Lieferzeiten - Je nach Versandaufkommen 2-4 Tage
Hinweise
Vor allem im Frühjahr und Herbst sind die meisten unserer Gehölze für einen besseren Wuchs geschnitten und können von der angegebenen Größe leicht abweichen.
Bitte beachten Sie auch unsere Topfgrößen!
Hinweise
Wir topfen das ganze Jahr über von kleineren in größere Töpfe. Es kann daher durchaus passieren (vor allem in den Sommermonaten), dass Sie einen kleinen Topf bestellen und einen größeren Topf erhalten. Darauf weisen wir in der Regel hin - auch, dass Sie etwas vorsichtig damit umgehen.
Fotos
Alle hier abgebildeten Fotos stellen lediglich einen Teil der Pflanzenbeschreibung dar. Es ist NICHT die angebotene Pflanze. Das Gewicht der Pflanze wird immer variieren, je nach Feuchtigkeit und kann deshalb nicht angezeigt werden
Info zur Pflanze
Beschreibung
uonymus spraguei ist eine selten kultivierte Spindelstrauchart aus Taiwan. Sie wächst dort in Bergwäldern, Gebüschen und an schattigen Felsen. Fundorte sind aus Höhenlagen von etwa 1.100 bis 2.800 m bekannt, unter anderem in kühlen Nadel- und Mischwäldern mit Taiwan-Hemlocktannen, Kiefern und Scheinzypressen.
Einen gebräuchlichen deutschen Namen besitzt die Art nicht. Der taiwanische Name lässt sich sinngemäß als „stachelfrüchtiger Spindelstrauch“ übersetzen und verweist bereits auf ihr ungewöhnlichstes Merkmal.
Wuchs und Blätter
Junge Pflanzen entwickeln zunächst einen lockeren, breit gelagerten bis überhängenden Wuchs. Ohne Kletterhilfe können sie sich zu etwa 1,5–2 m hohen und ähnlich breiten Sträuchern entwickeln.
Mit zunehmendem Alter bildet die Art längere, anlehnende oder kletternde Triebe. Am Naturstandort werden Höhen von etwa 4–5 m beschrieben. An einer Mauer, einem Zaun oder in einem größeren Gehölz kann sie deshalb deutlich höher steigen als ein frei stehendes Exemplar.
Die elliptischen, fein gesägten Blätter sind etwa 4–6 cm lang, ledrig und auffallend glänzend. Der junge Austrieb erscheint häufig bronze- bis kupferfarben und bildet einen schönen Kontrast zum älteren dunkelgrünen Laub.
In milden Wintern bleibt die Pflanze weitgehend immergrün. Bei stärkerem Frost kann sie einen Teil oder das gesamte Laub abwerfen. Die unterschiedlichen Beschreibungen als immergrün oder sommergrün sind daher nicht unbedingt ein botanischer Ehestreit – häufig hat nur das Klima mitgeredet.
Blüte
Die kleinen, vierzähligen Blüten erscheinen im Frühjahr bis Frühsommer in lockeren, achselständigen Blütenständen. Sie sind gelbgrün bis blassgelb und wirken einzeln eher unscheinbar.
Besonders reizvoll ist ihr Zusammenspiel mit dem bronzefarbenen Austrieb. Die Blüte drängt sich nicht in den Vordergrund, setzt zwischen den glänzenden Blättern aber feine helle Akzente.
Früchte
Aus den Blüten können rundliche, vierlappige Kapselfrüchte entstehen. Ihre Oberfläche ist mit einzelnen kurzen, häufig gebogenen Stacheln besetzt. Junge Früchte sind grün; bei manchen Herkünften verfärben sich die reifen Kapseln rötlich.
Beim Öffnen werden leuchtend orange umhüllte Samen sichtbar. Die kleinen stacheligen Kapseln erinnern ein wenig an winzige Seeminen – erfreulicherweise beschränkt sich ihre Sprengkraft auf die Überraschung des Betrachters. Die Früchte sind nicht zum Verzehr bestimmt.
