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Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
Enkianthus cernuus f. rubens, der Rote Glocken-Enkianthus, stammt aus Zentral- und Südjapan. Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst das zentrale bis westliche Honshū sowie Shikoku und Kyūshū. Dort wächst er in Gebirgsregionen, unter anderem an felsigen Stellen in sommergrünen Wäldern.
Die Art gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und ist damit unter anderem mit Rhododendren und Lavendelheiden verwandt. Das Artepitheton cernuus bedeutet „nickend“ oder „herabhängend“ und beschreibt die Stellung der Blüten. Rubens verweist auf ihre rote Farbe.
Der Gattungsname Enkianthus setzt sich aus den griechischen Wörtern enkyos für „schwanger“ und anthos für „Blüte“ zusammen. Der Name wurde 1790 ursprünglich für Enkianthus quinqueflorus geprägt, dessen Hochblätter den Eindruck erweckten, weitere Blüten in sich zu tragen. Die verbreitete Erklärung, der Name beziehe sich allgemein auf die bauchigen Glockenblüten, ist also hübsch – botanisch aber ein wenig zurechtgebogen.
Wuchs und Blätter
Der sommergrüne Strauch wächst zunächst aufrecht und locker verzweigt. Mit zunehmendem Alter wird er breiter und entwickelt einen harmonischen, leicht etagenartigen Aufbau. Er erreicht gewöhnlich etwa 1,5 bis 2,5 Meter Höhe und eine ähnliche Breite.
Die kleinen, verkehrt eiförmigen Blätter stehen dicht gedrängt an den Enden der Zweige. Sie sind fein gesägt und während des Sommers frisch- bis mittelgrün. Im Herbst verfärbt sich das Laub kräftig orange, scharlachrot bis dunkel purpurrot. Die Intensität hängt von Standort, Witterung und Bodenverhältnissen ab.
Blüte
Die Blütezeit liegt überwiegend im Mai und Juni. An den Enden der Zweige entstehen drei bis fünf Zentimeter lange, herabhängende Trauben mit jeweils etwa fünf bis zwölf kleinen Blüten.
Die bauchig-glockenförmigen Blüten sind bei der echten Form rubens vollständig kräftig rot gefärbt. Besonders charakteristisch sind die fein geschlitzten bis fransig wirkenden Kronzipfel. Sie biegen sich leicht nach innen und verleihen den kleinen Blütenglocken ihr unverwechselbares Aussehen.
Ein ausgeprägter Blütenduft wird in den maßgeblichen Beschreibungen nicht als Merkmal dieser Form genannt und sollte deshalb im Shop nicht versprochen werden.
Früchte
Nach der Blüte entwickeln sich kleine, trockene Kapselfrüchte. Während die Blüten nach unten hängen, richten sich die Fruchtstiele bei der Entwicklung auf. Die reifen Kapseln stehen dadurch aufrecht und können ihre geflügelten Samen besser freigeben.
Der Fruchtschmuck bleibt unauffällig; der besondere Zierwert liegt eindeutig in den roten Blüten und der Herbstfärbung.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die rote Form ist in europäischen und nordamerikanischen Arboreten wesentlich häufiger zu finden als die weiß blühende Grundform von Enkianthus cernuus. Sie wurde von der Royal Horticultural Society mit dem Award of Garden Merit ausgezeichnet.
Im Pflanzenhandel kommt es allerdings immer wieder zu Verwechslungen mit rot blühenden Formen von Enkianthus campanulatus. Eine echte Enkianthus cernuus f. rubens besitzt kleine, vollständig rote Blüten mit deutlich fein geschlitztem oder fransigem Rand. Nur rötlich gestreifte Glocken ohne diesen charakteristischen Blütenrand sprechen eher für Enkianthus campanulatus.
Eine besondere traditionelle Verwendung in japanischen Tempelgärten ist für diese Form nicht ausreichend belegt und wurde daher nicht übernommen.
Standort und Pflege
Ideal ist ein sonniger bis halbschattiger Standort. In voller Sonne entwickelt sich die Herbstfärbung besonders kräftig, allerdings muss der Boden dort gleichmäßig frisch bleiben. Ein Platz mit Morgensonne und leichtem Schatten während der heißesten Tagesstunden ist sehr gut geeignet.
Der Boden sollte humusreich, locker, sauer bis neutral und gut durchlässig sein. Stark kalkhaltige Substrate sind ungeeignet. Ebenso problematisch sind Staunässe, Bodenverdichtung und längere Trockenperioden.
Eine Mulchauflage aus Laubkompost oder Rindenhumus hält den flachen Wurzelbereich gleichmäßig feucht. Im unmittelbaren Umfeld der Pflanze sollte möglichst nicht tief gehackt oder gegraben werden.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht notwendig. Trockene, beschädigte oder sich kreuzende Zweige können nach der Blüte entfernt werden. Stärkere Formschnitte würden den natürlichen, lockeren Aufbau eher stören.
Klimatische Aspekte
WHZ: 5–7, in Zone 5 mit Einschränkungen
Internationale Quellen ordnen Enkianthus cernuus f. rubens häufig den USDA-Zonen 5 bis 7 zu. Gleichzeitig bewertet die Royal Horticultural Society die Form mit H5, entsprechend ungefähr −15 bis −10 °C. Aus Belgien liegen zudem Berichte über Frostschäden an jungen und älteren Pflanzen vor.
Eine pauschale Frostverträglichkeit bis −25 °C sollte daher nicht angegeben werden. In kälteren Regionen empfiehlt sich ein geschützter Standort ohne austrocknende Winterwinde. Junge Pflanzen profitieren von einer Mulchauflage über dem Wurzelbereich. Kritischer als trockene Kälte ist häufig die Verbindung aus Frost, Wind und einem dauerhaft nassen Boden.
Praxistipp
Die kleinen roten Blüten hängen unter den Zweigen und kommen deshalb an einem leicht erhöhten Standort oder in der Nähe eines Weges besonders gut zur Geltung. Wer den Strauch nur aus größerer Entfernung betrachtet, verpasst ausgerechnet seine hübschesten Details – die Glocken sind schließlich ausgesprochen bodenständig und schauen lieber nach unten.
Dunkle Rhododendren, Eiben oder andere immergrüne Gehölze bilden einen ruhigen Hintergrund für die roten Blüten und die intensive Herbstfärbung. Auch für ein humoses Moorbeet ist die Art gut geeignet, sofern überschüssiges Wasser zuverlässig abziehen kann.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
rosa
Blütezeit
-
April
Früchte
Besonderes
-
Schmetterlings/Falterweide
-
Hummel und/oder Bienenweide
-
Duftend
Boden
-
sandig
-
lehmig
-
feucht
-
durchlässig
Standort
-
sonnig bis halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
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