benötigt die Pflanze einen sonnigen Standort und eine ausreichend lange, warme Vegetationsperiode. In Regionen mit frühen Herbstfrösten können sich die zuletzt angelegten Knospen nicht mehr öffnen.
Früchte
Nach der Blüte entstehen innerhalb der trockenen Blütenkelche kleine, glatte und länglich-elliptische Nüsschen. Sie besitzen nur einen geringen Zierwert.
In warmen Lagen kann sich die Art gelegentlich aussäen. Die trockenen Blütenstände dürfen über Winter stehen bleiben oder im Frühjahr zusammen mit den alten Trieben entfernt werden.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
George Leonard Staunton nahm 1793 als Sekretär an der britischen Macartney-Gesandtschaft nach China teil. Während dieser Reise sammelte er mehr als 400 Pflanzenbelege. Darunter befand sich auch der spätere Chinesische Gewürzstrauch, den er vermutlich in einem Garten in Peking fand. Die getrockneten Pflanzen gelangten anschließend in die Sammlung von Joseph Banks.
George Bentham beschrieb die Art 1833 wissenschaftlich und benannte sie nach Staunton. Dieser brachte somit nicht die lebende Pflanze nach Europa, lieferte aber das historische Herbarmaterial, auf dem ihre wissenschaftliche Kenntnis beruhte. Als lebende Gartenpflanze wurde sie nach Angaben des Botanischen Gartens Cambridge erst 1909 aus China eingeführt.
In chinesischen Quellen wird die Art als mù xiāng rú bezeichnet. Sie gilt als aromatische und traditionell verwendete Pflanzenart; außerdem werden Zusammensetzung und Eigenschaften ihres ätherischen Öls wissenschaftlich untersucht. Einzelne Veröffentlichungen führen sie auch im Zusammenhang mit Kräuteraufgüssen und unterschiedlichen volksmedizinischen Anwendungen.
Daraus lässt sich jedoch keine allgemeine Empfehlung zur Verwendung selbst gezogener Pflanzen ableiten. Konkrete Angaben zu Pflanzenteilen, Zubereitung, Dosierung und möglichen Gegenanzeigen sind in den gärtnerischen Quellen nicht ausreichend dokumentiert. Die pauschale Aussage, Blätter und Blüten könnten bedenkenlos als Tee oder Küchengewürz verwendet werden, sollte deshalb im Shoptext entfallen.
Standort und Pflege
Ideal ist ein vollsonniger, warmer Standort. Im Halbschatten werden die Triebe lockerer, und die ohnehin späte Blüte setzt schwächer oder noch später ein.
Der Boden sollte humos, mäßig nährstoffreich und gut durchlässig sein. Sandige, lehmige und kalkhaltige Böden werden vertragen. Der pH-Wert ist von untergeordneter Bedeutung, solange keine anhaltende Staunässe entsteht.
Am besten wächst die Pflanze auf mäßig frischen Böden. Eingewachsene Exemplare vertragen vorübergehende Trockenperioden, anhaltende Sommertrockenheit kann jedoch zum Abwerfen der unteren und inneren Blätter führen. Dann bleibt am Ende kahler Stiele nur noch ein kleiner Kranz aus Laub und Blüten stehen – botanisch interessant, gärtnerisch eher nicht der große Galaauftritt.
Die alten Triebe werden erst im zeitigen Frühjahr auf etwa 20–40 cm zurückgeschnitten. Da die Blüten an den neu gebildeten Jahrestrieben entstehen, fördert dieser Schnitt einen kräftigen, geschlossenen Aufbau. Zusätzlich lassen sich abgestorbene oder sehr schwache Triebe vollständig an der Basis entfernen.
Eine Mulchschicht aus reifem Kompost unterstützt den Austrieb und hält die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßiger. Eine starke Stickstoffdüngung ist nicht erforderlich und kann zu übermäßig weichen, instabilen Trieben führen.
Klimatische Aspekte
WHZ: 4–8
Nordamerikanische Garten- und Universitätsquellen führen Elsholtzia stauntonii für die USDA-Zonen 4–8. Der RHS bewertet sie für das feuchte britische Klima deutlich vorsichtiger mit H4, entsprechend ungefähr −10 bis −5 °C.
Dieser scheinbare Widerspruch erklärt sich teilweise durch den halbstrauchigen Wuchs:
Die verholzende Basis und der Wurzelstock sind wesentlich frosthärter als die oberirdischen Triebe. In kalten Wintern friert die Pflanze deshalb häufig bis zum Boden zurück, kann im Frühjahr aber erneut austreiben.
Die Überwinterung ist nicht das einzige klimatische Kriterium. In WHZ 4 kann die Pflanze den Winter überstehen, ohne in jedem Jahr rechtzeitig zur vollen Blüte zu gelangen. Frühe Herbstfröste beenden die Blüte oft schon kurz nach ihrem Beginn. Für eine zuverlässige Wirkung sind lange, warme Spätsommer daher wichtiger als besonders milde Winter.
Winterliche Staunässe schwächt den Wurzelstock und vermindert die Frosthärte. Ein durchlässiger Boden und ein Rückschnitt erst im Frühjahr verbessern die Überwinterung.
Praxistipp
Der Chinesische Gewürzstrauch eignet sich für sonnige Staudenbeete, warme Gehölzränder und lockere Pflanzungen mit Gräsern und spät blühenden Stauden. Wegen seiner aufrechten Blütenstände wirkt er besonders gut zwischen rundlich oder flächig wachsenden Begleitpflanzen.
Der Standort sollte nicht zu trocken gewählt werden, wenn ein bis zur Basis belaubter Horst gewünscht ist. In Regionen mit frühen Herbstfrösten empfiehlt sich der wärmste sonnige Platz des Gartens. Die alten Triebe bleiben bis zum Frühjahr stehen und werden erst kurz vor dem neuen Austrieb zurückgenommen.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
lila
Blütezeit
-
August
Früchte
Besonderes
-
Schmetterlings/Falterweide
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
Boden
-
durchlässig
Standort
-
sonnig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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