Besonderheiten und Kulturgeschichte
Die Art wurde 1911 vom japanischen Botaniker Bunzō Hayata beschrieben, der einen erheblichen Teil seiner Arbeit der damals noch wenig erforschten Pflanzenwelt Formosas, des heutigen Taiwan, widmete.
In europäischen Gärten ist Euonymus spraguei erst seit vergleichsweise kurzer Zeit vertreten. Eine der dokumentierten neueren Einführungen wurde 2007 an einem schattigen Felsfuß im nordöstlichen Bergland Taiwans gefunden. Der Fundort lag an einem längst aufgegebenen Forstweg, den japanische Waldarbeiter Jahrzehnte zuvor durch die Gebirgswälder angelegt hatten.
Die Art wirkt zunächst wie ein hübscher, immergrüner Blattstrauch. Erst mit zunehmendem Alter zeigt sie ihre zweite Begabung als anlehnendes Klettergehölz – und später mit etwas Glück noch die stacheligen Fruchtkapseln.
Standort und Pflege
Geeignet ist ein halbschattiger bis lichtschattiger, geschützter Standort. Auch Sonne wird vertragen, sofern der Boden nicht austrocknet. Besonders an heißen Plätzen kann Trockenheit zu Blatt- und Triebschäden führen.
Der Boden sollte humos, nährstoffreich und frisch, zugleich aber gut durchlässig sein. Dauerhafte Staunässe ist ebenso ungünstig wie ein im Sommer vollständig austrocknender Wurzelbereich. Eine Laub- oder Rindenmulchschicht hält die Erde gleichmäßig frisch.
Ein regelmäßiger Schnitt ist nicht erforderlich. Soll die Pflanze strauchartig bleiben, können zu lange Triebe im Frühjahr oder nach der Blüte eingekürzt werden. Wer ihr dagegen eine Rankhilfe oder ein benachbartes Gehölz anbietet, sollte langfristig mit deutlich längeren Trieben rechnen.
In der bisherigen Gartenkultur zeigt sich die Art häufig gesund und unproblematisch. Eine vollständige Widerstandsfähigkeit gegenüber allen Krankheiten oder Schädlingen lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.
Klimatische Aspekte
WHZ: etwa 7–8
Die genaue Winterhärte lässt sich wegen der noch geringen Kulturerfahrung nicht abschließend beurteilen. Hoch gelegene Herkünfte können mäßig strenge Fröste vertragen, während andere Pflanzen in kalten Wintern deutliche Blatt- und Triebschäden erleiden.
Junge Exemplare sollten in den ersten Jahren vor kalten Ostwinden und starker Wintersonne geschützt werden. Ein Platz unter dem lichten Schirm größerer Gehölze oder vor einer windgeschützten Wand verbessert das Kleinklima. Kritischer als ein kurzer Frost sind lange Kälteperioden bei gefrorenem oder vernässtem Boden.
Praxistipp
Euonymus spraguei eignet sich für geschützte Gehölzränder, Innenhöfe und halbschattige Plätze vor Mauern. Soll die Pflanze als breiter Strauch wachsen, benötigt sie ungefähr zwei Meter Raum.
Besonders interessant wird sie, wenn einige Triebe locker an einem alten Baum, Zaun oder Rankgerüst entlanggeführt werden. So lassen sich das glänzende Laub, der bronzefarbene Austrieb und später die ungewöhnlichen Stachelfrüchte auch aus der Nähe betrachten.
Warum verzichten wir auf Begriffe zu Insekten und Co.?
