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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Enkianthus campanulatus var. palibinii ist eine sommergrüne Prachtglocke aus Zentral-Honshū in Japan. Ihr natürliches Vorkommen ist vor allem aus den Präfekturen Tochigi und Gunma bekannt. Dort wächst sie in den Bergregionen auf sauren, humosen Böden.
Die Varietät unterscheidet sich von der typischen Enkianthus campanulatus vor allem durch ihre kleineren, vollständig dunkelrot gefärbten Blüten. Sie gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Der Name palibinii erinnert an den russischen Botaniker Ivan Wladimirowitsch Palibin.
Wuchs und Blätter
Der Strauch wächst langsam bis mäßig schnell, dicht verzweigt und zunächst aufrecht. Mit zunehmendem Alter entwickelt er eine breitere, locker aufgebaute Krone. Nach etwa zehn Jahren werden häufig 1,5–2 m erreicht; ältere Pflanzen können etwa 2,5–3 m hoch und 1,5–2,5 m breit werden.
Die kleinen, fein gesägten Blätter stehen gehäuft an den Enden der Zweige. Im Sommer sind sie matt- bis mittelgrün. Im Herbst folgt der zweite große Auftritt: Das Laub verfärbt sich über Gelb und Orange bis zu kräftigem Scharlach- und Dunkelrot.
Blüte
Von Mai bis Juni erscheinen zahlreiche kleine Blütenglocken in hängenden Trauben. Die nur etwa 5–6 mm langen Blüten sind dunkelrot bis weinrot und damit deutlich kräftiger gefärbt als bei der typischen Art.
Ihre zierliche Form erschließt sich besonders gut aus der Nähe. Ein leicht erhöhter Pflanzplatz oder ein Standort neben einem tiefer verlaufenden Weg erlaubt den besten Blick unter die Zweige.
Früchte
Nach der Blüte entstehen kleine, aufrecht stehende, fünfkantige Kapselfrüchte. Sie reifen braun aus und enthalten zahlreiche feine Samen. Ihr Zierwert bleibt gegenüber Blüte und Herbstfärbung gering.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die typische Enkianthus campanulatus wurde 1880 durch den Pflanzensammler Charles Maries für die englische Baumschule Veitch in die westliche Gartenkultur eingeführt.
Die dunkelrot blühende Varietät wurde 1919 zunächst als eigene Art unter dem Namen Enkianthus palibinii beschrieben. William Jackson Bean ordnete sie 1925 als Varietät von Enkianthus campanulatus ein. Diese Einstufung wird heute unter anderem von Kew anerkannt.
Im Handel werden rot blühende Prachtglocken gelegentlich verwechselt. Echte var. palibinii besitzt kleine, durchgehend dunkelrote Blütenglocken – blasse Blüten mit lediglich roten Adern gehören nicht zu dieser Varietät.
Standort und Pflege
Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger, etwas geschützter Standort. In voller Sonne fällt die Herbstfärbung besonders kräftig aus, sofern der Boden nicht austrocknet.
Der Boden sollte humos, kalkarm, sauer bis neutral sowie gleichmäßig frisch und gut durchlässig sein. Staunässe und längere Sommertrockenheit werden schlecht vertragen. Eine Mulchschicht aus Laubkompost oder Rindenhumus hält die Feuchtigkeit im Boden.
Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. Störende oder beschädigte Zweige können unmittelbar nach der Blüte entfernt werden.
Klimatische Aspekte
WHZ: 5–7
Die Varietät ist in weiten Teilen Mitteleuropas zuverlässig winterhart. Problematischer als Frost sind kalkreiche Böden und längere Hitze- oder Trockenperioden.
Praxistipp
Besonders schön wirkt Enkianthus campanulatus var. palibinii am Rand eines Moorbeetes oder Waldgartens, zusammen mit Rhododendren, Fächerahornen und anderen kalkmeidenden Gehölzen. Vor einem ruhigen, immergrünen Hintergrund kommen sowohl die dunkelroten Blütenglocken als auch die leuchtende Herbstfärbung hervorragend zur Geltung.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
rot
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
-
Hummel und/oder Bienenweide
Boden
-
humos
-
durchlässig
Standort
-
halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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