Die rechtlichen Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen haben sich deutlich verschärft. Viele Begriffe, die im Gartenbau seit Jahrzehnten verwendet werden, setzen heute nachvollziehbare und belastbare Nachweise voraus. Einheitliche Bewertungsgrundlagen stehen für viele dieser Aussagen derzeit jedoch noch nicht flächendeckend zur Verfügung. Aus Vorsicht verzichten wir deshalb bewusst auf pauschale Kennzeichnungen wie „bienenfreundlich“, „insektenfreundlich“, „Schmetterlingspflanze“ oder „heimisch“ und beschreiben unsere Pflanzen stattdessen anhand ihrer botanischen Eigenschaften.Sobald belastbare und allgemein anerkannte Bewertungsgrundlagen verfügbar sind, werden wir diese selbstverständlich in unsere Pflanzeninformationen einfließen lassen.
Wesentliche Eigenschaften
Blütenfarbe
-
creme
Blütezeit
-
Mai
Früchte
Besonderes
Boden
-
anspruchslos
Standort
-
halbschattig
Alle Pflanzenbeschreibungen auf dieser Website basieren auf sorgfältig recherchierten Informationen aus internationalen, überwiegend englischsprachigen Fachquellen.Dabei werden botanische, ökologische und gärtnerische Aspekte mit besonderem Augenmerk auf Herkunft, Standortansprüche, Wuchsverhalten und kulturgeschichtliche Bedeutung zusammengetragen.
Die Hauptquellen umfassen:
- Royal Horticultural Society (RHS) – Großbritanniens führende Gartenbaugesellschaft, deren Pflanzenverzeichnisse und Datenbanken wissenschaftlich fundierte Informationen zu Kultur, Pflege und Standortbedingungen bieten.
- Missouri Botanical Garden (MBG) – Eine der ältesten botanischen Einrichtungen der USA, bekannt für ihre umfangreichen Pflanzenbeschreibungen und Datenbanken (Plant Finder).
- United States Department of Agriculture (USDA) – Plants Database – Offizielle Quelle für Verbreitungsgebiete, Klimazonen (Hardiness Zones) und Standortdaten nordamerikanischer Pflanzenarten.
- Trees and Shrubs Online – Eine internationale, von Fachbotanikern gepflegte Plattform für Gehölzkunde, mit detaillierten Angaben zu Wuchs, Ökologie und Verwendung.
- Various Asian Botanical Sources – Wissenschaftliche Veröffentlichungen und universitäre Datenbanken aus Japan, China und Korea, die ergänzende Informationen zu asiatischen Arten liefern, insbesondere zu Herkunft und Standortansprüchen.
- eigene Erfahrungen in unserem Arboretum und Erzählungen/Erfahrungen von Kunden
Alle Angaben werden mit größter Sorgfalt geprüft und nach aktuellem Stand der internationalen botanischen Literatur wiedergegeben.Trotzdem kann es aufgrund regionaler Klimaunterschiede oder individueller Standortbedingungen zu Abweichungen in Wuchsform, Blütezeit oder Winterhärte kommen.
Wie Sie Ihre Pflanzen erhalten

Pflanzenmarkt
Sie finden uns auf einigen Pflanzenmärkten in ganz Deutschland. Dort können Sie gern Ihre hier im Shop bestellten Pflanzen abholen.

Abholung
.... geht natürlich auch in der Gärtnerei. Bitte vorher per Mail anfragen, da wir keine regulären Öffnungszeiten haben.

Per Versand
Ganz bequem zu Hause bestellen und wir liefern per Paketdienst und gut verpackt nach Hause.
Impressionen
Ein paar Einblicke in unser Arbortum und die Gärtnerei aus dem Jahr 2024. Wenn Sie gern selbst einmal schauen möchten schreiben Sie uns eine Mail - wir nehmen uns dann gern für Sie Zeit.
Mit Sorgfalt kultiviert
Selbst erzeugt
Jedes Insekt willkommen
Sie wissen nicht, ob die Pflanze in Ihren Garten passt? Dann schauen Sie doch einmal unter dem Link nach Pflanzen.
Suche auf Basis meines Standortes nach Pflanzen






